Samsung-Server und andere Abhängigkeiten

Zur Zeit sind ein paar Server bei Samsung und anscheinend auch bei Sony ausgefallen. Dieser Ausfall führt dazu, dass sehr viele Menschen mit “Smart”-TVs dieser Hersteller keine Onlinedienste wie z.B. Netflix oder Youtube nutzen können. Dabei fragt man sich: Wieso ist ein Samsung-Server notwendig, wenn man mit seinem Fernseher auf Netflix zugreifen möchte? Was ist, wenn Samsung insolvent wird oder einfach aus strategischen Gründen kein Interesse mehr daran hat, die Server weiterzubetreiben?

Diese Infrastruktur wirft mehrere Fragen auf.

  1. Warum ist ein Server A notwendig, wenn ich mit Client B auf Dienst C zugreifen möchte?
  2. Was geschieht, wenn Samsung den Server eines Tages nicht mehr oder nicht mehr in dieser Form betreiben möchte?
  3. Welchen Zweck verfolgt Samsung damit? Werden Daten erhoben? Was wird damit gemacht?

Die Abhängigkeit der Nutzer von technischen Marotten der Geräte- und Plattformanbieter ist gewaltig und nimmt tendenziell zu. Umso wichtiger, dass solche Infrastrukturen nicht durch Bibliotheken finanziert und salonfähig gemacht werden. Denn auch E-Books sind teilweise von zentralen Servern abhängig, wie man z.B. schon bei Adobes DRM erfahren musste.

Sony stoppt Diskettenproduktion

Von \ ( 1) Bild von “Great Beyond”, CC: BY-NC-SA )

Im März 2011 stellt das Unternehmen den Verkauf des Speichermediums in Japan ein. Dort bedient es rund 70 Prozent des Markts. In den meisten Ländern außerhalb Japans bietet Sony schon jetzt keine 3,5-Zoll-Disketten mehr an.

[via ZDNet]

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1. Bild von “Great Beyond”, CC: BY-NC-SA