Was macht eigentlich… Libreka?

Vor einigen Monaten haben wir hier schon einmal über Libreka berichtet, unter anderem auch darüber, dass die Nutzungsbedingungen für Verleger wenig verlockend sind. Einer der Hauptkritikpunkte war die gnadenlose Ineffizienz des Projektes. Katja schrieb im Buchmessenblog:

Fakten auf den Tisch: von den 19.000 im VLB derzeit vertretenen Verlagen haben es knapp 350 geschafft, bisher etwa 8.000 Bücher einzuscannen, zu hosten und für libreka freizugeben.

Nun sind fünf Monate vergangen. Zeit für eine kleine Medienzählung. Freundlicherweise ist bei den einzelnen Kategorien angegeben, wieviele Medien jeweils enthalten sind.

Kategorie Medieneinheiten
Belletristik 1.873
Geisteswissenschaften, Kunst, Musik 4.104
Kinder- und Jugendbücher 393
Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik 1.549
Reise 275
Sachbuch 1.134
Schule und Lernen 851
Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft 3.677
Gesamt 13.856

Prozentual ein beeindruckender Zuwachs. Absolut jedoch eher dürftig. Ob die Zahl wirklich stimmt, lässt sich auch schwer überprüfen. Wenn man eine leere Suchanfrage abschickt, bekommt man nämlich die Treffer 1 – 10 von 16.106 angezeigt. Ein Unterschied von knapp 15% zu den oben berechneten 13.856 ist eindeutig signifikant. Ich konnte leider auch nicht prüfen, ob eventuell ein Buch in mehreren Kategorien enthalten ist. Benutzt man nämlich die Funktion Suche innerhalb dieser Ergebnisliste für die Suche innerhalb der einzelnen Kategorien, erhält man die selbe Ergebnisliste, in welcher Kategorie man sich auch befindet.

Auf die Frage, was Libreka eigentlich so macht, kann man also nur antworten: Weiterhin keinen guten Eindruck.