DRM, eBooks, Wasserzeichen & das Jodeldiplom

Keep an eye on DRM, meint John Blyberg. Positiv fällt ihm auf, dass nun endlich alle großen Musikkonzerne auf DRM verzichten.

While I think this particular trend is encouraging, we ought not throw a ticker-tape parade just yet. It seems that in place of DRM, studios are opting for digital watermarks. What that means is that every music download will have, embedded in it, a unique serial number that ties that file with the original purchaser. Obviously, this carries with it some significant privacy concern.

David Kravets berichtet über Szenarien, wie diese Wasserzeichen zum Einsatz kommen könnten:

EFF’s Von Lohmann speculated that watermarks could even enable ISPs to filter out peer-to-peer traffic when they detect a copyright work in transit.

It’s no secret that the Motion Picture Association of America and the Recording Industry Association of America are working with ISPs toward the goal of network-wide piracy filters. Representatives from AT&T discussed that at the Consumer Electronics Show in Las Vegas on Tuesday.

But Von Lohmann added it’s too soon to conclude that watermarks will be put to that kind of Orwellian use.

Es ist höchst unwahrscheinlich, dass sich die Musikindustrie diese Gelegenheit entgehen lassen wird, wieder mal juristisch gegen ihre Kunden vorzugehen. In diesem Zusammenhang interessant ist jedoch, was sich für Anwendungsmöglichkeiten für staatliche Kontrollorgane bieten. “Wassergezeichnete” eBooks könnten auf dem Weg von einem Leser zum anderen verfolgt werden.

Ein anderes Thema ist die Benutzerfreundlichkeit der eBook-Reader. Durch künstliche Beschränkungen wird der Käufer gegängelt, z.B. beim Kindle. Das beinhaltet zum einen natürlich DRM, aber auch die Schaffung proprietärer Formate. Dem Kindlehacker Igor Skochinsky im Interview mit Humayun Kabir:

HK: Is there any fundamental difference between Mobipocket and Kindle formats? If so, what kind of?

Igor: The .azw format is exactly the same as Mobipocket.

Mit anderen Worten: Das azw-Format heißt azw-Format, weil man unbedingt was eigenes haben wollte. Für den Fall empfiehlt sich eigentlich das Jodeldiplom, dann erübrigt sich die Nutzerschikane.