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Archiv: öffentliche Bibliothek

Das Umweltbundesamt (UBA) möchte Bürgern Strommessgeräte ausleihen und dafür auf Bibliotheken als “Verleihstationen” zurückgreifen.

Das UBA stellt Bibliotheken [...] ab sofort 500 „Energiesparpakete“ zur Verfügung. Dieses können interessierte Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer ausleihen und damit die häuslichen „Stromfresser“ entlarven. Das Paket enthält neben einem Strom-Messgerät und einem Verlängerungskabel mit Ein-/Ausschalter eine ausführliche Bedienungsanleitung, wichtige Informationen zum Energiesparen und einen Aufsteller zum Bewerben des Angebotes. Ein kleines Messgerät zeigt – zwischen Steckdose und dem zu untersuchendem Gerät gesteckt – den Stromverbrauch eines Elektrogerätes an. So sieht man, ob die Waschmaschine zum Beispiel auch im ausgeschalteten Zustand Strom zieht. Mit dem Messgerät lassen sich auch die jährlichen Betriebskosten des Kühlschranks ermitteln, was eine gute Entscheidungshilfe für eine eventuelle Neuanschaffung schafft.

Diese Dienstleistung ist für Bibliotheken kostenlos. Das UBA gibt die Strommesspakete kostenlos an Bibliotheken aus. Die Kontaktdaten findet sich auf der Webseite mit der UBA-Pressemitteilung.

Drüben bei Netbib wird über eine interessante Online-Demonstration berichtet. Die Webseite der Stadtbibliothek Stühlingen – bzw. eigentlich ist es nur der dort üblicherweise zu findende Inhalt – ist zur Zeit nicht erreichbar. Unter bibliothek.stuehlingen.de wird derzeit statt auf Öffnungszeiten, Lesungen und neu erworbene Bücher auf die Genehmigung eines Windparks hingewiesen. Verantwortlich dafür ist der für diese und andere Stühlinger Webseiten ehrenamtlich tätige Webmaster Ueli Joss.

Laut Südkurier fordert Joss, dass “alle relevanten Unterlagen” zum Vorgang bis zum 17. April öffentlich gemacht werden. Andernfalls würde er die von ihm betreuten Seiten nur gegen einmalige Zahlung von 5000 Euro und Stundenhonorar wieder zugänglich machen und weiter pflegen. Das Geld sei für Initiativen gegen die Windkraftanlagen gedacht.

Die Besetzung der Webseite hat für die Stadtbibliothek auch Konsequenzen abseits des Web. Wie der Südkurier in einem weiteren Artikel berichtet, enthält die Webseite “umfangreiches organisatorisches und administratives Handwerkszeug”. In der Folge müsse die Bibliothek bis auf weiteres geschlossen werden. Ausleihfristen würden zwar verlängert, aber das Bibliotheksteam habe zur Zeit keinen Zugriff auf die eigene Webseite und offensichtlich dringend benötigtes Handwerkszeug.

Ist das noch eine Online-Demonstration? Was sagt uns das über das Ehrenamt in Bibliotheken? Unabhängig von der persönlichen Meinung zum Thema mutet es seltsam an, das ein Ehrenamtlicher eine gesamte Stadtbibliothek zur Verfolgung eigener politischer Ziele schließen kann. Und ebenso merkwürdig ist es, dass das Bibliotheksteam keinen Zugriff auf das eigene Handwerkszeug hat. Dazu fällt mir wieder eins meiner Lieblingspostings aus von Jakob Voss ein. Vor fast genau fünf Jahren schrieb er:

Ich finde es äußerst problematisch, wie sich Bibliotheken unnötig in Abhängigkeit von Firmen begeben [...] und dabei ihrer eigenen Handlungsspielräume und Fähigkeiten einschränken. “Mal schnell” etwas an der Webseite oder am OPAC ändern geht nicht dann nicht mehr so einfach und/oder kostet zusätzlich Geld.

Ist das utopisch für kleine Bibliotheken?

