DDC in BASE

BASE setzt auf ein automatisches Verfahren zur Dokumentenklassifikation nach der Dewey-Dezimalklassifikation (DDC):

Es sei nicht verschwiegen, dass das automatische Klassifikationsverfahren nicht perfekt ist, da es auf der statistischen Analyse der Dokumenttexte basiert. Da die Wissenschaftssprache sehr komplex ist und sich zudem ständig verändert, kann es auch zu Fehlklassifikationen kommen.

In der Klassifikation stöbern kann man über die VuFind-eigene Browsing-Funktion.

VuFind-Usability

Denton, William; Coysh, Sarah J. (2011): Usability Testing of VuFind at an Academic Library. In: Library Hi Tech 29 (2). Online verfügbar unter: http://hdl.handle.net/10315/6743

Aus dem Abstract:

Findings – Both the usability testing and survey demonstrated that users preferred VuFind’s interface over the classic catalogue. They particularly liked the facets and the richness of the search results listings. Users intuitively understood how to use the deconcatenated Library of Congress Subject Headings. Despite the discovery layer’s new functionality, known journal title searching still presents a challenge to users and certain terms used in the interface were problematic.

Unified Resource Discovery Comparison

Andy Ekins und Lukas Koster haben im Unified Resource Discovery Comparison verschiedene Discovery Interfaces gesammelt und deren Features miteinander verglichen. Die Liste der Features ist nicht ganz aktuell, als Überblick ist es jedoch allemal tauglich.

Enthalten sind:

  • Aquabrowser
  • Encore
  • Endeca
  • EBSCO Discovery
  • FAST
  • Meresco
  • Primo
  • PurpleSearch
  • Summa
  • Summon
  • TouchPoint
  • VuFind
  • Worldcat Local
  • XC

Die Tabelle samt Beschreibungen sollte eigentlich inzwischen in ein Wiki oder ein anderes kollaborativ zu bearbeitendes Dokument überführt worden sein. Ich gehe davon aus, dass dies bald erfolgen wird.

1 Jahr VuFind an der TU Hamburg-Harburg

Was zunächst als Aprilscherz für das Personal der TU-Bibliothek gedacht war, entwickelte sich sehr schnell zum Erfolgsmodell. TUBfind ist zwar noch nicht als Standardkatalog bei uns eingestellt, das liegt aber nicht primär an VuFind, sondern mehr an unseren (Alt)Daten. Weitere Informationen zum Stand der Entwicklung im TUB-Weblog und natürlich immer auch im TUBfind-Weblog.

[via Netbib]

Neuer Biblioblog: Villanova Library Technology Development

In der Mailingliste VuFind-Tech weist Demian Katz auf das neue Blog des Villanova Library Technology Development hin:

The Falvey Library technology development team has just started a new blog for writing brief technical articles about our work here at Villanova. I plan to contribute VuFind-related posts whenever I encounter a technical problem interesting enough to discuss at length. Hopefully, in addition to serving as an aid to my memory, this will also prove interesting to some of you!

Das erste Posting beschreibt Highlighting and Snippets in VuFind 1.1. Aggregiert gibt’s die VuFind-Neuigkeiten auch im Planet Code4Lib.

Ein Jahr Suchkiste

Gerald Steilen macht auf den ersten Geburtstag der Suchkiste aufmerksam. Da er wirklich keine Ahnung habe, was [er] wie umfangreich beischreiben soll, hat er ein PDF-Dokument zur Verfügung gestellt, dass das Projekt ausführlich beschreibt. Ein sehr interessanter Punkt ist auf S. 6 zu finden:

Es ist möglich den im vorliegenden Projekt generierten Index in beliebige Oberflächen für die Open Source Software Solr19 einzubinden. Im bibliothekarischen Umfeld verwenden kommerzielle Produkte wie Primo (Exlibris)20 oder TouchPoint (OCLC)21 eben jene Open Source Lösung. Daher lud die Firma Exlibris einen Projektmitarbeiter nach Hamburg ein, um den Suchkistenindex dieses Projekts mit dem eigenen Softwareprodukt Primo direkt nutzen zu können. Somit haben Primo-Kunden prinzipiell die Möglichkeit das Material der Nationallizenzen zu durchsuchen, ohne die Daten selbst indizieren zu müssen und ohne auf die Vorteile von Primo verzichten zu müssen (siehe Kap. 4.3.1 und Abb. 4.10). Der Anbieter von TouchPoint unterstützt ebenfalls dieses Verfahren. Selbstverständlich ist das auch mit einer VuFind-Installation möglich.

