Bücherdieb mit bibliothekarischer Sorgfalt

Die FAZ berichtet heute auf ihrer Seite 12 (online leider nur kostenpflichtig) über einen der größten Fälle von Bücherklau der vergangenen Jahre:
Über 1000 Werke entwendete der Bücherdieb vorwiegend aus der Bibliothek des John F. Kennedy-Instituts in Berlin-Dahlem, aber auch aus Bibliotheken und Amerika-Häusern in Essen, Köln, Duisburg, Düsseldorf und Bochum. Dabei ging es ihm offenbar nicht darum, aus dem Diebesgut Profit zu schlagen. Denn die Bücher, hauptsächlich zum Thema amerikanische Geschichte im Allgemeinen sowie Biographien von Präsidenten und anderen wichtigen Persönlichkeiten, waren zum Teil so stark beansprucht, dass eine Rückgabe an die besitzenden Bibliotheken nicht mehr möglich war. Bezüglich der Rückgabe an die Besitzer hat der Dieb – fast nach Bibliothekarsmanier – der Polizei einige Arbeit abgenommen: “In jedes der entwendeten Bücher vermerkte er handschriftlich das Datum des Diebstahls sowie die bestohlene Bibliothek.”