Neuer Prof. in Potsdam: Felix Sasaki

Am 26. Februar wurde Dr. Felix Sasaki vom W3C die Berufungsurkunde zum Professor der Fachhochschule Potsdam von Staatssekretär Dr. Komusiewicz im Minsiterium für Wissenschaft, Forschung und Kultur überreicht.

Er wird im Fachbereich Informationswissenschaften den Bereich inhaltliche Erschließung verstärken und mit seinen langjährigen Erfahrungen am W3C fruchtbaren Input auf die eine oder andere Weise bringen. Tim Berners-Lee (der Erfinder des WWW und Chef im W3C) lässt ihn sicher ungern gehen.

Webtechnologie und vor allem Metadaten zur Steuerung und Strukturierung des Web werden immer wichtiger in allen drei Berufsfeldern des Fachbereichs. Prof. Sasaki rundet damit das Bild ab, das die drei “Überlastprofessuren” mit den weiteren Themengebieten: Elektronisches Publizieren/Dokumentenmanagement und Webtechnologie/Semantic Web Anwendungen als neue Facette unserem Lehr- und Forschungsprofil hizufügen.

Mehr über Felix Sasaki gibt’s beim W3C. Er hat auch mal getwittert(?).

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Blackwell Synergy von Google Scholar mißverstanden

Sebastian Wolf machte in Inetbib auf Risiken und Nebenwirkungen der automatischen Metadatengeneration durch Google aufmerksam.

Google Scholar kümmert sich auch nicht um die Original-Metadaten aus den Dokumentenservern, sondern indexiert Autorennamen etc. per automatischer Texterkennung. Die Metadaten von Dokumentenservern sind in der Tat manchmal erstaunlich schlecht, aber die automatische Autorenerkennung macht z.B. “F Password”, “D Surgery” und “I View” zu erfolgreichen und vielzitierten Autoren in Google Scholar.

Es gibt sogar einen Aufsatz, der von allen Dreien gemeinsam geschrieben wurde. Dort bestätigt sich auch, was sich schon bei einem Überfliegen der Ergebnislisten der anderen “Top-Autoren” aufdrängt: zwei von drei Versionen des Werkes werden mit korrekten Autorenangaben versehen, nur bei Blackwell Synergy schlägt die Interpretation stets fehl.

Allerdings sind Blackwell-Autoren nicht das einzige Opfer der fehlerhaften Autorenerkennung. Wenn man nach Reputationseffekt erhält man auch gleich als erstes ein Werk von “F Wirtschaftswissenschaften” angeboten.

Bleibt nur zu hoffen, dass F. Wirtschaftswissenschaften (bestimmt ein guter Freund von F. Informationswissenschaft, der wiederum sehr viel mit F. Potsdam veröffentlicht) in nicht-deutschsprachigen Ländern nicht tatsächlich ab und an als Autor angegeben wird.