Kubanischer Bibliothekar seit über 100 Tagen in Untersuchungshaft

Der Kubanische Bibliothekar Gustavo Colas Castillo sitzt bereits seit dem 05.05.2007 in Untersuchungshaft. Laut newspress.com wurde er festgenommen, weil er sich für die Aufhebung der Zensur und für Informationsfreiheit eingesetzt hat.

Colas Castillo verlieh Bücher von Martin Luther King, George Orwell und anderen Autoren, deren Werke von der Castro Diktatur faktisch verboten sind. Dies wird zwar von der Castro Regierung bestritten, die jedoch beharrlich Menschen verfolgt, diskriminiert und inhaftiert, die anderen Kubanern unerwünschte Bücher und sonstige Informationen zur Verfügung stellen.

[via newspress.com]

Bibliotheken gegen Zensur

Immer noch wird in zu vielen Ländern zensiert, zum Beispiel in China, und eben auch in Kuba, wie Café Babel berichtet:

In Kuba werden fallen zahlreiche Werke der Weltliteratur unter die Zensur. Ein Verein will durch unabhängige Bibliotheken Abhiilfe schaffen – und wird deshalb vom Regime unter Druck gesetzt.

Eine weitere, eher kuriose Affäre begab sich gerade in den USA. Die aktuelle Ausgabe von Sports Illustrated (Vorsicht, jugendfrei! 1)Keine Waffen weit und breit, kein Gemetzel, nur eine junge Dame im Bikini) wurde auf Geheiß von Time Warner Inc. nicht an Bibliotheken und Schulen ausgeliefert. Begründung laut dieser Presseerklärung der ALA:

“In the past, we have gotten lots of feedback from parents, teachers, and librarians about the content possibly not being appropriate for librarians,”

“Bikinigate” wurde inzwischen beigelegt.

[via LISNews, Maison Bisson]

References   [ + ]

1. Keine Waffen weit und breit, kein Gemetzel, nur eine junge Dame im Bikini