Netzneutralität und öffentliche Bibliotheken in den USA

Was öffentliche Bibliotheken ohne Netzneutralität in den USA verlieren würden diskutieren der Direktor der New York Public Library Tony Marx und sein Kollege Greg Cram in The Verge.

GC: Our users depend on the library, and libraries in general, for things like completing homework assignments, locating e-government resources, e-government services, accessing oral histories and primary source materials. Things that are resource-intensive like video and audio and image collections are dependent on a free and open internet. Also things like applying and interviewing for jobs. More and more jobs involve a first round of interviews that are done over the internet. If we have to put things in the slow lane, we’re worried about those interview services being downgraded. In a research library capacity, we’re thinking about large datasets, the use of high-power broadband is needed to access those large datasets.

[Places] like the National Library of Medicine have huge data sources that need resource-intensive access to be able to use that data. Even things like interactive broadband classrooms, where there’s high-speed access to that classroom so the teacher or professor can use the classroom as a window into the world. All of those things, all of those uses, require high-speed access that’s dependent on a free and open internet.

Ein lesenswertes Interview, dass auch hiesige Bibliothekswesen für die Wichtigkeit netzpolitischer Fragen sensibilisieren dürfte. Es handelt sich bei Themen wie der Netzneutralität eben nicht um Techie-Gedöns oder Gejammer, dass die neueste Staffel der Lieblings-Serie bei HD ein wenig stockt. Vielmehr geht es auch darum, allen BürgerInnen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch in digitaler Form zu ermöglichen.

Mehr zum Thema bei der EFF und tagesaktuell bei Netzpolitik.org.

 

Endlich fix: Netzneutralität in der EU

Die europäischen Regulierungsbehörden haben heute ihre endgültigen Leitlinien zur Netzneutralität vorgestellt. Und darin ganz klar Überholspuren im Netz verboten! Das ist ein großer Erfolg der europäischen Zivilgesellschaft, die sich mit der Kampagne „Save the Internet“ seit Jahren für den Erhalt der Netzneutralität eingesetzt hat.

Mehr zu dieser überaus erfreulichen Nachricht drüben bei Netzpolitik. Damit kann das Thema nun hoffentlich vom Tisch. Der nächste stets wiederkehrende Netzpolitik-Zombie, den es zu beseitigen gilt, wäre dann vermutlich das Leistungsschutzrecht.

Kampagne zur Netzneutralität: Keep the core neutral

Logo: Keep the core neutral

Letzten Freitag hat die ICANN(Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) eine dreiwöchige Frist zur Kommentierung (RFC = Request for Comments) einer neuen Richtlinie eröffnet. Mit dieser Richtlinie sollen neue generische Top-Level-Domains (gTLD) geschaffen werden. Unter einer gTLD versteht man eine Top-Level-Domain, die von einer bestimmten Gruppe verwendet wird. Sie besteht aus drei oder mehr Zeichen und steht für einen Begriff, der diese Gruppe auszeichnet. Bekannte gTLDs sind zum Beispiel .org, .net, .com oder auch .info (mehr siehe Wikipedia)
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