VIVO-Workshop am 9. September 2015 in Hannover

die Technische Informationsbibliothek (TIB) lädt am Mittwoch, 9. September 2015, zum Workshop „VIVO als Forschungsinformationssystem in der Praxis“ nach Hannover ein. Das System VIVO, das auf Open Source Software und Linked Open Data beruht, verbreitet sich verstärkt im deutschsprachigen Raum. Der kostenlose Workshop bietet Interessierten die Möglichkeit, sich zu VIVO zu informieren und auszutauschen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt, um Anmeldung bis zum 30. Juli 2015 wird gebeten.

Am 10.9. findet am selben Ort ein Workshop der DINI AG Forschungsinformationssysteme (FIS) mit Gästen statt. Auf der untenstehenden Seite können Sie sich auch zu dieser Veranstaltung anmelden.

Weitere Infos zu Programm und Anmeldung: http://blogs.tib.eu/wp/vivo/

Alternativen zu Sherpa/Romeo?

Um das “DOAJ Seal” zu erhalten, muss ein Journal diverse Kriterien erfüllen. Eines davon ist die Angabe, wo die “Deposit policy” hinterlegt ist. Zur Auswahl stehen:

DOAJ_deposit_policy

Zum Anschauen:

  • None
  • Sherpa/Romeo
  • Dulcinea (“Spanish Journals”)
  • OAKlist (“Australian Publishers”)
  • Héloïse (komplett auf Französisch, anscheinend auch nur französische oder französischsprachige Titel)
  • Diadorim (komplett auf Portugiesisch)
  • Other

Meine Frage, liebe Open-Access-Gemeinde, ist: wofür könnte “Other” stehen? Mir fällt spontan nur der deutsche Sherpa/Romeo-Ableger ein. Was gibt es sonst noch?

Neue Mailingliste zum Repositorymanagement

Die DINI-Mailingliste “Repositorymanagement” soll dem Austausch und der Vernetzung untereinander dienen und stellt eine Ergänzung zu internationalen (bspw. JISC-Repositories) oder thematisch anders gelagerten (DINI, Inetbib) Listen dar. Zielgruppe: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Repositorien an deutschsprachigen Forschungs- und Hochschuleinrichtungen, Dokumenten- und Forschungsdatenrepositorien, OA- und nicht OA-Repositorien, DINI-zertifizierte Repositorien, Bibliothekarinnen und Bibliothekare sowie Technikerinnen und Techniker. Themen: Alles rund um den Betrieb eines Repositories; formale, technische, bibliothekarische und rechtliche Standards; Plattformentscheidungen; Metadaten und Harvesting; Personalmanagement, Workflows, Compliance-Fragen, bspw. DINI, DRIVER, OpenAIRE; Open Access. Betrieb: Die Liste wird unter Schirmherrschaft der DINI-AG Elektronisches Publizieren betrieben.

Und hier geht’s zur Anmeldung.

DINI-AG KIM veröffentlicht Open-Data-Empfehlungen

Die DINI-AG KIM gibt die Veröffentlichung der “Empfehlungen zur Öffnung bibliothekarischer Daten” bekannt. Die Empfehlungen sollen bibliothekarischen Organisationen als Richtlinien und Referenz bei der Freigabe ihrer Daten dienen.

Gegenstand der Empfehlungen sind nicht nur beschreibende Metadaten, sondern sämtliche nicht-sensiblen Daten, die von bibliothekarischen Organisationen produziert werden, wie z.B. auch statistische Daten oder Zirkulationsdaten.

Die Empfehlungen benennen neun Prinzipien für offene bibliothekarische Daten. Um als ‘offen’ im Sinne der Empfehlungen zu gelten, sind zwingend die drei Kernforderungen nach offenem Zugang, offenen Standards und offenen Lizenzen einzuhalten.

Desweiteren sollten die Daten regelmäßig aktualisiert werden und auch im Ursprungsformat vorliegen, sie sollten strukturiert beschrieben werden und möglichst ohne Registrierung zugänglich sein. Vorkehrungen für die Nachhaltigkeit der Bereitstellung sollten getroffen werden.

Die Empfehlungen orientieren sich an existierenden Open-Data-Prinzipien und -Richtlinien für Gedächtnisinstitutionen oder dem öffentlichen Sektor im allgemeinen. Einzusehen sind die Empfehlungen im Wiki der Deutschen Nationalbibliothek.