Das heißt, das neben (beispielsweise) dem zentralen Index des GBV auch der Index der Suchkiste in Discovery Interfaces [1] Katalog? Suchdings? Informationsorganisations- und Auffindewerkzeug? Entdecker-Oberfläche? Zur Not halt Portal, das geht immer. ;o) eingebunden werden kann. Wie theoretisch auch BASE oder verschiedene ViFas.

References

References
↑1 Katalog? Suchdings? Informationsorganisations- und Auffindewerkzeug? Entdecker-Oberfläche? Zur Not halt Portal, das geht immer. ;o)

BASE steigt auf VuFind um

Im BASE-Blog wird der Umstieg von BASE von FAST auf Lucene/Solr mit der Oberfläche VuFind beschrieben.

Die vollständige Ablösung des FAST-Systems ist für die nächsten Monate geplant, ebenso die Umlenkung der BASE API auf den neuen Index. Der Index unter Lucene/Solr wird vorerst in unregelmäßigen Abständen aktualisiert werden.

Die Oberfläche ist im BASE Lab schon testbereit. Einiges funktioniert noch nicht. Zum Beispiel wird die Suchsortierung immer auf „Relevanz“ zurückgesetzt, wenn man die Suchergebnisse eingrenzen möchte. Aber für eine Beta-Version sieht das schon sehr ordentlich aus. Lucene/Solr entwickeln sich mehr und mehr zum Standard in der deutschsprachigen Bibliothekslandschaft.

Schmitt & Stehle: Der OPAC aus dem Baukasten

Jörg Schmitt und Marcel Stehle: Der OPAC aus dem Baukasten : Realisierung eines Katalog 2.0 unter Einbeziehung der Community
(PDF)

Abstract:

Die vorliegende Bachelorthesis beschreibt die exemplarische Erstellung des Katalog 2.0 „bachelopac“ unter Verwendung der Open-Source-Software VuFind. Die Frage, inwieweit dies, mit den erlernten Kenntnissen und erworbenen Fähigkeiten während des Studiums Bibliotheks- und Informationsmanagement der HAW Hamburg, realisierbar ist, wird beantwortet. Hierzu werden vom Gemeinsamen Bibliotheksverbund (GBV) zur Verfügung gestellte Metadaten des Bibliotheksystems der HAW Hamburg verwendet. Die Vor- und Nachteile, die durch den Einsatz von Open-Source-Software in Bibliotheken entstehen, werden ebenso erläutert wie die Notwendigkeit zeitgemäßer Kataloge und deren Umsetzung im Hinblick auf Bibliothek 2.0 und Katalog 2.0. Angelehnt an eine Machbarkeitsstudie werden Projektaufgaben und Projektziele sowie ein Kriterienkatalog zur Beurteilung der eigenen Kenntnisse entwickelt und durchgeführt. Der praktische Teil dieser Arbeit befasst sich mit den Problemen und Schwierigkeiten der technischen Umsetzung, beschreibt aber auch Lösungswege und -konzepte. Neben der aktiven Unterstützung durch die Community wird auch die Möglichkeit zur Nachnutzung von bereits bestehenden Lösungen aufgezeigt.

Zwei Punkte aus der Arbeit möchte ich herausgreifen. Zuerst auf S. 18 im Kapitel „Zum Einsatz von Open-Source-Software im Kontext von Bibliothek 2.0“:

Da die Entwicklung von OSS nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden ist, durch den eine Gewährleistung oder Garantie erfolgen könnte, liegt es an der Community, die Entwicklung ihrer Programme voranzutreiben. Für Bibliotheken birgt dies aber auch eine große Chance, da sie so „Betrieb, Anpassung und Entwicklung ihrer “Informationstechnik”(!) als Teil ihres Kerngeschäfts begreifen und entsprechend professionell(!) betreiben.“ können.

