Teilfusion von MacMillan und Springer

Die beiden Wissenschaftsverlagsschwergewichte MacMillan und Springer werden – vorbehaltlich der kartellbehördlichen Zustimmung – wesentliche Teile ihres Wissenschaftsportfolios miteinander fusionieren. MacMillan-Eigentümerin Holtzbrinck wird mit 53% die Mehrheit halten.

Springer ist inzwischen einer der größten Open-Access-Publisher der Welt. MacMillan ist das Haus, in dem Großartigkeiten wie beschränkte “Ausleih”-Zahlen für E-Books oder das als Beggar Access bekannt gewordene Modell für den kostenfreien Zugriff auf Nature-Artikel entwickelt wurden.

In den Meldungen (Börsenblatt oder Nature-Blog) konnte ich nichts zur Zukunft der Open-Access-Sparten finden, zum Beispiel von Springer-Tochter BioMed-Central. Wohin die von Holtzbrinck gesteuerte Reise gehen wird, bleibt abzuwarten. Skepsis ist angebracht.

Neue Open-Access-Zeitschriften von BioMed Central

Heise berichtet über den Open-Access-Verlag BioMed Central:

Der 1998 gegründete Verlag verfügt bereits über ein Portfolio von 176 angesehenen wissenschaftlichen Fachzeitschriften mit dem Schwerpunkt in der Biologie und Medizin wie beispielsweise Bioinformatics, Molecular Biology und Genomics, die den Lesern auf der Grundlage von den Autoren entrichteten Artikelgebühren frei zugänglich sind. Jetzt hat Der Verlag für dieses Jahr die Gründung sieben weiterer Journale in den Fachdisziplinen Physik, Mathematik und Informatik angekündigt

Dafür wurde ein neues Portal namens PhysMathCentral gegründet. Auf der Homepage findet sich auch eine interessante Seite “Start a new journal” mit einem Angebot an Herausgeber:

PhysMath Central and BioMed Central offer a service to researchers and societies to start independent, open access journals.

Und:

If you already run a journal, PhysMath Central can easily convert it to our open access model, free of charge.