Der Text selbst ist unter einer CC0-Lizenz veröffentlicht. Seine Verbreitung und Wiederveröffentlichung ist ausdrücklich erwünscht.

Hier sind die Empfehlungen in der aktuellen Version 1.0:

 


 

Empfehlungen zur Öffnung bibliothekarischer Daten

1. Präambel

Bibliotheken und andere Informationseinrichtungen arbeiten täglich in vielfältiger Weise mit Daten unterschiedlicher Verwendungszwecke und Bestimmung. Sie agieren als Datenproduzenten, Datenlieferanten, Datennutzer und Aggregatoren. Um den größtmöglichen Nutzen der durch öffentliche Einrichtungen produzierten Daten zu gewährleisten, ist es geboten, sie offen im Internet zu publizieren.

2. Gegenstand

In Informationseinrichtungen werden verschiedene Formen von Daten produziert, die Gegenstand einer Datenfreigabe sein können. Es ist zu betonen, dass eine Datenfreigabe nur durchgeführt werden kann unter der Voraussetzung, dass

  1. es sich bei den jeweiligen Daten nicht um personenbezogene oder anderweitig sensible Daten handelt,
  2. die jeweilige Einrichtung im Besitz der Datenbankrechte bzw. ggf. der Urheberrechte ist, um die Daten freizugeben.

Unter bibliothekarischen Daten zu verstehen sind sowohl bibliographische Daten gemäß den “Prinzipien zu offenen bibliographischen Daten” als auch darüber hinausgehende Daten, die in Ausübung bibliothekarischer Tätigkeit erstellt werden.

Zur Verwaltung der Dienstleistungen einer Bibliothek fallen zudem weitere Daten an, die – insofern es sich um nicht personenbezogene oder anderweitig sensible Daten handelt – ebenfalls freigegeben werden können. Zu diesen Daten zählen beispielsweise Exemplardaten, Erwerbungsdaten, anonymisierte Ausleihdaten, statistische Daten.

3. Prinzipien

Die DINI-AG KIM empfiehlt bibliothekarischen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum und der gesamten Welt die Freigabe bibliothekarischer Daten. Folgende Prinzipien sind dabei zwingend einzuhalten:

  • Offener Zugang zu den Daten, d.h. die Daten müssen offen und kostenlos als Gesamtheit im Web zugänglich sein.
  • Offene Standards, d.h. die Daten müssen in einem offen dokumentierten und nicht-proprietären Format vorliegen. Es sind Webstandards zu bevorzugen, die von einer möglichst breiten Anwenderbasis verstanden werden.
  • Offene Lizenzen, d.h. die Daten müssen (als Einzeldatum und als Sammlung) unter einer offenen Lizenz im Sinne der Open Definition publiziert werden. Dabei empfielt die DINI-AG KIM die Verwendung eines Public-Domain-Waivers wie der CC0 Public Domain Dedication oder der Public Domain Dedication and License (PDDL) um die bestmögliche rechtliche Interoperablität der Daten zu garantieren.

Darüber hinaus empfehlen wir die Berücksichtigung folgender Prinzipien:

  • Dokumentation: Eine strukturierte Beschreibung der Daten soll veröffentlicht werden. Bestenfalls sollen die Daten in einem zentralen Verzeichnis (wie z.B. thedatahub.org)nachgewiesen werden.
  • Rohdaten: Die Daten sollen möglichst so zugänglich gemacht werden, wie sie im Informationskreislauf der Bibliotheken anfallen. Jede weitere Filterung oder Aufbereitung wird auf diejenigen verlagert, die von den Informationen später Gebrauch machen.
  • Aktualität: Daten sollen innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach ihrer Erstellung oder Änderung veröffentlicht werden. Was angemessen ist, kann je nach Art der Daten variieren.
  • Strukturiert: Die Daten sollen in einem strukturierten Format publiziert werden, das einfache maschinelle Verarbeitung ermöglicht.
  • Nicht-diskriminierend: Der Zugriff auf die Daten soll für alle möglich sein, einzige akzeptable Hürde ist der Zugang zum Internet. Das heißt, dass keine Registrierung erforderlich sein soll.
  • Nachhaltigkeit: Die Bereitstellung der Daten soll mit der Entwicklung eines Nachhaltigkeitskonzepts verbunden sein, dass eine dauerhafte Archivierung und den Zugriff auf ältere Versionen der Daten sicherstellt.

