APE 2007

Das Börsenblatt meldet: In Berlin findet die Konferenz “Academic Publishing in Europe (APE 2007) – Innovation & Publishing” statt, die sich mit den “Möglichkeiten des Publizierens in Zeiten des Internets” befasst. Gemeint sind unter anderem Open-Access-Strategien.

Schirmherrin ist Anette Schavan und in der sehr kurzen Meldung steht natürlich wieder eine Meldung, dass “Der Schutz des Urheberrechts […] die unverrückbare Basis aller Planungen und künftigen Projekte sein” muss. Warum dass dauernd betont werden muss, ist mir schleierhaft.

EU-Petitions: Wer unterzeichnet?

Ein kleines Lob an die Bibliothekare: Von den ersten 3000 Unterzeichnern der EU-Petition für offenen Zugang zu Forschungsergebnissen in der EU (inzwischen sind es schon 8430) haben sich immerhin 413 als BibliothekarInnen zu erkennen gegeben. Sehr schwach ist die Beteiligung der Physiker (211) und Geisteswissenschaftler (167).

337 der Unterzeichner stammen aus Deutschland. Damit stellt Deutschland die bis dato in absoluten Zahlen zweitgrößte Unterzeichnergruppe nach Großbritannien mit 379 Unterzeichnern.

[Quelle: Summary Statistics at c3000 signatures (PDF)]

Zur Petition lässt sich sonst noch sagen:

Unterschreiben und weitersagen!

Open-Access-Petition unterschreiben

Anmerkung: Ja, dieses Posting hat den Charakter einer Wasserstandsmeldung.

B.I.T. online Innovationspreis 2007

Der Innovationspreis 2007, der im Rahmen des Bibliothekartags in Leipzig übergeben wird, geht in diesem Jahr an:
Christina Oehlke (FH Darmstadt) für ihre Arbeit mit dem Thema “Digitale Buchformen in Bibliotheken”, an Christina Bertram (HAW Hamburg) für die Arbeit zum Thema “Online-Collaboration mit Wikis in Bibliotheken – Konzept zur Nutzung eines Wikis im Projekt “Lernort Bibliothek” des Goethe-Institutes Athen” und Julia Hinz und Jochen Stier (FH Köln) für die Arbeit mit dem Thema “Open Access in der deutschen Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationsszene”.

Der von der Fachzeitschrift B.I.T.online gestiftete Innovationspreis wird von der Kommission Aus- und Fortbildung des Berufsverbands Information Bibliothek (BIB) jährlich vergeben. Prämiert werden hervorragende Abschlussarbeiten aus bibliothekarischen / informationswissenschaftlichen Studiengängen.

Petition for guaranteed public access to publicly-funded research results

If I can believe the Webalyzer statistics almost a third of the infobib.de readers are from non-english non-german speaking countries. Therefore I want to make a first english posting. It won’t be the last one:

There is an ongoing EU petition for guaranteed public access to publicly-funded research results.

Sign it! Spread it!

Sign

You can find further information on open access on the petition’s site, in Peter Suber’s blog or in his (who signed the petition, too, of course) “Overview to Open Access“.

Wichtig: Unterschreiben!

Es wurde hier und woanders oft genug gefordert: Freier Zugang zu allen mit öffentlichen Geldern finanzierten wissenschaftlichen Arbeiten! Nun hat die Euroscience workgroup on scientific publishing (unterstützt von DFG, JISC, SPARC-Europe, SURF, DEff) eine Petition veröffentlicht, die eben dies fordert.

Unterschreiben und weitersagen!

Open-Access-Petition unterschreiben

Auf der Petitionsseite selbst oder bei Zugang zum Wissen gibt es erläuternde Informationen zum Thema:

A1: Garantierter öffentlicher Zugang zu mit öffentlichen Mitteln geförderten wissenschaftlichen Ergebnissen kurz nach der Publikation;.
A2: Neue Publikations-Geschäftsmodelle sollten wettbewerblich erprobt werden.
A3: Wissenschaftliche Zeitschriften sollten auch bzgl. weiterer Kriterien analysiert und gerankt werden (Qualität der Dissemination wie Authorisierung, Archivierung, Copyright Vorkehrungen, Einbindung in Abstract- und Index-Dienste, etc.
A4: Garantie des freien Zugangs und der Langzeit-Archivierung für alle Zeit.
A5: Entwicklung interoperabler Werkzeuge, um die Sichtbarkeit von Wissen, sowie den Zugang und die Dissemination zu verbessern.
B1: Förderung wettbewerbsfreundlicher Strategien.
B2: Überprüfung der Auswirkungen eventueller zukünftiger Übernahmen und Fusionen von kommerziellen wiss. Verlagen auf ihre Auswirkung auf die Preise.
B3: Förderung der Entwicklung des elektronischen Publizierens.
C1: Gründung eines Advisory Committees
C2: Förderung weiterer Untersuchungen, insbesondere zur rechtlichen Sicherung der Verbreitung wissenschaftlichen publizierten Materials, zur ökonomischen Analyse alternativer Formen der Verbreitung wiss. Informationen, und zur weiteren technischen Entwicklung.

Bislang sind wir etwa 900 Unterzeichner. Wer nicht genau weiß, warum er/sie das unterzeichnen sollte, findet bei Peter Suber (der natürlich auch unterzeichnet hat) genügend Argumente: “Open Access Overview

[via Inetbib]

Open Access-Repository für die Sozialwissenschaften

Das Informationszentrum Sozialwissenschaften (IZ) ist Projektpartner im neuen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt “Social Science Open Access Repository” (SSOAR). Das IZ wird gemeinsam mit dem Institut für Qualitative Forschung in der Internationalen Akademie an der Freien Universität Berlin das Projekt bearbeiten. Die Institute entwickeln exemplarisch für die Sozialwissenschaften die notwendigen Strukturen, um Open Access – den für Nutzer und Nutzerinnen offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen – stärker zu verbreiten und nachhaltig zu unterstützen.

[Via idw]

Literaturhinweis Open Access

Eric Steinhauer weist in InetBib auf einen interessanten Artikel zum Thema Open Access und Urheberrechtsreform hin:

Jörn Heckmann/Marc Philipp Weber, Open Access in der Informationsgesellschaft – § 38 UrhG de lege ferenda, in: GRUR Int. 12/2006, S. 995-1000.

Näheres hierzu im Blog Bibliotheksrecht

Open Access 2007

Peter Suber in der neuen Ausgabe des SPARC Open Access Newsletter über die Perspektiven des Open Access für das Jahr 2007. Ein paar seiner Vorhersagen:

  • The spread of OA archiving policies by funding agencies and universities is an unstoppable trend. As in 2006, we’ll see more mandates than requests, and we’ll see more policies from funders than universities. But we’ll see the numbers grow in all of these categories. We’ll see new policies in countries that already have strong OA policies, such as Canada, France, Germany, Sweden, the UK, and the US, and we’ll see policies emerge in countries that haven’t had national-level policies before, such as Australia, Brazil, China, India, and South Africa. We’ll see pre-policy ferment in Latin America, Africa, and the Arab world, leading to national-level policies the year after.
  • The spread of institutional repositories is equally unstoppable. The number of universities launching them is growing fast and the conviction that they are an obvious, even tardy development is growing faster. More and more universities will launch them in a spirit of catch-up, rather than as break-out break-throughs. They will soon be a new fact of life for universities, like libraries or web sites, and the discussion will shift from their utility to the best practices for filling them.

[via University of Houston Libraries]