Innovation gegen anfänglichen Widerstand: Amazon-Recommender

Greg Linden beschrieb 2006, wie er die Recommender-Funktion bei Amazon gegen den Widerstand des Managements durchsetzte. Nachdem er die Idee dazu hatte, setze er erst einmal einen Prototypen auf und führte ihn verschiedenen KollegInnen vor.

While the reaction was positive, there was some concern. In particular, a marketing senior vice-president was dead set against it. His main objection was that it might distract people away from checking out — it is true that it is much easier and more common to see customers abandon their cart at the register in online retail — and he rallied others to his cause.

Linden wurde die Weiterentwicklung des Prototypen verboten. Er widersetzte sich diesem Verbot und bereitete eine Version vor, die im Echtbetrieb getestet werden konnte. Gegen sein Ansinnen, diesen Test dann auch durchzuführen, gab es keine schlagkräftigen Argumente. Im Testbetrieb zeigte sich dann, was für ein enorm wichtiges Instrument die Recommender-Funktion für Amazon sein könnte. Sein Fazit:

Creativity must flow from everywhere. Whether you are a summer intern or the CTO, any good idea must be able to seek an objective test, preferably a test that exposes the idea to real customers.

Everyone must be able to experiment, learn, and iterate. Position, obedience, and tradition should hold no power. For innovation to flourish, measurement must rule.

Mein Fazit: dito. Wer ausschließlich oder auch nur vorwiegend Top-Down denkt, schließt die Entwicklung einer innovativen Organisation aus. Dies ist eine Binsenweisheit, hat sich aber noch nicht überall herumgesprochen.

[via Daniel Lemire]