Selten wird die Einhaltung sämtlicher Prinzipien von Anfang an gewährleistet sein. Allerdings sind die ersten drei Prinzipien notwendige Bedingungen, um überhaupt von offenen bibliothekarischen Daten zu sprechen. Es wird ausdrücklich empfohlen, zunächst auch Rohdaten zu veröffentlichen, die womöglich nicht in einem öffentlich dokumentierten Format vorliegen und/oder nicht strukturiert oder regelmäßig aktualisiert werden. Mittelfristig soll aber an der Einhaltung sämtlicher Prinzipien gearbeitet werden.

4. Verwandte Materialien

Entstanden im Rahmen der Gruppe Lizenzen der DINI-AG KIM.
Beitragende: Patrick Danowski, Kai Eckert, Christian Hauschke, Adrian Pohl und andere

Der Text dieser Empfehlungen ist unter der Creative Commons Lizenz CC0 veröffentlicht. Er ist somit gemeinfrei, d.h. er gehört allen und darf zu beliebigen Zwecken und ohne Auflagen genutzt werden. Bei Nachnutzung wird die Nennung der Quelle erbeten.

Interview zur Öffnung bibliothekarischer Daten

Adrian Pohl wurde für das Open-Data-Blog der Zeit interviewt. Unbedingt lesenswert! Es geht um Open Bibliographic Data, also die Veröffentlichung bibliographischer Daten unter freier Lizenz.

Sammlungen bibliographischer Daten können als eine Landkarte verstanden werden, die uns Orientierung gibt in der Landschaft unserer literarischen, wissenschaftlichen oder künstlerischen Erzeugnisse.

So können die Daten etwa in der Forschung genutzt werden. Für Historiker beispielsweise könnte die Frage interessant sein, in welchem Jahrhundert zu bestimmten Zeiten wo wichtige Publikationsorte waren. Mit automatisierten Abfragen offener Daten aus Bibliothekskatalogen ließe sich zügig eine Übersicht über die meistgenutzten Publikationsstandorte erstellen. Das ginge weit über das hinaus, was mit normalen Rechercheoptionen möglich ist.

Ein anderes Beispiel: Bibliotheksdaten werden bereits für Anwendungen genutzt, die den urheberrechtlichen Status eines Werkes berechnen, ob es geschützt oder gemeinfrei ist. Mehr freie Daten könnten diese Dienste enorm verbessern. Es lassen sich unzählige weitere Anwendungen denken.

Dabei verweist er auch auf die “Empfehlungen zur Öffnung bibliothekarischer Daten” 1) Disclaimer: Ich bin Mitverfasser. , auf deren vorläufige Fassung Edlef Stabenau letztens schon hingewiesen hatte.

References   [ + ]

1. Disclaimer: Ich bin Mitverfasser.

Innovationspreis 2011 / Closed Access über Open Access

Die Preisträger des diesjährigen B.I.T.-Online-Innovationspreises 2011 wurden von der Kommission für Ausbildung und Berufsbilder des BIB erwählt und bekannt gegeben:

  • Ralf Drechsler: Krisen-PR für Öffentliche Bibliotheken
  • Fabian Fürste: Linked Open Library. Bibliographische Daten und ihre Zugänglichkeit im Web der Daten
  • Bodo Pohla: Untersuchung bibliothekarischer Applikationen für Mobiltelefone hinsichtlich der technischen Realisierung und des Nutzens

Herzlichen Glückwunsch den Preisträgern! Keinen Glückwunsch dem BIB für die Publikation der Ergebnisse in B.I.T. Online. Durch die Publikation in einer Toll-Access-Zeitschrift kann ein gewichtiger Anteil der Nachwuchsbibliothekswesen nicht auf die ausgezeichneten Erkenntnisse zurückgreifen.

Die Absurdität einer bibliothekarischen Toll-Access-Publikation wird im aktuellen Themenschwerpunkt (Ausgabe 4/2010) sehr schön deutlich. Es geht um: Open Access. Zitat aus dem Editorial (frei zugänglich als JPG!!) von Michael Mönnich:

Von Seiten B.I.T. Online ist hierzu zu vermelden, dass ab 2011 mit einer einjährigen Embargofrist alle Aufsätze frei zugänglich sein werden.

