Warum PDF-Dateien verschlüsseln?

Collection by 96dpi Peter Suber schreibt über die Open Access Policy der Fraunhofer-Gesellschaft, die auf Deutsch und Englisch als PDF-Datei veröffentlicht wurde. Dabei moniert er:

Unfortunately, both the German and English versions of the policy are locked PDFs which block cutting/pasting (why?) and I don’t have time to rekey the important passages.

Why? Gute Frage! Wenn man mit wissenschaftlichen Autoren über elektronische Publikationen spricht, stößt man schnell auf einen Wust des Mißtrauens gegen das einfach so ins Netz stellen. Viele Autoren denken offensichtlich, sie müssten ihr Werk in jeder Art und Weise gegen eventuellen Mißbrauch schützen. Worin dieser Mißbrauch genau bestehen könnte, ist meist unklar. Auf Nachfrage wurde mir schon diverse Mal “das Copyright” genannt, das es zu schützen gelte. Abgesehen davon, dass es in Deutschland kein Copyright gibt, sondern ein Urheberrecht, hat dessen Durchsetzung auch wenig bis gar nichts 1) Wenn ich §95a des Urheberrechtsgesetz richtig verstehe, ist die Umgehung technischer Kopierbremsen zwar verboten, aber ebenso einfach wie unnötig. mit technischen Sperren zu tun.

Das es im betrieblichen Umfeld Sinn ergeben mag, PDF-Dateien gegen Veränderung zu schützen oder den Empfängerkreis zu begrenzen, ist klar. Aber vor was fürchtet sich ein wissenschaftlicher Autor? Davor, zu oft zitiert zu werden? Wohl kaum. Wovor dann?

References   [ + ]

1. Wenn ich §95a des Urheberrechtsgesetz richtig verstehe, ist die Umgehung technischer Kopierbremsen zwar verboten, aber ebenso einfach wie unnötig.