Frankfurter Stadtbibliotheken erhalten Unterstützung

Nach dem schlechten Abschneiden der Stadtbücherei Frankfurt (Platz 30 von 32) beim BIX sehen die Ortsbeiräte Handlungsbedarf. Insbesondere die Stadtteilbibliotheken Niederrad und Nordweststadt sollen ausgebaut und die Etats aufgestockt werden.

Durch den Umzugs der Zentralbibliothek wird zwar mit 800 000 Euro Ersparnis gerechnet. “Bislang soll davon jedoch ausschließlich die Zentralbibliothek zusätzliche 250 000 Euro erhalten, um die neue Jugendbibliothek “freestyle” aufzubauen. Die SPD-Fraktion im Römer beabsichtigt, einen Antrag einzubringen, das Stadtbücherei-Budget schon dieses Jahr deutlich zu erhöhen: Die eingesparten 800 000 Euro sollen in Gänze der Bücherei zugute kommen.”

[via Frankfurter Rundschau]

Aldi-Bibliothek in Brandenburg

Die Gemeinde Wildau in Brandenburg hat zwecks Modernisierung ihrer Bibliothek ein Angebot der Handelskette Aldi angenommen.
Der Konzern wird am bisherigen Standort für die bautechnisch verschlissene Bibliothek einen Neubau errichten, indem die Gemeinde dann langfristig rund 435 Quadratmeter zur Unterbringung der rund 20 000 Medien mietet, berichtet die Maerkische Allgemeine.
Die neue Bibliothek soll bereits im Januar 2008 fertig sein.

Bücher sind Vollwertkost

… und Fernsehen ist Fastfood, dieses Fazit zog der Gummersbacher Bürgermeister Frank Helmenstein aus dem Projekt zweier Schulklassen eines Gummersbacher Gymnasiums.
Diese hatten über mehrere Wochen Bücher zu bestimmten Themen ausgesucht, Buchbesprechungen durchgeführt, ihre Ergebnisse auf Flyern dokumentiert und die Bücher dann in der Kreis- und Stadtbücherei vorgestellt.
Finanziert wurde das Projekt zur Lesekompetenz zu 40 % durch die Bibliothek und zwei ortsansässige Buchhandlungen und zu 60 % durch Landesfördermittel.

[via Oberberg aktuell]

Eröffnung des Stefan Heym-Kabinetts

Anlässlich des 5. Todestages des Schriftstellers wurde diese Woche das Stefan Heym-Kabinett eröffnet. Die Stadtteilbibliothek Berlin-Adlershof trägt bereits seit zwei Jahren Heyms Namen und ist mittlerweile zur Standardergänzung für den Literaturunterricht geworden.
Jetzt kommt ein eigener Bau hinzu, um an Leben und Werk des deutsch-jüdischen Autors und Aktivisten zu erinnern.

[Via taz]

Bibliotheken lohnen sich

Hans-Christoph Hobohm schreibt in LIS in Potsdam von einer Studie, die zum wiederholten Mal unter Beweis gestellt hat, dass Bibliotheken einen sogenannten Return on Investment von über 1 zu 3 liefern. Er ist der Meinung, dies so deutlich wie mittlerweile langweilig sei. Ich möchte den frommen Wunsch hinzu fügen, dass sich gerade öffentliche Bibliotheken dieser Diskussion nur begrenzt stellen und viel eher mit ihren gesellschaftspolitischen und kulturellen Pfunden wuchern sollten.

Konolfinger sprechen sich für die Bibliothek aus

Die Wochenzeitung für das Emmental und Entlebach berichtet über einen nicht nur für Bibliothekare erfreulichen Volksbeschluß in Friedrich Dürrenmatts Geburtsort Konolfingen:

Das Budget sah höhere Steuern aber dennoch rote Zahlen vor. Der Gemeinderat wollte bei der Bibliothek sparen und dem Fussballclub eine Garderobe bezahlen. Das Volk war damit nicht einverstanden.

"Bibliotheksführerschein für Kindergartenkinder"

In Rheine startet die Öffentliche Bücherei St. Marien ein Projekt in Kooperation mit zwei Kindergärten, um den Kindern die Bibliothek näher zu bringen. Sie sollen die Bücherei als interessanten Aufenthaltsort kennen lernen, an dem man Spaß haben kann.
Unter dem Motto “Bibliotheksführerschein für Kindergartenkinder” lernen die Kinder bei vier Besuchen, das Ausleihen, das Bücher finden usw.
Am Ende der Aktion zur Leseförderung, erhalten die Kinder einen “Bibliotheksführerschein”.

[via westline.de]

"Bibliotherapy at Swansea Libraries"

Einen Beitrag zum “Kuriositätenkabinett Bibliothek” liefert heute Andreas Mittrowann in Globolibro:

Die Swansea Libraries in Wales bieten einen ganz besonderen Service an: Bibliotheksbücher können vom Doktor im Rahmen einer “Prescription Wales” genannten Initiative verschrieben werden. Dabei stellt der Arzt für den Patienten ein “Rezept” für ein Selbsthilfe-Buch aus, das eine verordnete Therapie unterstützen soll.