Subjektives, affektives und assoziatives Tagging

Sobald es um Tagging im bibliothekarischen Kontext geht, ist auch schnell die Rede vom Datensilo, aus dem es auszubrechen gelte. Postwendend kommt verlässlich der Einwand (gerne auch mal von mir), dass Tags oft einen lokalen oder persönlichen Bezug haben. In “@toread and Cool : Subjective, Affective and Associative Factors in Tagging” untersucht Margaret Kipp genau dieses Phänomen.

Kipp, Margaret E.I. (2008) @toread and Cool : Subjective, Affective and Associative Factors in Tagging. In Proceedings Canadian Association for Information Science/L’Association canadienne des sciences de l’information (CAIS/ACSI), Vancouver, British Columbia (Canada).

http://eprints.rclis.org/archive/00013788/

Alle Einwände, die man auf diesem Wege gegen user generated sacherschließung vorbringen kann sollten jedoch nicht dazu führen, auf sie zu verzichten. Der dienst- und kontextübergreifende Austausch von funktionalen Tags mag zwar erst einmal wenig sinnvoll erscheinen. Aber bevor man dies abschließend beurteilen kann, sollten zunächst ausreichend Daten zur Verfügung stehen, anhand derer man die tatsächliche Anwendung von Tags im akademischen Kontext untersuchen kann.

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Irgendwo hatte ich kürzlich begeisterte Berichte von Amazons “Related”-Funktionen gelesen. Doch was muss ich da bei einem Artikel aus der edlen Feder zweier Infobib-Autoren sehen?

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Tanz die Informationskompetenz! Und bei den Tags hört’s dann ganz auf:

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Magic? Natürlich. For ed -ucation? Sicher! Den Rest möchte ich mir höflichst verbitten. Schon spannend, welche Tags bei bisher nicht getaggten Items angezeigt werden.

Übrigens, man sollte diesen Artikel nicht zu einem überteuerten Preis kaufen, man kann ihn nämlich auch gratis bekommen.

Verwandte Artikel bei Infobib

Endlich bin ich mal dazu gekommen, hier bei Infobib eine Funktion zu integrieren, die ähnliche Artikel anzeigt. Sie basiert auf dem WordPress-Plugin Ultimate Tag Warrior und erfordert, wenn man dies eh schon einsetzt, nur folgenden Code-Schnipsel (von this makes sense + unsinn) irgendwo im Template (bei uns in der single.php, die angezeigt wird, wenn man auf “Mehr…” klickt:
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