Aus “Password” wird “Open Password”

Willi Bredemeiers Password wurde kürzlich eingestellt. Als Nachfolger steht nun Open Password bereit. Im Mission-Statement findet sich folgender Passus:

„Open Password“ fühlt sich dem ethischen Impetus der Open-Access-Bewegung verpflichtet. Alle Beiträge können kostenfrei herunter geladen oder per E-Mail bezogen werden.

Open Access meint mehr als bloßen Download. Aus der Berliner Erklärung (PDF):

Die Urheber und die Rechteinhaber solcher Veröffentlichungen gewähren allen Nutzern unwiderruflich das freie, weltweite Zugangsrecht zu diesen Veröffentlichungen und erlauben ihnen, diese Veröffentlichungen – in jedem beliebigen digitalen Medium und für jeden verantwortbaren Zweck – zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu übertragen und öffentlich wiederzugeben sowie Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbreiten, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird. (Die Wissenschaftsgemeinschaft wird, wie schon bisher, auch in Zukunft Regeln hinsichtlich korrekter Urheberangaben und einer verantwortbaren Nutzung von Veröffentlichungen definieren) Weiterhin kann von diesen Beiträgen eine geringe Anzahl von Ausdrucken zum privaten Gebrauch angefertigt werden.

Wenn als Zielgruppen u.a. Informationswissenschaftler und “Informationspolitiker” angesprochen werden, sollte hier mit gängigen Definitionen gearbeitet werden. Open Password steht anscheinend nicht unter einer freien Lizenz. Re-Use ist nicht vorgesehen, von Open Access kann also keine Rede sein. Dies lässt sich natürlich noch beheben, bis jetzt heißt es schließlich noch: Password entsteht. In diesem Sinne ist den Password-MacherInnen viel Spaß und Erfolg zu wünschen.

PS: Und ich hoffe, dass der Push-Dienst nun ordentlich verlinkt, auch bei Tweets.

[via Inetbib]