Zensur in China II

Der ehemalige Betreiber einer regierungskritischen Webseite ist in China wegen Aufwiegelung zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Ningbo im Osten des Landes befand Zhang Jianhong heute für schuldig, mehr als 60 “aufrührerische” Artikel auf ausländischen Internetseiten veröffentlicht zu haben, wie staatliche Medien berichteten.

Wer sich gegen so etwas engagieren möchte, liegt bei amnesty international und mit einer Mail an seinen Bundestagsabgeordneten sicherlich nicht verkehrt.

[via Heise]

Bibliotheken gegen Zensur

Immer noch wird in zu vielen Ländern zensiert, zum Beispiel in China, und eben auch in Kuba, wie Café Babel berichtet:

In Kuba werden fallen zahlreiche Werke der Weltliteratur unter die Zensur. Ein Verein will durch unabhängige Bibliotheken Abhiilfe schaffen – und wird deshalb vom Regime unter Druck gesetzt.

Eine weitere, eher kuriose Affäre begab sich gerade in den USA. Die aktuelle Ausgabe von Sports Illustrated (Vorsicht, jugendfrei! 1)Keine Waffen weit und breit, kein Gemetzel, nur eine junge Dame im Bikini) wurde auf Geheiß von Time Warner Inc. nicht an Bibliotheken und Schulen ausgeliefert. Begründung laut dieser Presseerklärung der ALA:

“In the past, we have gotten lots of feedback from parents, teachers, and librarians about the content possibly not being appropriate for librarians,”

“Bikinigate” wurde inzwischen beigelegt.

[via LISNews, Maison Bisson]

References   [ + ]

1. Keine Waffen weit und breit, kein Gemetzel, nur eine junge Dame im Bikini

Nichts ist faul im Staate Dänemark

“Können Sie sich vorstellen, dass Kulturstaatsminister Neumann anregt, deutsche Bibliotheken mögen ein Serviceangebot entwickeln, das allen Bürgern ermöglicht, kostenlos Filme aus dem Internet herunterzuladen, damit der allgemeine, kostenfreie Zugang zur Information gewahrt bleibt und kommerzielle Unternehmen dieses Recht nicht aushöhlen? Und dass dieses Projekt dann auch noch mit staatlichen Mitteln finanziert wird?” Florian Nantscheff, der Leiter der Stadtbibliothek Lörrach, weiß, dass seine Frage rhetorischer Natur ist. Dennoch ist sie keineswegs aus der Luft gegriffen – denn: “In Dänemark ist so etwas selbstverständlich!”

Mehr dazu im lesenswerten Bericht bei Bildungsklick.