Handreichung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Bibliotheken

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, siehe auch Wikipedia oder diese Übersichtsseite) treibt zur Zeit wohl viele um. Elke Brehm, Karin Knaf und Armin Talke haben sich eingehend mit den Auswirkungen auf das Bibliothekswesen beschäftigt. Das Ergebnis dieser Beschäftigung liegt nun als Handreichung auf dem Repositorium der Uni Hannover. Brehm, E.; Knaf, K.; Talke, A.: Datenschutz ab Inkrafttreten … Continue reading “Handreichung zur Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für Bibliotheken”

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, siehe auch Wikipedia oder diese Übersichtsseite) treibt zur Zeit wohl viele um. Elke Brehm, Karin Knaf und Armin Talke haben sich eingehend mit den Auswirkungen auf das Bibliothekswesen beschäftigt. Das Ergebnis dieser Beschäftigung liegt nun als Handreichung auf dem Repositorium der Uni Hannover.

Brehm, E.; Knaf, K.; Talke, A.: Datenschutz ab Inkrafttreten der Datenschutz-Grundverordnung – Handreichung für Bibliotheken. – Hannover : Institutionelles Repositorium der Leibniz Universität Hannover, 2018. DOI: https://doi.org/10.15488/3069

Sankey-Diagramme online generieren

Sankey-Diagramme erfreuen sich zunehmender Popularität. Mit ihnen kann man Mengenflüsse darstellen. Sie selbst zu bauen, ist nicht ganz so einfach, wenn man kein passendes Werkzeug kennt. Wenn man diese Art von Diagrammen nur sehr selten benötigt, kann man dafür ein Online-Tool wie Sankeymatic verwenden. Das oben angezeigte Bild wurde mit folgenden Parametern erstellt. Bibliothek [200] … Continue reading “Sankey-Diagramme online generieren”

Sankey-Diagramm-Beispiel
Nutzerströme in die Lesesäle, ins Bistro und wieder hinaus.

Sankey-Diagramme erfreuen sich zunehmender Popularität. Mit ihnen kann man Mengenflüsse darstellen. Sie selbst zu bauen, ist nicht ganz so einfach, wenn man kein passendes Werkzeug kennt. Wenn man diese Art von Diagrammen nur sehr selten benötigt, kann man dafür ein Online-Tool wie Sankeymatic verwenden.

Das oben angezeigte Bild wurde mit folgenden Parametern erstellt.

Bibliothek [200] Lesesaal 1
Bibliothek [400] Lesesaal 2
Bibliothek [600] Lesesaal 3
Lesesaal 1 [90] Bistro
Lesesaal 2 [100] Bistro
Lesesaal 3 [400] Bistro
Bistro [100] Ausgang
Bistro [290] Ausgang
Bistro [200] Ausgang
Lesesaal 1 [110] Ausgang
Lesesaal 2 [300] Ausgang
Lesesaal 3 [200] Ausgang

Sollten die Ströme nicht valide sein, wird dies von Sankeymatic hilfreicherweise angezeigt.

1. Bibliothekspolitischer Kongress im Live-Stream

Der 1. bibliothekspolitische Kongress findet heute und morgen in der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Auf der Webseite gibt es einen Live-Stream. Schon das Thema des sogenannten Begrüßungsgesprächs klingt äußerst interessant: “Wie verändern sich Bibliotheken, um Zugänglichkeit und soziale Teilhabe auch in der digitalen Welt zu gewährleisten?” Ansonsten bietet das Programm fast ausschließlich Digitalisierung und ein … Continue reading “1. Bibliothekspolitischer Kongress im Live-Stream”

Der 1. bibliothekspolitische Kongress findet heute und morgen in der Staatsbibliothek zu Berlin statt. Auf der Webseite gibt es einen Live-Stream. Schon das Thema des sogenannten Begrüßungsgesprächs klingt äußerst interessant: “Wie verändern sich Bibliotheken, um Zugänglichkeit und soziale Teilhabe auch in der digitalen Welt zu gewährleisten?”

Ansonsten bietet das Programm fast ausschließlich Digitalisierung und ein wenig Nachhaltigkeit. Ich hätte mir von einem bibliothekspolitischen Kongress mehr Diskussion über soziale Spaltung etc. erhofft, aber da die Veranstaltung als erste ihrer Art angekündigt ist, werden sicherlich noch weitere folgen. Ich hoffe, es wird zusätzlich zum Live-Stream noch eine Tagungsberichterstattung geben.

