PDF/A vs. Open Access?

Subjektive Meinung: PDF/A ist der vermutlich am schlechtesten implementierte Standard seit Erfindung von Dokumentstandards überhaupt. Es ist veröffentlichungswilligen und dem Open Access zugeneigten Autoren kaum zumutbar, schon vorhandene Dokumente in standardkonformes PDF/A zu konvertieren. Kaum eine Lösung hält, was sie verspricht, bei fast jeder Konvertierung schlägt irgend etwas fehl. Auf meinen Hilferuf zur PDF/A-Konvertierung haben sich etliche Leute bei mir per Mail gemeldet. Alle mit dem gleichen oder zumindest ähnlichen Problemen.

Wie ist Abhilfe zu schaffen? Eine mögliche Lösung scheint mir, auf die konsequente Einhaltung des PDF/A-Standards bei Dokumentenservern zu verzichten. Wer etwas veröffentlichen will, sollte nicht mit allzu vielen technischen Hürden belastet werden. So wie es momentan aussieht, steht die an sich gute Idee, einen offenen und einheitlichen Standard für Dokumentenserver zu verwenden, einer breiten Akzeptanz der Selbstarchivierung entgegen.

Es ist einfach lächerlich, dass jeder Autor vor der Archivierung seiner Dokumente drei Semester PDF/A studieren muss. Um eine breite Akzeptanz von OA zu erzielen, müssen wir es den Autoren so einfach wie möglich machen. Youtube und Slideshare müssen zumindest hierbei Vorbilder sein. Klar ist, dass eine solche Einfachheit vermutlich nicht erreicht werden kann. Zu unterschiedlich sind die Ziele der Dienste. Aber als Richtlinie kann und soll der Veröffentlichungsvorgang bei solchen Angeboten dienen.

Bleibt das Problem der Langzeitarchivierung. Eine mögliche Umsetzung wäre, diese zentral z.B. durch die DNB zu organisieren. Sie sollte auf jeden Fall nicht zum Problem der Autoren werden.

Ich bitte um Meldung in den Kommentaren: An welcher Bibliothek funktioniert der Umgang mit PDF/A auch nur halbwegs problemlos?