Linked Data oder Semantic Web?

Tom Heath schreibt zu der Frage “What is the relationship between Linked Data and the Semantic Web?” in der Linked-Data-FAQ:

Opinions on this topic do differ somewhat, however a widely held view is that the Semantic Web is made up of Linked Data; i.e. the Semantic Web is the whole, while Linked Data is the parts. Tim Berners-Lee, inventor of the Web and the person credited with coining the terms Semantic Web and Linked Data has frequently described Linked Data as “the Semantic Web done right”, e.g. in these slides.


Das W3C hat natürlich auch eine Definition des Terms Linked Data, auch in Beziehung zum Semantic Web.

Rückblick auf die SWIB 2016

Achte internationale Konferenz “Semantic Web in Libraries” erfolgreich abgeschlossen – Konferenzvideos und –folien jetzt online

Über 170 Teilnehmer/innen aus sechs Kontinenten nahmen vom 28. bis 30. November an der SWIB16 in Bonn teil – Keynote Speaker aus den USA und stark nachgefragte Workshops der Pre-Conference

Kiel/Hamburg/Köln, den 16. Januar 2017. Die achte internationale Konferenz „Semantic Web in Libraries“ brachte 172 Teilnehmer/innen aus 27 Ländern zusammen. Die Highlights der Tagung vom 28. bis 30. November 2016 waren die Keynotes von Ivan Herman, World Wide Web Consortium (W3C), über die Aufhebung der Trennung von Online- und Offline- Dokumenten sowie Andromeda Yelton über Community Building in Open-Source-Projekten.

Über 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus sechs Kontinenten, rund 700 Tweets und zahlreiche Zugeschaltete per Livestream – so die Teilnahmebilanz der internationalen Konferenz Semantic Web in Libraries 2016. Sechs früh ausgebuchte Workshops und 16 Präsentationen vor Ort beleuchteten Linked Open Data in allen Facetten.

Blicken Sie mit uns zurück auf die SWIB16 – Semantic Web in Libraries!

Zum Programm mit Links zu Folien und Konferenzvideos: http://swib.org/swib16/programme.html

Zu den Referent/inn/en: http://swib.org/swib16/speakers

Zur interaktiven Grafik der 27 Herkunftsländer der Gäste: http://swib.org/swib16/SWIB16%20participants%20by%20country.html.

Zu den Pressebildern: http://swib.org/swib16/impressions.html

Zum Youtube Channel der SWIB: https://www.youtube.com/channel/UCfLnEmKaWqtR_4V1CNeK6rQ/videos?flow=grid&sort=dd&view=0

Zur Pressemitteilung. Ich war nicht anwesend, habe aber den Stream verfolgt. Eins meiner Highlights ist dieser Vortrag von Christina Harlow.

Internet Archive betreibt purl.org

Persistente URIs sind ein zentrales Problem bei der Veröffentlichung von Ontologien in Linked-Data-Kontexten. Der meistgenutzte Dienst war bislang purl.org. Purl steht für Persistent Uniform Resource Locator. Der Dienst wurde von OCLC betrieben und existiert schon seit 1995. In letzter Zeit war es aber nicht möglich, neue Accounts anzulegen. Es gab daher Überlegungen, einen Alternativdienst aufzubauen: w3id.org. 1) Vgl. Permanent identifiers and vocabulary publication: purl.org and w3id 

W3id.org baut dabei auf Github auf. Dies hat den Vorteil, dass die Hemmschwelle recht niedrig ist, Github ist schließlich inzwischen nicht nur in Enwicklerkreisen ein gängiges Werkzeug. Der Nachteil dieser Lösung ist, dass man sich unnötigerweise von einem weiteren Dienst abhängig macht. Github ist ein kommerzieller Anbieter. Streicht dieser die Segel oder ändert er seine Geschäftsbedingungen, steht w3id.org vor großen Schwierigkeiten.

Langer Rede, kurzer Sinn: Das Internet Archive betreibt Purl.org seit September, wie im dortigen Blog bekannt gegeben wurde. Der Dienst kann also wieder genutzt werden.

References   [ + ]

Benötigen wir Alternativen zum DRM-Web?