PEER-UP: Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich

Im BMBF-Projekt PEER-UP soll an der TU Dresden über die Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich geforscht werden. Aus der Pressemitteilung: Hochschulen nehmen in modernen Innovationssystemen unbestritten eine Spitzenstellung in der Wissensproduktion ein. Die Unabhängigkeit der Universitäten wird dabei im Wesentlichen durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt. Entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse, … Continue reading “PEER-UP: Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich”

Im BMBF-Projekt PEER-UP soll an der TU Dresden über die Relevanz der Publikationsleis­tung für Effizienzmessung im Hochschulbereich geforscht werden. Aus der Pressemitteilung:

Hochschulen nehmen in modernen Innovationssystemen unbestritten eine Spitzenstellung in der Wissensproduktion ein. Die Unabhängigkeit der Universitäten wird dabei im Wesentlichen durch eine Grundfinanzierung aus öffentlichen Mitteln sichergestellt. Entsprechend hoch ist das öffentliche Interesse, dass Universitäten die verfügbaren Mittel möglichst effizient zur Erbringung ihrer Kernaufgaben (Forschung, Lehre, Transfer) einsetzen.

Das Projekt hat schon ein Blog, in dem es in Zukunft hoffentlich viel aus dem Forschungsalltag zu lesen geben wird. Das Thema ist hochrelevant, da die quantitative Bewertung eines m.E. nur qualitativ in vollem Umfang zu erfassenden Gegenstands zwangsläufig zu Unschärfen und Verzerrungen führen muss.

Facebook verliert Streit um Realnamen und Einwilligungserklärungen

Laut einer Pressemitteilungdes des vzvb verstößt Facebook “mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen geltendes Verbraucherrecht”, wie das Landgericht Berlin entschied. Das Landgericht Berlin erklärte außerdem acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ … Continue reading “Facebook verliert Streit um Realnamen und Einwilligungserklärungen”

Laut einer Pressemitteilungdes des vzvb verstößt Facebook “mit seinen Voreinstellungen und Teilen der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen gegen geltendes Verbraucherrecht”, wie das Landgericht Berlin entschied.

Das Landgericht Berlin erklärte außerdem acht Klauseln in den Nutzungsbedingungen für unwirksam. Diese enthielten unter anderem vorformulierte Einwilligungserklärungen, wonach Facebook Namen und Profilbild der Nutzer „für kommerzielle, gesponserte oder verwandte Inhalte“ einsetzen und deren Daten in die USA weiterleiten durfte. Die Richter stellten klar, dass mit solchen vorformulierten Erklärungen keine wirksame Zustimmung zur Datennutzung erteilt werden könne.

Unzulässig ist auch eine Klausel, mit der sich Nutzer verpflichten, auf Facebook nur ihre echten Namen und Daten zu verwenden. „Anbieter von Online-Diensten müssen Nutzern auch eine anonyme Teilnahme, etwa unter Verwendung eines Pseudonyms, ermöglichen“, so Dünkel. „Das schreibt das Telemediengesetz vor.“ Nach Auffassung des Gerichts konnte dieser Aspekt aber offen bleiben, denn die Klausel sei bereits deshalb unzulässig, weil Nutzer damit versteckt der Verwendung dieser Daten zustimmten.

Vielen ist nicht klar, warum man im Netz oder anderswo unter Pseudonym auftreten sollte. Zur Beantwortung dieser Frage habe ich 2011 einen Beitrag aus dem Genderwiki übersetzt und hier auf Infobib veröffentlicht: Wem schadet der Realnamen-Grundsatz?

Neben Facebook hat das Urteil meiner nichtjuristischen Meinung hoffentlich auch Auswirkungen auf Researchgate, die kürzlich ebenfalls einen Realnamen-Zwang in ihre Geschäftsbedingungen aufnahm. Ingo Dachwitz äußert sich auf Netzpolitik.org dahingehend jedoch zurückhaltend:

Auch der vom Unternehmen betriebene Klarnamenzwang ist laut einem Gerichtsurteil rechtswidrig. Eine Grundsatzentscheidung im Dauerstreit um das Recht auf pseudonyme Kommunikation vermied das Landgericht Berlin jedoch.

OpenIng – Förderung von Open Access in den Ingenieurwissenschaften

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke … Continue reading “OpenIng – Förderung von Open Access in den Ingenieurwissenschaften”

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke schließen.

Weitere Infos beim IDW.

