Individuelle QR-Codes in Serienbriefen?

Ich habe gestern versucht, die Serienbrieffunktion von MS Office 2010 oder OpenOffice/LibreOffice zu nutzen, um eine QR-Code-Beschilderung für unsere Zeitschriften herzustellen. Das Vorgehen war eigentlich recht einfach (geplant):

In der Tabellenkalkulation zwei Spalten:

  1. Titel: Photon : das Solarstrom-Magazin
  2. URL (zur EZB, zum Katalog, wohin auch immer): http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/detail.phtml?bibid=FHH&colors=7&lang=de&jour_id=86908

Daraus wird dann in Spalte 3 ein Google-API-QR-Link erzeugt:

http://chart.apis.google.com/chart?cht=qr&chs=350×350&chl=http://rzblx1.uni-regensburg.de/ezeit/detail.phtml?bibid=FHH&colors=7&lang=de&jour_id=86908

Und daraus wollte ich dann über die Serienbrieffunktion die einzelnen Schilder generieren. Was auch ein einziges Mal funktioniert hat. Danach nicht mehr. Das Problem: Auf allen Schildern ist derselbe QR-Code zusehen. Das Serienbriefdokument sieht folgendermaßen aus:

Ich habe diverse Formen der INCLUDEPICTURE-Funktion ausprobiert, inklusive der Beschreibung von Graham Mayor.

Liebe Lesenden, es gibt doch sicherlich eine einfache und vor allem zuverlässig funktionierende Möglichkeit, solche Etiketten in größerer Zahl aus den Daten einer CSV-Datei (o.ä.) zu generieren. Für sachdienliche Hinweise ist ein ernstgemeintes Dankeschön ausgelobt!

Library 2.012

Die virtuelle Konferenz Library 2.011 (siehe auch hier) bot letztes Jahr viele, viele Vorträge zu vielen, vielen Themen rund um die digitale Bibliothek. Der Nachfolger, Library 2.012, steht nun direkt bevor. Vom 3. bis zum 5. Oktober stehen wieder viele, viele Vorträge und Workshops an. Zum Beispiel:

Insgesamt 150 Sessions wurden schon akzeptiert.

Neuer Hype-Cycle von Gartner

Nach dem neuen Hype-Cycle von Gartner befindet sich Gamification gerade in der Phase, in der Early Adoptors ausprobieren. Social Analytics wird dagegen schon von den Massenmedien wahrgenommen, Augmented Reality hat den größten Hype überstanden und wird nun erst einmal Erwartungen enttäuschen. QR-Codes und App-Stores sind dagegen inzwischen gereifte Technologien.

Mehr Infos unter anderem bei ReadWriteWeb.

Bachelorarbeit: Auskunftsdienste der Zentralbibliothek der FH Hannover

Meiers, Nadine & Schröder, Stefanie: Auskunftsdienste der Zentralbibliothek der FH Hannover – Evaluation derzeitiger und Konzeption neuer Auskunftsdienste

Der konventionelle Auskunftstresen ist in Deutschland nach wie vor weit verbreitet. Im Falle der Zentralbibliothek der Fachhochschule (FH) Hannover wird seit Mitte 2009 auf einen solchen Tresen verzichtet. Es stellt sich die Frage inwieweit weiterhin ein zufriedenstellender Auskunftsdienst in der Bibliothek geleistet werden kann. Die vorliegende Bachelorarbeit analysiert vor diesem Hintergrund verschiedene Auskunftskonzepte, die auf einen traditionellen Auskunftsplatz verzichten. Die Autorinnen präsentieren allgemeingültige Hinweise und geben Beispiel für eine mögliche Umsetzung der Konzepte. Die Ergebnisse der Bachelorarbeit sollen zu einem effizienteren und nutzerorientierteren Auskunftsdienst führen.

Auch das zur Zeit allgegenwärtige Thema QR-Codes kommt zu Sprache.

QR-Codes: weitere Anwendungsmöglichkeiten

Schon der wohl bekannteste QR-Code-Generator von Kaywa bietet an, verschiedenartige Informationen (URL, Text, Phone Number, SMS) zu kodieren. Es sind jedoch noch viele weitere Anwendungen denkbar. Eine davon ist die Kodierung von Calendar-Events. Dafür bietet der ZXING QR-Generator eine Maske, die auf Googles Chart API aufsetzt.

