Umgang mit korrigierten Artikeln in Verlagsarchiven

Christiane Schulzki-Haddouti macht sich Gedanken über die Nachhaltigkeit von Informationen, die in privatwirtschaftlichen Pressearchiven aufbewahrt werden. Aktueller Anlaß ist die Öffnung des Spiegelarchivs, in dem jedoch nicht alle Artikel enthalten sind. Umstritten ist wohl der über den Reichstagsbrand (dazu der Nachrichtendienst für Historiker), und schon entfernt ist der über die Barschelaffäre (dazu Robert Leicht bei Zeit Online).

Es stellt sich die Frage, wie sich der Umgang mit Online-Medienarchiven entwickeln wird. Ist eine Entfernung überhaupt zu rechtfertigen? Wird damit nicht auch ein Stück Mediengeschichte manipuliert? Online sind schnell ein paar Bits gelöscht – eine Entfernung aus einem Print-Archiv würde aber ernstlich niemand anstreben wollen.

Das wäre wohl auch alles andere als einfach, mal eben einen Spiegelartikel aus allen Bibliotheken verschwinden zu lassen.