Falls dies eine Meldung dazu gedacht war,in der bibliothekarischen Welt für Jubelstürme zu sorgen: Nein, so wird das nichts. Welcher Autor möchte, dass sein Artikel erst mit einem Jahr Verspätung wirklich rezipiert werden kann? In diesem Zusammenhang bin ich auch einigermaßen enttäuscht über die Autoren des Schwerpunkts, zu denen mit Frank Scholze (“Open Access-Strategie des KIT”) und Uwe Müller (“Vergütung elektronischer Publikationen in Repositorien – aktueller Stand”) ausgerechnet die beiden Sprecher der DINI-AG Elektronisches Publizieren gehören. In diesem Zusammenhang bleibt nur der Verweis auf den Vortrag von Monika Bargmann: Wein predigen und Wasser trinken? Theorie und Praxis von Open Access im österreichischen Bibliothekswesen

Auch auf die Gefahr hin, allzu missionarisch zu wirken, lautet das Fazit dieses Beitrags: Gehet hin und archivieret selbst!

Hinzufügen muss man diesem Fazit schließlich nur die Frage, wozu der BIB eigentlich ein eigenes Repository hat.

[via Inetbib]

Update: Die Artikel des Schwerpunkts sind frei verfügbar. Näheres in den Kommentaren.

Thesen zur Zukunft von Open-Access-Repositorien

Quelle: Thesen zur Zukunft von Open-Access-Repositorien

Die folgenden Thesen sind in der Vorbereitung des Workshops “Repositorien – Praxis und Vision” entstanden, den das Open-Access-Projekt der Helmholtz-Gemeinschaft gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Elektronisches Publizieren der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) vom 30.11. bis 1.12.2010 in Berlin veranstaltet. Autoren der Version 2: Maxi Kindling, Uwe Müller und Heinz Pampel

Lizenz: CC-BY

Hintergrund

In Deutschland beginnt die Entwicklung der Repositorien Ende der 1990er Jahre. Unter dem Namen Hochschulschriften- oder Dokumentenserver entstanden Datenbanken, auf denen Qualifikationsarbeiten als Erst- oder Zweitveröffentlichung zugänglich gemacht wurden.
Mit der Entwicklung von Open Access wurden diese Datenbanken international unter dem Begriff Repositorien bekannt und bilden den Ausgangspunkt für den “Grünen Weg” des Open Access. Prominentes Beispiel ist das disziplinäre Repositorium arXiv, das 1991 am Los Alamos National Laboratory aufgebaut wurde. Bis heute ist es das zentrale Repositorium für Preprints in den Disziplinen Physik, Mathematik und Informatik.

Spätestens seit Mitte des vergangenen Jahrzehnts wurde, insbesondere im Bereich der außeruniversitären Forschung, damit begonnen, die seit langem bestehenden institutionellen Publikationsdatenbanken, die ausschließlich Metadaten nachweisen, zu Repositorien auszubauen, um Pre- und Postprints sowie Schriftenreihen im Sinne von Open Access zugänglich zu machen. Zudem sind in den letzten Jahren abseits der Text-Repositorien auch Repositorien für viele andere Formen und Formate digitaler Objekte entstanden, z. B. für Forschungsdaten.

Heute stehen die Betreiber von Repositorien vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Mehrheitlich werden Repositorien als passive Dienste betrieben, die nicht in den Arbeitsablauf von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eingebunden sind. Darüber hinaus steigen mit der Entwicklung digitaler Informations- und Kommunikationstechnologien, die den wissenschaftlichen Arbeitsprozess unterstützen, die Anforderungen an die Repositorien (beispielsweise im Kontext virtueller Forschungsumgebungen).

Die folgenden Thesen zielen darauf ab die zentralen Entwicklungstrends bei der zukünftigen Gestaltung von Open-Access-Repositorien auf der Grundlage des heutigen Kenntnisstandes zu benennen. Ziel der Podiumsdiskussion soll sein, diese vorgeschlagenen Thesen vor dem Hintergrund der insbesondere während des Workshops gesammelten Erkenntnisse abzuwägen und ggf. zu spezifizieren. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Frage, welche technischen und organisatorischen Lösungen in Zukunft maßgeblich sein werden: Zentrale, Disziplinäre oder Institutionelle Repositorien?

These 1: Repositorien dienen als digitale Schaufenster der Wissenschaft

Im Kontext von Open Access fördern Repositorien die Sichtbarkeit der Publikation einer Institution oder einer Disziplin. Darüber hinaus tragen Repositorien zum Transfer von Information und Wissen in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft bei.

