Neue Suchmaschine: Wikiasari

Jimmy Wales, Wikipedia-Mitbegründer, will schon im ersten Quartal einen neuen Herausforderer für Google präsentieren:
Wikiasari.

Search is part of the fundamental infrastructure of the Internet. And, it is currently broken.

Why is it broken? It is broken for the same reason that proprietary software is always broken: lack of freedom, lack of community, lack of accountability, lack of transparency. Here, we will change all that.

So weit, so einleuchtend. Die Transparenz, die er anstrebt, ist im Sinne der informationellen Autonomie der Suchenden sicherlich erstrebenswert. Nur der Weg, den Wales gehen will, scheint mir ein hölzerner zu sein. Winfuture.de:

Zwar wird auch die Suchmaschine aus dem Hause Wikipedia einen Computer-generierten Index nutzen, dieser soll dann jedoch genau wie das Wikipedia-Projekt von tausenden Anwendern verfeinert werden. So können die Nutzer in den Ergebnislisten vermerken, ob ein Link zu einer nützlichen Seite führt, oder nicht.

Im Sistrix-Blog bezweifelt man, ob die Skalierbarkeit der zugrundeliegenden Open-Source-Systeme Nutch und Lucene ausreichen wird, um die benötigten Milliarden von Dokumenten zu durchsuchen. Ich bezweifel, ob sich ausreichend Mitarbeiter finden, die eine schnelle, spamfreie Bearbeitung der Suchergebnisse gewährleisten können. Um Google & Co schlagen zu können, braucht es schon einiges.

Und selbst wenn die Suchergebnisse besser (also in erster Linie erstmal spamfrei) wären, bleibt noch die Frage, ob das Interface genauso gut gestaltet wird. Da hat Google immer noch die Nase vorn. Finanziert wird Wikiasari u.a. von Amazon. Fürs Erste sollte also genügend Personal zu finanzieren sein.

[via Heise]