Das Internet als digitales Gedächtnis

Wir speichern Unmengen von digitalen Daten. Das Internet wird zum Weltgedächtnis. Wird es in einigen Jahrzehnten vielleicht möglich sein, eine virtuelle Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen? Mehr dazu im NZZ online-Artikel “Die megalomanische Merkmaschine”.

Das Vergessen bekommt im digitalen Zeitalter eine neue Bedeutung. Der NZZ online-Artikel “Lob des Verfallsdatums” zeigt Möglichkeiten zum digitalen Vergessen auf.

3 Gedanken zu „Das Internet als digitales Gedächtnis“

  1. Ich verstehe dieses allgegenwärtige Lamento über den “Vergessensmangel” nicht, der auch hier die Schlusspointe hergibt:

    Erst wenn künftige Betriebssysteme Dateien altern lassen werden wie Laub, werden die digitalen Maschinen nicht nur ein technischer Fortschritt sein, sondern auch ein kultureller.

    Ist nicht der Sinn elektronischer Datenverarbeitung, dass sie eben nicht funktioniert wie ein Menschengedächtnis? Wer Daten “verfallen lassen” will, statt sie zu organisieren, verlangt doch nicht weniger, als dass sich der Fortschritt selbst abschafft.

  2. Es kann sein, dass dieses “Riesengedächtnis überschätzt wird. Letztendes haben nur wenige die Möglichkeiten diese Datenmengen zu speichern. Das sind staatliche Stellen und ein paar private, wie bspw. Google. Diese Bereiche könnte man politisch Regeln. Es geht also weniger darum, wie ein normales meschliches Gedächtnis (spontanes Vergessen, Verdrängungsmechanismen, Vertiefung durch Übung etc.) zu funktionieren, sondern durch bewusste Steuerung den Verlauf zu entscheiden.

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