These 2: Nur disziplinäre Angebote werden als Rechercheinstrumente in der Wissenschaft angenommen

Neben der Erfassung des Forschungsoutputs einer Einrichtung bieten Repositorien Suchfunktionalitäten über die in ihnen vorgehaltenen Dokumente. Zudem werden die Metadaten der Dokumente in übergeordneten Rechercheangeboten aggregiert (Harvesting) und für die Dokumentsuche bereitgestellt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen diese Angebote institutioneller Repositorien jedoch kaum als Rechercheinstrument. Die wissenschaftliche Recherche konzentriert sich hier auf disziplinäre Angebote. Der Zugang zu in institutionellen Repositorien gespeicherten Objekten über disziplinäre Dienste und allgemeine Suchmaschinen ist eine zentrale Herausforderung.

These 3: Repositorien sind nur als aktive und integrative Dienste für Forschung und Lehre attraktiv

Repositorien als passive Datenbanken sind für Forschung und Lehre unattraktiv. Der Grad der Einbindung eines Repositoriums in den wissenschaftlichen Arbeitsablauf entscheidet über den Erfolg des Repositoriums. Institutionelle Repositorien können als aktive Dienste, z. B. im Rahmen des Publikationsmanagements Basis für vielfältige Services wie z.B. Bibliographien und persönliche Webseiten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sein. Der Schaffung von Mehrwertdiensten, die die reine Bereitstellung von Dokumenten ergänzen, wie beispielsweise Zitations- und Ähnlichkeitsanalyse, deren Zugriffsauswertung oder innovative Begutachtungsverfahren, kommt eine zentrale Bedeutung zu.

These 4: Repositorien werden als vertrauenswürdige Plattform für das digitale Publizieren wahrgenommen

Repositorien übernehmen heute vielerorts bereits die Funktion von Publikationsplattformen im Sinne des “Goldenen Weges” und nähern sich damit Verlagsangeboten an. Repositorienbetreiber sind aufgefordert, vertrauenswürdige Plattformen für das digitale Publizieren zu schaffen, die Objekte dauerhaft und interoperabel zugänglich machen. Durch die dynamische Entwicklung von Technologien steigen die Anforderungen an die Repositorienbetreiber zur ständigen Weiterentwicklung ihrer Dienste. Kriterienkataloge wie das DINI-Zertifikat für Dokumenten- und Publikationsservices greifen diese Trends auf und bieten eine Orientierung.

These 5: Repositorien dienen als Knotenpunkte für eine übergreifende Vernetzung

Der Nachweis sowie die Einbindung von in Repositorien gespeicherten Objekten in umfassende Kontexte wie institutionelle und (inter)disziplinäre Informationsangebote sind unabdingbar. Repositorenbetreiber sind gefordert die Bereitstellung und Verbreitung von Objekten zu garantieren. Neben dem klassischen Harvesting-Ansatz kommt dabei semantischen Technologien wie Linked Open Data wesentliche Bedeutung zu.

These 6: Repositorien dienen als Rückgrat des Forschungsprozesses

Im Publikationskreislauf haben Repositorien bereits ihre feste Position. Zunehmend spielen sie auch bei der ganzheitlichen Betrachtung des Forschungsprozesses eine wichtigere Rolle. Das vielfach betonte Zusammenspiel von Texten, Grafiken, Forschungsdaten und anderer Objekte bedarf Repositorien, die eine Vernetzung der Objekte beispielsweise im Sinne einer Integration von Forschungsdaten und Publikationen oder der Bereitstellung von Objekten im Sinne einer Infrastrukturkomponente für Virtuelle Forschungsumgebungen unterstützen.

Call for Papers für die Vernetzungstage 2011

Call for Papers für die Vernetzungstage 2011:

Die Vernetzungstage 2011 werden vom DFG-Projekt „Open-Access-Netzwerk 2“ (OA-Netzwerk) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) ausgerichtet. Sie finden vom 3.-4. März 2011 an der Universität Osnabrück statt.

Vernetzung von Wissen lässt sich durch die Vernetzung von Open-Access-Repositorien sichtbar machen wie auch mit neuen Diensten voranbringen. Wir laden daher dazu ein, auf den Vernetzungstagen 2011 die folgenden Themen zu diskutieren und bitten um Vorschläge für Beiträge:

* Vernetzung von digitalen Objekten wie Publikationen, Forschungsdaten und anderen Daten (Enhanced Publications, Linked Open Data etc.)

