Esoterische Prüfungstäuschung

Hadmut Danisch überlegt, ob es als Täuschungsversuch zu gelten hat, wenn man die Hilfe eines Geistheilers zwecks Absolvierung einer Prüfung in Anspruch nimmt.

Objektiv betrachtet ist es ja kein Betrugsversuch, weil derjenige ja nicht daran vorbeikommt, die Prüfungsleistung selbst zu erbringen. Wenn es dazu führt, daß der Geheilte beim Sex oder in Prüfungen besser ist, weil er auf Geister vertraut und damit auch mehr (falsches) Selbstvertrauen hat, ist das objektiv kein Schwindel.

Objektiv zweifeln könnte allerdings der Prüfer an der Befähigung zum selbständigen wissenschaftlichen Arbeiten, wenn jemand zum Geistheiler geht. Ist das aber ein hinreichender – oder gar zwingender? – Grund, jemanden die Promotion abzuerkennen?

Sobald man die psycho-kinetische Energie nachweisen kann, muss man mit Sicherheit eingreifen.

Bibliothekarisches Handauflegen

http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Laying_on_of_hands.jpg

Etwas, das nur zu dieser Jahreszeit funktioniert: Handauflegen zur Erhöhung der Wahrsagewahrscheinlichkeit bei wenig kommunikativen BibliotheksnutzerInnen.

Schritt 1: NutzerIn kommt auf die Theke zu, legt die Bücher vor den wartenden Bibliothekar, die Ohren voller iPod, den Blick ins Nichts gerichtet.
Schritt 2: BibliothekarIn guckt nicht wie sonst fragend und redet wegen nutzerseits iPod-voller Ohren ins Nichts, sondern legt die Hand aufs vorgelegte Buch.
Schritt 3: Nun kommt’s zum spektakulären Handauflegen! Ist das Buch eiskalt, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass das Buch zurückgenommen werden soll. Ist es dagegen bibliothekswarm, soll es vermutlich ausgeliehen werden.
Schritt 4: … kann nun der Handauflegediagnose entsprechend durchgeführt werden.