Tracking durch "Googles Web Fonts" – reloaded

Im März 2012 fragte ich mich und das Web, ob Tracking via Googles Web Fonts möglich sei. Damals hieß es, das sei vermutlich nicht möglich. Nun steht in der aktuellen c’t (Herbert Braun: “Undercover – wie Google-Werkzeuge auf fremden Websites Daten sammeln”, c’t 11/2014, S. 135):

Immer mehr Webdesigner haben die Nase voll vom Arial-Times-Verdana-Einheitsbrei und nutzen Webfonts, die inzwischen auf allen nennenswerten Browsern laufen. Weil die Einbettung nicht ganz trivial ist und Ärger mit den Font-Lizenzen droht, hat Google die Chance ergriffenund eine kostenlose Bibliothek von mehreren hundert passablen bis guten Schriftarten samt Werkzeug zum Einbetten zur Verfügung gestellt. Die unter Google Fonts bereitgestellten Schriftarten kann man zwar auch auf den eigenen Server kopieren, aber weil sich kaum jemand die Mühe macht, kommt Google mit dem Gratisangebot auf seine Kosten.

Wie schon vor zwei Jahren bitte ich um fachkundige Antwort: Ist das also doch möglich?

3 Gedanken zu „Tracking durch "Googles Web Fonts" – reloaded“

  1. Moin Christian,

    sobald der Browser die Schrift über die Web-Fonts-API anfragt, kann bei Google die IP des Clients geloggt werden. Rein technisch ist es möglich den Client über sämtliche Seiten, die Web Fonts einsetzen zu verfolgen. Insofern Google die Daten in einen Topf wirft und mit ihren anderen Diensten zusammenführt (Analytics etc.), ist man über weite Teile des Netzes trackbar.

    Eike

  2. Vielen Dank! Das dort erwähnte Plugin ist allerdings nur Symptombekämpfung.

    Das Problem ist vielen vermutlich nicht klar. WP sollte die Einbindung stoppen, ebenso sollten Designer aufgeklärt werden. Im Zweifel entscheidet sich doch fast jeder für das schönere Theme und beschäftigt sich wenig bis gar nicht mit der zugrunde liegenden Architektur.

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