* Übergreifende (Mehrwert-)Dienste in einer verteilten Publikationsinfrastruktur

* Vernetzung und Integration von Repositorien und Publikationsmanagement

* Organisatorische Vernetzung in Form von Kooperationen
o mit Blick auf die Nachhaltigkeit von geförderten Projekten
o internationale Netzwerke von Repositorien
o unter dem Aspekt der Langzeitarchivierung

* Rechtliche Fragestellungen, die durch die Aggregation und Vernetzung von Inhalten entstehen

* Vernetzung von disziplinären und institutionellen Repositorien

* Ansätze und Erfahrungsberichte („Erfolgsgeschichten“) der lokalen/überregionalen/fachlichen Sammlung und Vernetzung von Inhalten

* Wissenschaftliches Publizieren unter vernetzten Bedingungen

Deadline ist der 1. Dezember. Kontaktdaten und weitere Informationen gibt’s auf der oben verlinkten CfP-Seite.

DBV, DINI und Wikimedia unterstützen OA-Petition

Kürzlich habe ich noch gefragt, ob und wann sich wohl die Bibliotheksverbände zu einer Unterstützung der OA-Petition durchringen können. Nun ist es zumindest bei einigen soweit:

Der Deutsche Bibliotheksverband, DINI und auch Wikimedia unterstützen nun die Open-Access-Petition.

Da die Adresse https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922 nicht so besonders griffig ist, gibt es übrigens eine schöne Weiterleitungsadresse: http://oapetition.de/. Diese Adresse kann man z.B. seiner Email-Signatur hinzufügen.

[via @pampel]

Inetbib 2008: Repositories

Block 12: Repositories
Uwe Müller, HU Berlin: OA-Netzwerk

DFG-Projekt (HU Berlin, SUB Göttingen und Uni Osnabrück)

Erstmal Allgemeines zu OA.

Zweck von DINI: Steigerung der Akzeptanz in den Institutionen. Antragstellung per Fragebogen, zwei Gutachter (bibliothekarisch und technisch), Kosten ca. 250 €. Bisher 23 Zertifikate ausgegeben, mehrere zur Zeit in Bearbeitung.

Ziel: Stärkung der Repositorien, Erhöhung der Sicherheit, Aggregator für DRIVER, Verbesserung der OA-Infrastruktur. DINI-Zertifikat ist Exportschlager (z.B. Spanien, Indien).

OA-Netzwerk: OAI-Serviceprovider, Harvesting, Aggregation, Anreicherung, Bereitstellung. API ist vorgesehen.

Metasuche
Feeds
Anbindung an externe Nachweisdienste (Scirus, Scholar etc.)

Prototyp des OA-Netzwerks: Mitte 2008
Weitere Dienste geplant: OA-Statistik, OA-Citation
http://www.dini.de/oa-netzwerk

Thomas Severiens (UB Osnabrück) und Frank Scholze (UB Stuttgart): „Nutzungs- und Zitationsanalyse als alternative Impactmessung wissenschaftlicher Publikationen“
Qualitätsdienst I: OA-Statistik
Verbesserung des Impacts, Vergleichbare Nutzungsstatistik, Vernetzung von Statistiken, Gewichtung anhand von Nutzungsfaktoren. Die Relevanz von Werken soll exemplarübergreifend erfasst werden.

Qualitätsdienst II:OA-Zitationen
Werkzeug für Wissenschaftler als Autoren und Leser für die Suche und Organisation von Referenzen. Vernetzung über viele Repositorien anhand von Zitationsgraphen. Kooperation der Wissenschaftler oft nicht gegeben, wenn z.B. Referenzen standardisiert werden sollen („Zu viel Arbeit“).

Mirjam Kessler und Stefanie Rühle (KIM): „Interoperable Metadatenmodelle und Repositories“
Metasuche (Cross searching) vs. Suchmaschinenindex (harvesting)
Es liegen heterogene Datenformate vor. Interoperabilität kann nur durch Standardisierung von Metadatenformaten gewährleistet werden. Auch Standardisierung von Metadatenschnittstellen.

OAI-PMH im Vergleich zu OAI-ORE: Object Re-Use

Beispiel Geo-Leo. Singapore Framework.

FAZIT: Dieser Block war mein persönliches Highlight.