Bayeux – Bastelset für mittelalterlich erscheinende Dokumente

Wer auf die Schnelle ein Dokument erstellen möchte, dass gar mittelalterlich erscheint, kann dafür das Historic Tale Construction Kit Bayeux verwenden. Ob man Historiker damit überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber immerhin kann man damit solch …

Wer auf die Schnelle ein Dokument erstellen möchte, dass gar mittelalterlich erscheint, kann dafür das Historic Tale Construction Kit Bayeux verwenden. Ob man Historiker damit überzeugen kann, wage ich zu bezweifeln. Aber immerhin kann man damit solch überzeugende Fälschungen wie diese hier herstellen:

Facebook, Cambridge Analytica, BigBrotherAwards

Die Schweinigeleien von Facebook und Cambridge Analytica sind in aller Munde. Laut aktuelleren Nachrichten soll Cambridge Analytica sogar Zugriff auf private Nachrichten gehabt haben: The data consulting firm Cambridge Analytica, which harvested as many as 87 million Facebook users’ personal data, also could have accessed the private inbox messages of some of those affected. Facebook … Continue reading “Facebook, Cambridge Analytica, BigBrotherAwards”

Die Schweinigeleien von Facebook und Cambridge Analytica sind in aller Munde. Laut aktuelleren Nachrichten soll Cambridge Analytica sogar Zugriff auf private Nachrichten gehabt haben:

The data consulting firm Cambridge Analytica, which harvested as many as 87 million Facebook users’ personal data, also could have accessed the private inbox messages of some of those affected. Facebook slipped this previously undisclosed detail into the notifications that began appearing at the top of News Feeds on Monday. These alerts let users know whether they or their friends had downloaded a personality quiz app called This Is Your Digital Life, which would have caused their data to be collected and potentially passed on to Cambridge Analytica.

Eine knappe Analyse des Vorgangs liefert Frank Rieger, der die Zerschlagung Facebooks fordert.

Es sollte aber auch schnellstmöglich ein Gesetz erlassen werden, das Facebook & Co. zwingt, in Echtzeit offenzulegen, wer wieviel für welche Inhalte bezahlt und nach welchen Kriterien genau personalisiert und gezielt ausgeliefert wird. Diese Förderung zielt natürlich ins Herz des Geschäftsmodells der Plattformen. Aber wir stehen vor der Wahl ob wir die Funktionsfähigkeit der Demokratie dem Gewinninteresse einiger Silicon-Valley-Giganten opfern wollen – oder lieber nicht. Die Entscheidung sollte nicht schwer fallen.

Wie sehr den Dauerregierungenden der C*U das Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt, sieht man an ihrer Wertschätzung des Datenreichtums (siehe auch Neusprech.org), auch wenn sich der Wolf inzwischen einen modischen Schafspelz zugelegt haben mag.

Wer einen informativen Abend damit verbringen möchte, die größeren Datenschutz- und Überwachungsskandale des letzten Jahres zusammengefasst präsentiert zu bekommen, sollte sich am Freitag, 20. April 2018 ab 18 Uhr nichts vornehmen. Dann kann man vor Ort in Bielefeld oder per Livestream die Verleihung der BigBrotherawards 2018 verfolgen.

BigBrotherAwards 2018 – Trailer from Digitalcourage e.V. on Vimeo.

Handreichung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Bibliotheken

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, siehe auch Wikipedia oder diese Übersichtsseite) treibt zur Zeit wohl viele um. Elke Brehm, Karin Knaf und Armin Talke haben sich eingehend mit den Auswirkungen auf das Bibliothekswesen beschäftigt. Das Ergebnis dieser Beschäftigung liegt nun als Handreichung auf dem Repositorium der Uni Hannover. Brehm, E.; Knaf, K.; Talke, A.: Datenschutz ab Inkrafttreten … Continue reading “Handreichung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Bibliotheken”

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, siehe auch Wikipedia oder diese Übersichtsseite) treibt zur Zeit wohl viele um. Elke Brehm, Karin Knaf und Armin Talke haben sich eingehend mit den Auswirkungen auf das Bibliothekswesen beschäftigt. Das Ergebnis dieser Beschäftigung liegt nun als Handreichung auf dem Repositorium der Uni Hannover.

