Fundstelle: Das Innovationsparadox

Aus “Innovation und Information : Wie in Unternehmen neues Wissen produziert wird” von Wolfgang Scholl, S. 5. Online als DOC erhältlich oder in Googles HTML-Fassung.

  • Konflikte über den besten Weg zum Erfolg sind eigentlich nicht überraschend, aber manchmal eskalierten sie derart, dass der Innovationsprozess zusammenbrach, selbst wenn ähnliche Prozesse anderswo oder sogar von denselben Fachleuten früher erfolgreich abgeschlossen wurden.
  • Andere Innovationsprozesse kamen einfach nicht voran und verliefen schließlich fast unbemerkt im Sande.
  • Es gab Innovationsfälle, bei denen nach jedem gelösten Problem neue auftauchten, so dass viel versprechende Innovationen als bittere Misserfolge endeten.
  • Grundlegende Erfindungen wurden zufällig, d. h. während der Verfolgung ganz anderer Ziele entdeckt.
  • Trotz sorgfältiger und aufwendiger Planung scheiterten Innovationen an einzelnen Fehleinschätzungen.
  • Andererseits verliefen einige wenige Innovationen so glatt, dass sich angesichts der vielen Schwierigkeiten in vergleichbaren Fällen eher die Kategorie „glückliche Umstände“ als „gutes Management“ aufdrängt.
  • Manche Innovation konnte nur konspirativ erfolgreich abgeschlossen werden, also gegen die Planungen und Entscheidungen des übergeordneten Managements.
  • Die meisten Innovationen haben für die Realisierung sehr viel mehr Zeit benötigt als ursprünglich geplant, eine Verdopplung der Zeit war fast normal.