Knygnešys – die Bücherschmuggler Litauens

Knygnešiai (Einzahl: knygnešys, dt. etwa: Bücherträger) waren Bücherschmuggler, die zwischen 1866 und 1904 in lateinischen Buchstaben gedruckte Bücher aus dem Ausland, meist aus Kleinlitauen nach Litauen brachten. Knygnešys ist ein litauisches Wort ohne direkte Entsprechung in anderen Sprachen, es setzt sich aus knyga (Buch) und nešti (tragen) zusammen. Soweit Wikipedia. Auf Youtube ist ein ca. … Continue reading “Knygnešys – die Bücherschmuggler Litauens”

Knygnešiai (Einzahl: knygnešys, dt. etwa: Bücherträger) waren Bücherschmuggler, die zwischen 1866 und 1904 in lateinischen Buchstaben gedruckte Bücher aus dem Ausland, meist aus Kleinlitauen nach Litauen brachten. Knygnešys ist ein litauisches Wort ohne direkte Entsprechung in anderen Sprachen, es setzt sich aus knyga (Buch) und nešti (tragen) zusammen.

Soweit Wikipedia. Auf Youtube ist ein ca. halbstündiger litauischer Film mit englischen Untertiteln über die Bücherschmuggler Litauens zu finden:

Ethical and privacy issues in the application of learning analytics

Abstract: The large-scale production, collection, aggregation, and processing of information from various learning platforms and online environments have led to ethical and privacy concerns regarding potential harm to individuals and society. In the past, these types of concern have impacted on areas as diverse as computer science, legal studies and surveillance studies. Within a European … Continue reading “Ethical and privacy issues in the application of learning analytics”

Abstract:

The large-scale production, collection, aggregation, and processing of information from various learning platforms and online environments have led to ethical and privacy concerns regarding potential harm to individuals and society. In the past, these types of concern have impacted on areas as diverse as computer science, legal studies and surveillance studies. Within a European consortium that brings together the EU project LACE, the SURF SIG Learning Analytics, the Apereo Foundation and the EATEL SIG dataTEL, we aim to understand the issues with greater clarity, and to find ways of overcoming the issues and research challenges related to ethical and privacy aspects of learning analytics practice. This interactive workshop aims to raise awareness of major ethics and privacy issues. It will also be used to develop practical solutions to advance the application of learning analytics technologies.

DOI: https://doi.org/10.1145/2723576.2723642

OA: http://oro.open.ac.uk/42347/1/p390-drachsler.pdf

DOAJ-Finanzierung mit geringer deutscher Beteiligung

Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) hat einen jährlichen Rückblick zur Finanzierung des Dienstes veröffentlicht. Insgesamt kamen 210.805 £ zusammen, die sich auf 28 Herkunftsländer verteilen. Ich weiß nicht, wie hoch die Summe ist, die Deutschlands Bibliotheken jährlich für bibliographische und Fachdatenbanken ausgeben. Ich weiß aber, dass viele Bibliotheken für eine Campuslizenz für einzelne Datenbanken … Continue reading “DOAJ-Finanzierung mit geringer deutscher Beteiligung”

Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) hat einen jährlichen Rückblick zur Finanzierung des Dienstes veröffentlicht. Insgesamt kamen 210.805 £ zusammen, die sich auf 28 Herkunftsländer verteilen.

Ich weiß nicht, wie hoch die Summe ist, die Deutschlands Bibliotheken jährlich für bibliographische und Fachdatenbanken ausgeben. Ich weiß aber, dass viele Bibliotheken für eine Campuslizenz für einzelne Datenbanken schon deutlich mehr als 8.821 £ ausgeben. Nach Tageskurs entspricht dies fast exakt 10.000 Euro 1) exakt 10 018,6412 Euro nach irgendeinem Online-Konverter. . Mehr ist den deutschen Bibliotheken diese m.E. inzwischen fast unverzichtbare Infrastrukturleistung nicht wert?

Falls doch: Woran liegt es, dass so wenig Geld von Deutschland an die UB Lund in Schweden fließt, wo das Projekt gehegt und gepflegt wird?

Position  Country  Total GBP (£)
1  USA 42.960
2  Austria 26.398
3  United Kingdom 19.170
4  Norway 15.582
5  Sweden 15.376
6  Denmark 12.757
7  Hungary 10.440
8  Finland 9.917
9  Germany 8.821
10  France 7.982
11  Canada 7.668
12  Indonesia 6.561
13  Netherlands 4.579
14  Turkey 4.279
15  Russia 4.269
16  Switzerland 2.187
17  Luxembourg 2.186
18  Australia 1.703
19  South Africa 1.514
20  Mexico 1.469
21  Belgium 1.349
22  Italy 921
23  Philippines 475
24  Saudi Arabia 467
25  New Zealand 452
26  United Arab Emirates 445
27  Portugal 443
28  Spain 435

Alle Zahlen entstammen dem Dokument Funding per Country for 20187 (PDF).

 

References   [ + ]

1. exakt 10 018,6412 Euro nach irgendeinem Online-Konverter.