Fefe weist darauf hin, dass die Motion Picture Association of America (MPAA) dem W3C beigetreten ist. Die MPAA hat eine lange Historie in der Bekämpfung von Privatkopien. Sie hat einst gefordert, dass Videorekorder mit einem Chip versehen werden müssen, der Kopien verhindert.

Cory Doctorov befürchtet, dass wir uns – nicht nur hiermit – “in einen vollen Orwell huxleyen”. Er befürchtet, dass DRM ein integraler Bestandteil von HTML5 wird und somit aller Browser wird.

As near as I can work out, there’s no one poised to do anything about this. Google, Apple and Microsoft have all built proprietary DRM silos that backed the WC3 into accepting standardization work on DRM (and now the W3C have admitted the MPAA as a member – an organization that expressly believes that all technology should be designed for remote, covert control by someone other than its owner, and that it should be illegal to subvert this control).

Bitte das ganze Posting lesen! Kim Dotcom hat schon Pläne zu einem MegaWeb in der Schublade. Encrypted, non-IP based, ultra-fast, with homeless data (constantly shifting). Ob das etwas und was auch immer das wird: Alternativen zu einem DRM-Web zu entwickeln scheint eine dringend gebotene Aufgabe zu sein. Wenn das W3C nicht mehr im Sinne eines freien Netzes agieren sollte, wäre vielleicht auch die Schaffung von Alternativstrukturen sinnvoll.

Linked Open Data mit Sternchen

Daniel Dietrich machte in der Mailingliste des Open-Data-Networks auf das Linked Open Data Star Scheme aufmerksam. Es dient dazu, veröffentlichte Daten nach ihre Nachnutzbarkeit zu bewerten.

no star Web data
one star open Web data
two star open Web data
three star open Web data
four star open Web data
five star open Web data

Die Bewertungskriterien basieren auf den 5 LOD-Sternen von Tim Berners-Lee. Dies Schema lässt sich auch übertragen auf Open Bibliographic Data. Eine Erweiterung der Sterne um eine maschinenlesbare Fassung (z.B. mit rel-license) der Kriterien wäre allerdings wünschenswert.

Emotion Markup Language (EmotionML)

Manga_emotions - CC-BY-SA von Simon alias Sympho
Manga_emotions - CC-BY-SA von Simon alias Sympho

Es gibt nichts, was man nicht standardisieren, katalogisieren oder beschreiben kann. Das W3C ist sich dieser Tatsache bewusst und hat am 29. Juli den Working Draft der Emotion Markup Language (EmotionML) veröffentlicht.

As the web is becoming ubiquitous, interactive, and multimodal, technology needs to deal increasingly with human factors, including emotions. The present draft specification of Emotion Markup Language 1.0 aims to strike a balance between practical applicability and scientific well-foundedness. The language is conceived as a “plug-in” language suitable for use in three different areas: (1) manual annotation of data; (2) automatic recognition of emotion-related states from user behavior; and (3) generation of emotion-related system behavior.

[via Ahoi Polloi]

Neuer Prof. in Potsdam: Felix Sasaki

Am 26. Februar wurde Dr. Felix Sasaki vom W3C die Berufungsurkunde zum Professor der Fachhochschule Potsdam von Staatssekretär Dr. Komusiewicz im Minsiterium für Wissenschaft, Forschung und Kultur überreicht.

Er wird im Fachbereich Informationswissenschaften den Bereich inhaltliche Erschließung verstärken und mit seinen langjährigen Erfahrungen am W3C fruchtbaren Input auf die eine oder andere Weise bringen. Tim Berners-Lee (der Erfinder des WWW und Chef im W3C) lässt ihn sicher ungern gehen.

Webtechnologie und vor allem Metadaten zur Steuerung und Strukturierung des Web werden immer wichtiger in allen drei Berufsfeldern des Fachbereichs. Prof. Sasaki rundet damit das Bild ab, das die drei “Überlastprofessuren” mit den weiteren Themengebieten: Elektronisches Publizieren/Dokumentenmanagement und Webtechnologie/Semantic Web Anwendungen als neue Facette unserem Lehr- und Forschungsprofil hizufügen.

Mehr über Felix Sasaki gibt’s beim W3C. Er hat auch mal getwittert(?).

[via]