Das Zitat im Zitat stammt aus einem Kommentar von Till Kinstler im Beluga-Blog. Ich würde den Einsatz von OSS nicht nur als Chance, sondern als zwingende Voraussetzung für die Professionalisierung des Bibliothekswesen bezeichnen. Momenten ist es noch viel zu oft der Fall, dass die grundlegen Instrumente und Werkzeuge nicht im Einflußbereich der Bibliothek liegen. Konkret kann das zum Beispiel bedeuten, dass man Kleinigkeiten an Katalogen selbst ändern kann, was faktisch vielen Bibliothekswesen zur Zeit nicht möglich ist. Dazu aus einem meiner Allzeitlieblingskommentare von Jakob Voss:

Ich kann nur für den Bereich Software und Webseiten sprechen: dort habe ich den Eindruck, dass sich Bibliotheken viel zu oft über den Tisch ziehen lassen und alles dem Hersteller überlassen, anstatt durch Eigenentwicklungen dringend benötigte Kompetenzen aufzubauen und zu erhalten. Wieviele Mitarbeiter sich jeweils an einem Projekt (sei es eine Konferenz oder die Entwicklung eines Katalogs) beteiligen sollten, hängt vom Einzelfall ab – in jedem Fall werden die Mitarbeiter jedoch nicht “freigestellt” sondern “eingesetzt”! Fortbildung und Projektarbeit außerhalb der alltäglichen Arbeit ist nichts zusätzliches sondern gehört zum “lebenslangem Lernen”, ohne dass jede Bibliothek mittel- bis langfristig einpacken kann!

Zweitens möchte ich noch auf die „Nicht gelösten Probleme“ (S. 118 ff) hinweisen. Solch ein Kapitel sollte verpflichtend in allen Projektberichten enthalten sein, da dort sinnvolle Ansätze für vertiefende Projekte zu finden sind. Wer Scheitern – ob im Ganzen oder in Teilbereichen – nicht dokumentiert, stellt nachfolgende Projekte wieder vor die Aufgabe, eigentlich bekannte zu umschiffende Klippen noch einmal zu entdecken.

[via Bachelopac-Blog]

Vascoda und dann?

Im Vascoda-Blog heißt es zur Zukunft von Vascoda:

Vereinbart wurde, dass bis Mitte 2011 ein Wirtschafts- und Arbeitsplan für die Zeit ab 2012 erarbeitet wird. Darin sollen verschiedene Varianten zur Fortführung des Vereins aber auch Optionen zur Weiterführung der von den Mitgliedern gewünschten Aufgaben in anderer Form darstellt und für diese Varianten möglichst die konkreten (finanziellen) Verpflichtungen der dann verbleibenden Mitgliedseinrichtungen bzw. Beteiligten benannt werden.

Darüber hinaus wurde einstimmig beschlossen, das bisherige vascoda-Portal als Recherche- und Einstiegsportal zum Jahreswechsel 2010/2011 abzuschalten bzw. durch das vascoda-Blog zu ersetzen. Dies wird noch in dieser Woche vollzogen. Mittels eines Redirects wird in einem ersten Schritt von allen Seiten unter http://www.vascoda.de automatisch auf das vascoda-Blog (http://vascoda.wordpress.com) weitergeleitet. Eine Suche im vascoda-Suchraum wird nicht mehr möglich sein. Solange unklar ist, ob und wie es mit dem Verein weitergeht, sind größere Aufwände für das Einrichten eines neuen Webauftritts sicher nicht zu rechtfertigen. An das vascoda-Portal gekoppelt ist das Linkresolver-Gateway, welches von verschieden Fachportalen als Dienst zur lokalen Verfügbarkeitsprüfung genutzt wird. Dieser Dienst soll weiter angeboten werden, muss aber zwingend überarbeitet und aktualisiert werden. Verschiedene Ideen für die Ausgestaltung gibt es schon, wann diese wie umgesetzt werden, muss aber noch geklärt werden. Bis dahin wird das vascoda-Blog erst mal nicht unter der Domain www.vascoda.de betrieben, wird aber natürlich durch die Weiterleitung über diese Adresse zu erreichen sein.

Eine Möglichkeit, die Suchräume der einzelnen Fachbibliotheken sinnvoll zu nutzen wäre vielleicht, sie in einer Form anzubieten, wie es mit dem kooperativen Solr/Lucene-Index des GBV geplant ist. Till Kinstler illustriert die Idee in den folgenden Folien:

Würden die einzelnen Indices frei zur Verfügung gestellt werden, könnten Bibliotheken die fachlich jeweils relevanten lokal aggregieren. Dies würde zu einer erheblichen Mehrnutzung der von den Fachportalen gesammelten Informationen führen. Sinnvolle Idee?