Ausstellung: ine Bibliothek macht Geschichte 350 Jahre Staatsbibliothek zu Berlin

Zum 350. Geburtstag der Berliner Staatsbibliothek zeigt das benachbarte Deutsche Historische Museum in seiner ständigen Ausstellung seit Freitag vorübergehend wertvolle Stücke aus den Tresoren der Bibliothek.

Zu sehen seien “47 Zeugnisse der Menschheit” aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Kunst, teilte die Bibliothek in Berlin mit.

Dazu zählten u.a. die Gründungsurkunde der Einrichtung und die 1455 fertiggestellte, “wohl prächtigste” der noch existierenden Gutenberg-Bibeln aus dem Besitz der Bibliothek.

Papierzerfall – Archiven fehlt Geld zum Erhalt

Ein Artikel bei sueddeutsche.de berichtet über die Misere von Bayerns Archiven hinsichtlich des Papierzerfalls ihrer Bestände. 45% der Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek aus der Zeit von 1840 bis 1970 sind betroffen.

Für die Massenentsäuerung der gefährdeten Archivbestände ist – im Gegensatz zu Baden-Württemberg – in Bayern bisher noch nicht ein einziger Cent ausgegeben worden. Michael Stephan, der Leiter des Münchner Stadtarchivs, beklagte bei der gestrigen Pressekonferenz der Grünen, der Wert der Archive werde völlig verkannt. Die Digitalisierung erleichtere zwar den Zugang zu den Beständen. In einem Archiv werde jedoch nur ein Prozent der Akten und Dokumente zu Forschungszwecken bewegt. Genau so wichtig sei es deshalb, die vom Säurefraß bedrohten Unikate und Originalbände zu restaurieren. Schließlich handle es sich nicht nur um alte Papiere, sondern um Kulturgut, das die Identität eines Landes widerspiegele.