Gibt man die gewünschten Daten ein, so produziert Google Charts zum Beispiel diesen QR-Code:

Nutzt man ein entsprechend ausgestattetes Smartphone, erhält man nach Einlesen des QR-Codes nicht nur die Daten des Events, sondern auch die Möglichkeit, dies dem eigenen Kalender hinzuzufügen. Klingt großartig, funktioniert nur leider auf vielen Geräten nicht. Zumindest war dies der Stand vor ca. einem Jahr. 1) Neuere Erkenntnisse bitte in die Kommentare! Daher – und weil wir noch keine Möglichkeit sehen, die Kalender-Informationen mit einer Anmeldung per E-Mail zu verknüpfen 2) Dies könnte auf einer speziell angereicherten mobiltauglichen Webseite kombiniert werden. Interessanter wäre jedoch eine Kombination in einem QR-Code. - setzen wir in der Bibliothek der Fachhochschule Hannover bislang auch nur Links auf Webseiten mit weiterführenden Informationen ein.

Über den ZXING-Generator sind auch andere Inhalte kodierbar. Zum Beispiel die Geokoordinaten der Bibliothek der FH Hannover:

Auch Kontaktdaten und weitere Informationen sind denkbar. Dies sind mehr oder weniger alles Anwendung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Die hinter QR stehende Idee der Verknüpfung von virtueller und “echter” Welt bietet gerade in Bibliotheken jedoch weitaus spannendere Anwendungen. Zum Beispiel die schon erwähnte Anwendung des Smartphones als Ausweisersatz. Oder natürlich die Verknüpfung der physischen Bestände mit E-Books oder E-Journals. Ein kleiner Aufkleber mit dem QR-Code könnte im Präsenz-Exemplar eines Buches auf parallel verfügbare Online-Ausgaben hinweisen.

References   [ + ]

1. Neuere Erkenntnisse bitte in die Kommentare!
2. Dies könnte auf einer speziell angereicherten mobiltauglichen Webseite kombiniert werden. Interessanter wäre jedoch eine Kombination in einem QR-Code.

Augmented-Reality-App für bibliothekarische Bestandspflege

Anwendungen von QR-Codes in Bibliotheken werden zur Zeit mal wieder heftig diskutiert. Meist geht es dabei darum, Dienste oder Informationen für Bibliotheksnutzer bereitzustellen. Doch auch für Bibliotheksmitarbeiterinnen können QR-Codes sehr nützlich sein. Golem weist auf Shelvar hin. Dabei handelt es sich um eine Android-App, mit der verstellte Bücher im Bestand ausfindig gemacht werden können.

Einen längeren Artikel über Shelvar gibt’s im Chronicle of Higher Education.

Smartphone ersetzt Bibliotheksausweis?

Viola Voß weist drüben bei Netbib auf eine interessante Einsatzmöglichkeit von Smartphones in Bibliotheken hin: als Ersatz für den Bibliotheksausweis.

Offenbar verwenden Benutzer immer häufiger Apps, mit denen sich Kundenkarten- und Ausweis-Nummern auf dem Handy speichern und auf dem Display als Barcode darstellen lassen. So spart man sich zig Karten im Portemonnaie und hat im Handy immer alles dabei.

Die Idee stammt vom Swiss Army Librarian, der wiederum auf Vagabondages verweist. Mein Umsetzungsvorschlag, um Sicherheitsbedenken entgegen zu kommen:

1. Nutzer gibt Nutzerdaten in App ein, meldet sich via App im Benutzerkonto an.
2. Die App generiert aus dem Nutzerkonto heraus einen Barcode. Dies evtl. inkl. verschiedener Benutzerdaten (z.B. Name des Benutzers), die ebenfalls angezeigt werden. Dazu noch ein Bibliothekslogo oder so, damit man sieht, dass es die App ist oder zumindest eine etwas mühevoller angefertigte Fälschung.
3. Nun muss noch ein Feedback-Mechanismus stattfinden.
a) Die App sendet ein Signal an das Bibliothekssystem, dass nun ein Ausleihvorgang stattfinden soll.
b) Der Nutzer gibt eine PIN oder ein Passwort in ein Terminal ein analog zur Kartenbezahlung an der Supermarktkasse.
c) …?

Diskussion bitte in den Netbib-Kommentaren. Vielleicht meldet sich ja ein IT-Mensch zu Wort, der sich mit derartigen Sicherheitsmechanismen auskennt?