Hat die Bibliothek der Katholischen Universität Eichstätt eine Tonträgersammlung verscherbelt?

Diesem Vorwurf von Dr. Hans Schneider muss sich die Bibliothek in diesen Tagen stellen. Die Frau des Verlegers hatte der Universitätsbibliothek im Jahr 2000 die rund 3000 Schallplatten umfassende Tonträgersammlung ihres verstorbenen Vaters geschenkt.
Diese Schenkung sollte “eine wertvolle Hilfe in der Ausbildung von Studenten auf dem Gebiet der Musik” leisten. Nun hat Carola Schneider erfahren, dass der Bestand vor einigen Monaten an ein sächsisches Antiquariat verkauft worden sein soll. Auch ihr Mann ist nun in großer Sorge, dass der von ihm gespendete Bücherbestand im Wert von rund 150.000 Euro verkauft werden könnte.

Die Bibliothesdirektorin Dr. Angelika Reich weist diese Vorwürfe zurück. Nach ihren Angaben, wurden lediglich die Tonträger, die bereits in der Bibliothek vorhanden sind, an ein Antiquariat abgegeben, so können von “verscherbeln des kompletten Bestands” keine Rede sein.
Als Grund führte sie Platzprobleme der Bibliothek an, außerdem könne die Bibliothek selbst entscheiden, wie sie mit Geschenken verfahre.

Nun bleibt abzuwarten wie sich der Streit entwickelt, die Unileitung strebt eine hausinterne Klärung an.

[via Eichstätter Kurier]

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