Bibliotheken lohnen sich

Hans-Christoph Hobohm schreibt in LIS in Potsdam von einer Studie, die zum wiederholten Mal unter Beweis gestellt hat, dass Bibliotheken einen sogenannten Return on Investment von über 1 zu 3 liefern. Er ist der Meinung, dies so deutlich wie mittlerweile langweilig sei. Ich möchte den frommen Wunsch hinzu fügen, dass sich gerade öffentliche Bibliotheken dieser Diskussion nur begrenzt stellen und viel eher mit ihren gesellschaftspolitischen und kulturellen Pfunden wuchern sollten.

UB Leipzig zeigt Blatt des Codex Sinaiticus

Im Rahmen der Vorstellung eines Projektes in Kooperation mit der British Library, der Russischen Nationalbibliothek und dem Katharinenkloster auf dem Sinai, zeigt die UB Leipzig am Donnerstag ein Originalblatt des Codex Sinaiticus.
Das von der DFG mitfinanzierte Projekt zielt darauf die auf die Bibliotheken verteilten Fragmente virtuell zusammenzuführen.
Der Codex Sinaiticus gilt als älteste Bibel der Welt (erste vollständige Fassung des Neuten Testaments) und ist auch gleichzeitig eines der ersten Bücher der Welt.
Am 14.12.2006 sprechen zu diesem Projekt Vertreter des Projektes im Hauptgebäude der Universitätsbibliothek Leipzig. Außerdem erscheint eine Broschüre zum Codex.

[via Leipziger Internet Zeitung]

Code v2 von Lawrence Lessig veröffentlicht

Da habe ich gerade die erste Version auf dem Schreibtisch liegen, informiert mich Heise auch schon über die gerade von Lawrence Lessig mit Hilfe eines Wiki kollaborativ überarbeite zweite Auflage seines Klassikers “Code and Other Laws of Cyberspace” über die drohende Totregulierung des Internet.

Man findet das Buch komplett zum Download unter der Adresse http://codev2.cc. Wer Creative Commons unterstützen möchte, möge es dennoch erwerben.

All royalties from Code v2 go to Creative Commons, in recognition of the work done by those who helped with the wiki version of Code v1.

(Lessig.org)

Glück im Unglück

Heise.de titelt: Blogg.de löscht versehentlich alle Kommentare, und übertreibt dabei nur leicht. Sämtliche Kommentare der letzten 4 Monate sind vermutlich komplett weg. Was natürlich besonders schade ist, wenn explizit auf sie verlinkt wurde. Wie zum Beispiel von Jürgen Lübeck auf die Diskussion zu seinem Posting in unserem “Vorgängerblog“, der jetzt auch kommentarfrei ist.

Wieder ein Grund mehr, sich über das Eigenheim Infobib zu freuen.

Deutschsprachige Biblioblogsuche

Irgendwo in den Netbib-Kommentaren wurde mal über die Möglichkeit diskutiert, Google Coop für eine Suche über deutschsprachige Biblioblogs zu nutzen. Unter https://infobib.de/blog/biblioblogsuche/ ist jetzt ein erstes Ergebnis zu sehen. Es sind zwar erst ca. 15 Blogs enthalten, aber das kann man relativ schnell erweitern. Wer dabei mitwirken möchte, melde sich bitte im Kommentar oder per Email.

Cui bono? Kann ich nicht beantworten. Bei der Suche nach der Netbib-Diskussion bin ich mit der Suche schon einmal gescheitert. Aber als Spielzeug allemal einen Blick wert.

Libreas würdigt Umstätter

In der neuen Libreas-Ausgabe, in deren Schwerpunkt es um einen Blick über den deutschen Tellerrand – unter anderem nach Polen, Südkorea oder Island – geht, wird Walther Umstätter ausführlich gewürdigt.

Wofür man Walther Umstätter in jedem Fall die Zeit und Muße eines jung gebliebenen Emeritus wünscht, ist die Wiederaufnahme eines Unterfangens aus den 1970er Jahren: Damals schrieb er ein Kinderbuch, in dem die Bibliothek, „verpackt in eine Art Kästner-Krimi“ kindgerecht erklärt wurde.

Dem kann ich mich anschließen.

Microsoft Live Search Books

Seit gestern online: Live Search Books von Microsoft.

Ein paar Anmerkungen:

  • Im Schnitt ca. 5-20 Sekunden Ladezeit pro Webseite ist wirklich ein bißchen viel. Oder habe ich gerade einen ungünstigen Moment erwischt?
  • Gebrochene Schriften sind auch hier nicht die Stärke des Angebots. Man suche nach Bibliothek und schaue sich den ersten Treffer an. Gefunden wird die Phrase “den Spenctern der Bibliothek”. Die Spencter sind aber eigentlich Spender.
  • Es werden keine Permalinks für die Buchfunde angeboten.
  • Es gibt die Möglichkeit, das gesamte Buch als PDF herunterzuladen. Sehr schön! Rechtliche Hinweise fehlen leider, zumindest habe ich sie nicht entdeckt.

Mal sehen, was daraus wird.

Online-Lexikon für bayerische Geschichte

Das erste wissenschaftliche Sachlexikon zur bayerischen Geschichte, das “Historische Lexikon Bayerns” ist nun online frei zugänglich. Es erweitert die Personen- und Ortsdatenbanken der Bayerischen Landesbibliothek Online (BLO) durch ein Nachschlagewerk zu Sachbegriffen und enthält bereits 337 Artikel.

Das Lexikon bietet komfortable Möglichkeiten, wissenschaftlich fundierte, verlässliche Informationen über die Kultur und Geschichte des Freistaats zu recherchieren. […]
Das inhaltliche Spektrum reicht von der politischen Geschichte über Recht, Wirtschaft, Religion, Alltag, Technik und Militär bis hin zu Kunst und Literatur.

Das Historische Lexikon Bayerns wird am 11. Dezember 2006, 18.30 Uhr, in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften der Öffentlichkeit vorgestellt.

[Via idw]