Urheberrechtstagung 2007 in Göttingen

http://urheberrechtstagung.de/:

Am 31.10.2007 veranstaltet der Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftrecht, Rechtsvergleichung, Multimedia- und Telekommunikationsrecht (Prof. Dr. Gerald Spindler) in Zusammenarbeit mit der SUB Göttingen eine Tagung zum Thema

“Der Zweite Korb Urheberrecht”

Was bringt die Reform den Bibliotheken, Universitäten und Verlagen?

Nachdem sich die Reformbemühungen des Gesetzgebers zur Anpassung des Urheberrechts an die Informationsgesellschaft nun nach zähem Ringen der Intermediäre um einen gerechten Interessenausgleich einem Ende zuneigt haben, stellt sich für eine Vielzahl von Einrichtungen die Frage:

“Was hat die Reform des Urheberrechts an neuen Regelungen gebracht?”

Die Referenten, welche die gesetzgeberische Ausgestaltungen des Zweiten Korbs als Gutachter des Bundesjustizministeriums teilweise unmittelbar begleitet haben und zumeist langjährig mit urheberrechtlichen Fragestellungen konfrontiert sind, versuchen auf diese Frage eine befriedigende Antwort zu geben.

Neben Bibliothekaren, Archivaren und Mitarbeitern von Bildungseinrichtungen richtet sich die Veranstaltung auch an Verlage und Praktiker aus dem Bereich des Urheberrechts und des Verlagsrechts (gewerblicher Rechtsschutz), welchen auf diesem Wege ein erster Überblick über die Änderungen gegeben werden soll.

Bibliothekarischer Irrsinn

D-Radio-Kultur berichtet über die Ausstellung “Frühmoderne Bücherwelten. Die Bibliothek des 18. Jahrhunderts und das hallesche Waisenhaus”.

Neben allerlei Wissenswertem ist besonders der letzte Abschnitt des Artikels interessant:

Julius Hamberger dagegen, Mitarbeiter der vorbildlich geführten Göttinger Universitätsbibliothek, trat an, die Risse in der Bücherwelt zu kitten. In München sollte er beim Katalogisieren der in Süddeutschland massenhaft anfallenden Klosterbibliotheken helfen. Er verlor die Schlacht. Der Bibliothekar, so erfährt man im ebenso fakten- wie anekdotenreichen Katalog, starb 1813 im Irrenhaus. Das wohlgeordnete Bücherparadies war ihm zur Hölle geworden.

Süddeutsche Klosterbibliotheken treiben also schon seit Jahrhunderten Kollegen ins Irrenhaus.