Die Taz berichtet über die Nöte der Lübecker Stadtbibliothek:

Wo alter Reichtum und steter Verfall so krass aufeinandertreffen wie kaum irgendwo sonst: Schätze aus zehn Jahrhunderten muss die Lübecker Stadtbibliothek hüten – hat aber nicht mal Mittel zum Erhalt ihrer Zweigstellen. Auftakt zur neuen Serie über norddeutsche Bibliothekszustände

In der nächsten Folge soll es um die Schweriner Stadtbibliothek gehen.

Ahoi! Heute ist wieder Talk Like A Pirate Day! Die Landratten in der neuen Welt wissen, was zu tun ist. Aye, auch in Kinderbibliotheken!

Auf der Schatzkarte war nicht auch nur ein Piratenfest in einer Stadtbibliothek hierzulande zu finden, arrr! Da müssen wohl einige über die Planken gehen….

Im Portal Frag den Staat, in dem Anfragen im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes online gestellt und ganze Vorgänge veröffentlicht werden können, hat jemand seine Korrespondenz zu einer Anfrage bezüglich der Kosten der Onleihe öffentlich gemacht. Die Frage lautete:

Wieviel Geld hat Düsseldorf 2011 für die “Onleihe” der kommunalen Bibliothek insgesamt bezahlt?

Die Antwort der Landeshauptstadt Düsseldorf / Stadtbüchereien Düsseldorf:

im Jahr 2011 betrugen die Kosten der Onleihe bei den Stadtbüchereien Düsseldorf insgesamt 56.685,- EUR.

Der ganze Vorgang ist hier nachzulesen.

One could receive the impression that live music in a library is always on the folky side of life. Maybe often, but not always! Here is ambient worker Chuck van Zyl with an unknown track at the the Free Library of Philadelphia.

If you find nice clips of live gigs in libraries please tell me in the comments! All songs will be tagged with “live in the library“.

Laut Heise verlangt die SABAM (so etwas wie die belgische VG Wort oder GEMA?) nun Gebühren für das Vorlesen von Büchern in Bibliotheken:

Belgische Bibliotheken sollen Urheberrechtsabgaben zahlen, wenn sie Vorlesestunden für Kinder veranstalten. Mit dieser Forderung ist der belgische Rechteverwerter Sabam an mehrere Stadtbibliotheken herangetreten, wie die belgische Tageszeitung De Morgen am Dienstag meldet. Wer ein urheberrechtlich geschütztes Buch in einer Bibliothek vor Publikum laut vorlese, müsse an den Rechteinhaber zahlen, so die Forderung der Sabam.

Fällig seien etwa 250 Euro pro Jahr.

Ich wage die These: Wenn Kindern in Bibliotheken nicht mehr oder aber weniger vorgelesen wird, werden sie mit geringerer Wahrscheinlichkeit fleissige Bücherkäufer werden. Das klingt für mich nach einem klassischen Schuss ins eigene Knie.

Hat jemand hier ein paar Kenntnisse der VG Wort-Tarife? Für Veranstalter von Lesungen finde ich da folgende Angaben:

Die VG WORT nimmt das Recht des öffentlichen Vortrags eines erschienen [sic!] Werkes (§ 19 Abs. 1 UrhG) wahr.

Hierunter fallen insbesondere Lesungen.

Im Merkblatt Vortragsrecht (PDF) sind auch Tarife zu finden. Pauschaltarife für Bibliotheken habe ich nicht gefunden. ÖB-KollegInnen, wie sieht’s aus?

PS: Über den Wikipedia-Artikel zur SABAM findet man auch diesen amüsanten Artikel über die belgische GEMA-Schwester.

Bulgarian folk music? Maybe. Anyway, Lele Lele played at the Bokfestivalen 2011 in November 2011 at the Vallentuna bibliotek in Sweden. Here they perform “Yove Malai Mome”:

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Murzik call themselves a “Dark Folk / neofolk band formed in Minneapolis, Minneapolis in 2003″. Nine years later they played at the James J. Hill Reference Library. Does anyone know the name of the song? “Book It: The Party” is only the name of the event.

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Live in the library 19: Murzik – unknown song von CH steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. blogoscoop
Infobib läuft unter Wordpress.3.0.5 | Theme: angepasst nach : Gabis Wordpress-Templates | Creative Commons Lizenzvertrag 25 Verweise - 0.383 Sekunden.