25 Jahre c’t – Eine kleine Laudatio

Die c’t, vermutlich jedem bekannt, der sich etwas näher mit EDV und umliegenden Gebieten befasst hat, feiert 25jähriges Jubiläum. Bei SpOn gibt es dazu eine ausnahmsweise tatsächlich interessante Bilderstrecke und auch einen recht lesenswerten Artikel. Da steht zum Beispiel:

Die Geschichte sagt eine Menge aus über die “c’t”. Sie gilt als seriöseste Computerzeitschrift im Lande, vielleicht in Europa. Zugleich ist sie kritisch wie keine andere, erbarmungslos pragmatisch, sachlich und völlig respektlos bis hinein in politische Berichte. Da werden dann beispielsweise die Überwachungsphantasien deutscher Politiker gnadenlos den Tatsachen gegenübergestellt.

Das kann man gar nicht oft genug unterstreichen. Die c’t ist für mich eine der wenigen Periodika, die sich an einen relativ großen Markt richten, dabei jedoch ihren eigenen, hohen Qualitätsstandard nie unterschreitet. Fehler werden, und seien sie noch so banal, in der nächsten Ausgabe korrigiert. Genau das, was hierzulande kaum eine Zeitschrift macht.

Auf dem Zeitungsmarkt ist es ähnlich. Man lese sich z.B. mal eine FR durch. Die Zahl der Tippfehler, verschluckte Halbsätze, vertauschte Überschriften ist enorm und wächst von Ausgabe zu Ausgabe. Es ist eine Sache der Prioritätensetzung. Während die FR vor einiger Zeit kindische Avatare wie “Schwester Alpha” oder “Bronski” 1)woher kommt dieser bescheuerte Name eigentlich? Jedesmal, wenn ich die Leserbriefseite aufschlage, habe ich äußerst lästige Ohrwürmer. einführte, setzt die c’t auf Authentizität und Seriösität und setzt damit journalistische Maßstäbe weit über das Genre des Fachmagazins hinaus.

Eine politische Berichterstattung, wie sie in dem (eigentlich) IT-Magazin c’t stattfindet, wünsche ich mir auch für die großen Tageszeitungen. Dies als Kompliment an die Heise-Redaktion 2) auch wenn ich das neue Ticker-Layout immer noch nicht mag . Herzlichen Glückwunsch, c’t, und auf weitere 25 erfolgreiche Jahre.

[via Rivva]

References   [ + ]

1. woher kommt dieser bescheuerte Name eigentlich? Jedesmal, wenn ich die Leserbriefseite aufschlage, habe ich äußerst lästige Ohrwürmer.
2. auch wenn ich das neue Ticker-Layout immer noch nicht mag