#notourpatrons – nicht gehaltener Lightning Talk über Nutzerforschung

Auf dem 2. Deutschen VuFind-Anwendertreffen wollte ich eigentlich einen Lightning-Talk mit der Kernaussage halten, dass die einschlägig bekannten Nutzerstudien viele hilfreiche Ansatzpunkte zur Verbesserung von Dienstleistungen bieten können. Der Talk fand nicht statt, aber die Folien möchte ich nun nicht einfach auf der Festplatte in Vergessenheit geraten lassen. 1) Besonders den Hinweis auf den INETBIB-Vortrag von Ursula Schulz möchte ich als leichten Einstieg in die Materie hier noch einmal explizit empfehlen. Ebenso deutlich möchte ich erwähnen, dass im Einzelfall lokale Bedürfnisse und Voraussetzungen von den “Standard-Empfehlungen” abweichen können.

Ein gutes Beispiel wurde während des Treffens von Jessica Drechsler vorgeführt (PDF). Sie präsentierte die VuFind-Installation des Georg-Eckert-Instituts für Internationale Schulbuchforschung (GEI). Deren Nutzerschaft ist hochspezialisiert und hat ein ebenso spezielles Suchverhalten. Die Suche nach Titeln oder Autoren funktioniert bei Schulbüchern anscheinend oft nur schlecht oder gar nicht. Ein vielleicht denkbarer Fall wäre die Suche nach Grundschulliteratur (Schulform) aus den 80er-Jahren (Zeitraum) in Südafrika (Land) für ein bestimmtes Schulfach. Ein einfacher Suchschlitz ist in hier nicht das ideale Suchwerkzeug.

Wenn man partout seine NutzerInnen nicht befragen möchte, sind die Standard-Faustregeln sicherlich eine gute Richtlinie. Im Idealfall müssten im Zuge der lokalen Anpassungen wie beim GEI einige dieser Regeln über Bord geworfen werden.

Frei nach Ranganathan: Jedem Benutzer seine Suchwerkzeuge. Oder zumindest jeder Bibliotheksbenutzerschaft.

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1. Besonders den Hinweis auf den INETBIB-Vortrag von Ursula Schulz möchte ich als leichten Einstieg in die Materie hier noch einmal explizit empfehlen.