Die Dummheitsvermutung

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Aus einem Kommentar in der Zeit

Die Dummheitsvermutung ist die häufig öffentlichen Kommunikationsakten zugrundegelegte Annahme, die Adressaten seien dumm – wie dumm, ist unterschiedlich, aber jedenfalls dümmer, als sie sind. Die Dummheitsvermutung gilt wie die Unschuldsvermutung jeweils bis zum Beweis des Gegenteils. Doch während die Unschuldsvermutung die gesellschaftlich nützliche Funktion erfüllt, nicht nur Verdächtige vor Vorverurteilungen zu schützen, sondern auch Nichtverdächtige vor einem Klima des allgemeinen Misstrauens, leistet die Dummheitsvermutung einem solchen allgemeinen Misstrauen Vorschub – nur dass der Verdacht ein anderer ist. Die Dummheitsvermutung wirkt als gegenseitige soziale Kontrolle, die gewährleistet, dass jeder einzelne möglichst oft hinter seinem Potential zurückbleibt. Sie verhindert ein Entkommen der Gesellschaft aus der selbstverschuldeten Geistlosigkeit und Mittelmäßigkeit.

Die Bibliothek als Ort

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

http://blog.goethe.de/librarian/archives/375-Bibliothek-nur-noch-als-Ort.html

[via Lesewolke]

Google Minus: Immer weniger Suchmaschine. -1

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Die hier erwähnten Beispiele funktionieren teils nicht mehr, da Google das Pluszeichen nun anderweitig verwendet.

Alle reden über Google+, dabei ist Google- mindestens ebenso spektakulär. Und von der Bedeutung für die Google-Nutzer zum jetzigen Zeitpunkt als wesentlich gravierender einzuschätzen. Gemeint ist damit die schleichende Verschlechterung der Suchmaschine, die Google einst auszeichnete.

1. Exakte Suche

Suche ich nach Informationen zum Markt in der französischen Gemeinde Schwoben, ist mir Google keine Hilfe. Gebe ich „markt schwoben“ in den Suchschlitz, wird nach „markt schwaben“ gesucht. Nicht das, was ich wollte.

Nun wird mir – wie im Screenshot ersichtlich – angeboten, nach „markt schwoben“ zu suchen. Wie gelesen, so geklickt. Was passiert?

Immerhin die drei der ersten zehn Treffer enthalten die gewünschten Suchbegriffe. Bei den restlichen sieben werden ähnliche Begriffe wie „Schwoba“ oder wieder „Schwaben“ in die Ergebnisse gemischt.

Eine exakte Suche in Google ist nur noch möglich, wenn man entweder die Phrasensuche (in Anführungszeichen) verwendet oder ein Plus-Zeichen vor den gewünschten Begriff setzt. Mit „+markt +schwoben“ erhält man tatsächlich Seiten, in denen beide Begriffe auftauchen.