Brehm, E.; Knaf, K.; Talke, A.: Datenschutz ab Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung – Handreichung für Bibliotheken. – Hannover : Institutionelles Repositorium der Leibniz Universität Hannover, 2018. DOI: https://doi.org/10.15488/3069

Sankey-Diagramme online generieren

Sankey-Diagramme erfreuen sich zunehmender Popularität. Mit ihnen kann man Mengenflüsse darstellen. Sie selbst zu bauen, ist nicht ganz so einfach, wenn man kein passendes Werkzeug kennt. Wenn man diese Art von Diagrammen nur sehr selten benötigt, kann man dafür ein Online-Tool wie Sankeymatic verwenden. Das oben angezeigte Bild wurde mit folgenden Parametern erstellt. Bibliothek [200] … Continue reading “Sankey-Diagramme online generieren”

Sankey-Diagramm-Beispiel
Nutzerströme in die Lesesäle, ins Bistro und wieder hinaus.

Sankey-Diagramme erfreuen sich zunehmender Popularität. Mit ihnen kann man Mengenflüsse darstellen. Sie selbst zu bauen, ist nicht ganz so einfach, wenn man kein passendes Werkzeug kennt. Wenn man diese Art von Diagrammen nur sehr selten benötigt, kann man dafür ein Online-Tool wie Sankeymatic verwenden.

Das oben angezeigte Bild wurde mit folgenden Parametern erstellt.

Bibliothek [200] Lesesaal 1
Bibliothek [400] Lesesaal 2
Bibliothek [600] Lesesaal 3
Lesesaal 1 [90] Bistro
Lesesaal 2 [100] Bistro
Lesesaal 3 [400] Bistro
Bistro [100] Ausgang
Bistro [290] Ausgang
Bistro [200] Ausgang
Lesesaal 1 [110] Ausgang
Lesesaal 2 [300] Ausgang
Lesesaal 3 [200] Ausgang

Sollten die Ströme nicht valide sein, wird dies von Sankeymatic hilfreicherweise angezeigt.

1. Bibliothekspolitischer Kongress im Live-Stream

Der 1. bibliothekspolitische Kongress findet heute und morgen in der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Auf der Webseite gibt es einen Live-Stream. Schon das Thema des sogenannten Begrüßungsgesprächs klingt äußerst interessant: “Wie verändern sich Bibliotheken, um Zugänglichkeit und soziale Teilhabe auch in der digitalen Welt zu gewährleisten?” Ansonsten bietet das Programm fast ausschließlich Digitalisierung und ein … Continue reading “1. Bibliothekspolitischer Kongress im Live-Stream”

Der 1. bibliothekspolitische Kongress findet heute und morgen in der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Auf der Webseite gibt es einen Live-Stream. Schon das Thema des sogenannten Begrüßungsgesprächs klingt äußerst interessant: “Wie verändern sich Bibliotheken, um Zugänglichkeit und soziale Teilhabe auch in der digitalen Welt zu gewährleisten?”

Ansonsten bietet das Programm fast ausschließlich Digitalisierung und ein wenig Nachhaltigkeit. Ich hätte mir von einem bibliothekspolitischen Kongress mehr Diskussion über soziale Spaltung etc. erhofft, aber da die Veranstaltung als erste ihrer Art angekündigt ist, werden sicherlich noch weitere folgen. Ich hoffe, es wird zusätzlich zum Live-Stream noch eine Tagungsberichterstattung geben.

PEER-UP: Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich

Im BMBF-Projekt PEER-UP soll an der TU Dresden über die Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich geforscht werden. Aus der Pressemitteilung: Hochschulen nehmen in modernen Innovationssystemen unbestritten eine Spitzenstellung in der Wissensproduktion ein. Die Unabhängigkeit der Universitäten wird dabei im Wesentlichen durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt. Entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse, … Continue reading “PEER-UP: Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich”

Im BMBF-Projekt PEER-UP soll an der TU Dresden über die Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich geforscht werden. Aus der Pressemitteilung:

Hochschulen nehmen in modernen Innovationssystemen unbestritten eine Spitzenstellung in der Wissensproduktion ein. Die Unabhängigkeit der Universitäten wird dabei im Wesentlichen durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt. Entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse, dass Universitäten die verfügbaren Mittel möglichst effizient zur Erbringung ihrer Kernaufgaben (Forschung, Lehre, Transfer) einsetzen.

Das Projekt hat schon ein Blog, in dem es in Zukunft hoffentlich viel aus dem Forschungsalltag zu lesen geben wird. Das Thema ist hochrelevant, da die quantitative Bewertung eines m.E. nur qualitativ in vollem Umfang zu erfassenden Gegenstands zwangsläufig zu Unschärfen und Verzerrungen führen muss.

Facebook verliert Streit um Realnamen und Einwilligungserklärungen

Laut einer Pressemitteilungdes des vzvb verstößt Facebook “mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen geltendes Verbraucherrecht”, wie das Landgericht Berlin entschied. Das Landgericht Berlin erklärte außerdem acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ … Continue reading “Facebook verliert Streit um Realnamen und Einwilligungserklärungen”

Laut einer Pressemitteilungdes des vzvb verstößt Facebook “mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen geltendes Verbraucherrecht”, wie das Landgericht Berlin entschied.

Das Landgericht Berlin erklärte außerdem acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ einsetzen und deren Daten in die USA weiterleiten durfte. Die Richter stellten klar, dass mit solchen vorformulierten Erklärungen keine wirksame Zustimmung zur Datennutzung erteilt werden könne.

Unzulässig ist auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. „Anbieter von Online-Diensten müssen Nutzern auch eine anonyme Teilnahme, etwa unter Verwendung eines Pseudonyms, ermöglichen“, so Dünkel. „Das schreibt das Telemediengesetz vor.“ Nach Auffassung des Gerichts konnte dieser Aspekt aber offen bleiben, denn die Klausel sei bereits deshalb unzulässig, weil Nutzer damit versteckt der Verwendung dieser Daten zustimmten.

Vielen ist nicht klar, warum man im Netz oder anderswo unter Pseudonym auftreten sollte. Zur Beantwortung dieser Frage habe ich 2011 einen Beitrag aus dem Genderwiki übersetzt und hier auf Infobib veröffentlicht: Wem schadet der Realnamen-Grundsatz?

Neben Facebook hat das Urteil meiner nichtjuristischen Meinung hoffentlich auch Auswirkungen auf Researchgate, die kürzlich ebenfalls einen Realnamen-Zwang in ihre Geschäftsbedingungen aufnahm. Ingo Dachwitz äußert sich auf Netzpolitik.org dahingehend jedoch zurückhaltend:

Auch der vom Unternehmen betriebene Klarnamenzwang ist laut einem Gerichtsurteil rechtswidrig. Eine Grundsatzentscheidung im Dauerstreit um das Recht auf pseudonyme Kommunikation vermied das Landgericht Berlin jedoch.

OpenIng – Förderung von Open Access in den Ingenieurwissenschaften

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke … Continue reading “OpenIng – Förderung von Open Access in den Ingenieurwissenschaften”

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke schließen.

Weitere Infos beim IDW.

Knygnešys – die Bücherschmuggler Litauens

Knygnešiai (Einzahl: knygnešys, dt. etwa: Bücherträger) waren Bücherschmuggler, die zwischen 1866 und 1904 in lateinischen Buchstaben gedruckte Bücher aus dem Ausland, meist aus Kleinlitauen nach Litauen brachten. Knygnešys ist ein litauisches Wort ohne direkte Entsprechung in anderen Sprachen, es setzt sich aus knyga (Buch) und nešti (tragen) zusammen. Soweit Wikipedia. Auf Youtube ist ein ca. … Continue reading “Knygnešys – die Bücherschmuggler Litauens”

Knygnešiai (Einzahl: knygnešys, dt. etwa: Bücherträger) waren Bücherschmuggler, die zwischen 1866 und 1904 in lateinischen Buchstaben gedruckte Bücher aus dem Ausland, meist aus Kleinlitauen nach Litauen brachten. Knygnešys ist ein litauisches Wort ohne direkte Entsprechung in anderen Sprachen, es setzt sich aus knyga (Buch) und nešti (tragen) zusammen.

Soweit Wikipedia. Auf Youtube ist ein ca. halbstündiger litauischer Film mit englischen Untertiteln über die Bücherschmuggler Litauens zu finden: