10th International Conference on Science and Technology Indicators

Morgen beginnt die 10th International Conference on Science and Technology Indicators in Wien.

Das Erkennen von Trends in der Forschung, die Identifikation von Forschungsgebieten mit einem hohem Zukunftspotential, sowie die Messung von Forschungsleistungen sind die Leitthemen der “10th International Conference on Science and Technology Indicators”.

Die quantitative Messung der Leistung und Entwicklung von Forschung und Technologie (F&T) hat international eine lange Tradition und findet breite Akzeptanz in der F&T-Politik. Eines der bekanntesten Konzepte ist der Impact Faktor von wissenschaftlichen Zeitschriften, welcher durch die Zahl der Zitierungen die Sichtbarkeit wissenschaftlicher Arbeit in der Scientific Community erfasst. “Die Anwendung und die Weiterentwicklung von ähnlichen bibliometrischen Indikatoren gehören auch zu den Aufgaben einer modernen Universitätsbibliothek”, sagt Programme Chair Juan Gorraiz von der Universität Wien.

Weitere wichtige Konferenzthemen sind: Neue Anforderungen und Entwicklungen im Open Access-Publikationswesen, neue Möglichkeiten zur Erforschung der Wissenschaft, Fortschritte in der Forschung zur Knowledge Based Economy und neuartige Analysekonzepte, wie z. B. Netzwerkanalyse und Forschungslandkarten (Mapping Science).

Über 250 WissenschafterInnen, insbesondere InformationswissenschafterInnen, WissenschaftspublizistInnen sowie ForschungsmanagerInnen, DatenbankanbieterInnen, BibliothekarInnen und Policy Maker aus der ganzen Welt tauschen neueste Erkenntnisse über Entwicklung und Anwendung von Forschungs- und Technologieindikatoren aus. Neben VertreterInnen der Industrieländer nehmen auch zahlreiche ForscherInnen aus Schwellenländern an der Konferenz teil.

Die Themenpalette klingt interessant. Wer genaueres wissen möchte, dem sei das mit 49 MB reichlich schwergewichtig geratene Book of Abstracts (PDF) empfohlen.

[via IDW-Online]

Mememoir

Wiedermal ein heißer Tipp von Bernie Sloan via Dig_Ref. Er macht auf ein Wikikonzept aufmerksam, in dem jedes Zeichen mit einem Autoren verknüpft ist. Dies soll das Problem der Autorenschaft bei der kooperativen Arbeit an Dokumenten lösen:

Reporting in Nature Genetics, scientist Robert Hoffmann develops the first Wiki where authorship really matters. Based on a powerful authorship tracking technology, this next generation wiki links every word to its corresponding author. This way readers can always know their sources and authors receive due credit.

Wie’s funktioniert, kann man auch in diesem Filmchen erfahren.

Links

Umfrage zum "wissenschaftlichem Arbeiten im Web 2.0"

Umfrage zum wissenschaftlichen Arbeiten mit 2.0-Instrumenten:

Das Forschungsprojekt “Wissenschaftlich Arbeiten im Web 2.0” an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg untersucht derzeit Möglichkeiten zur Nutzung des so genannten „Web 2.0“ in der Wissenschaft.

Der nachfolgende Fragebogen soll grundlegende Fragen klären. Sie brauchen sich nicht mit dem Thema beschäftigt zu haben, um ihn auszufüllen, dafür aber zehn Minuten Zeit.

Alle Daten werden anonym erhoben und ausgewertet.

Hier geht’s zur Umfrage.

Update: URL korrigiert

Weblogs in Wissenschaft und Bildung

Für Blogger selbst liegt der Nutzen von Blogs eindeutig auf der Hand, für den Rest der Welt oftmals nicht. Zumindest verfestigt sich dieser Eindruck bei jedem Gespräch mit Wissenschaftlern oder Studenten ‘außerhalb der Blogosphäre’. In der Tat ist es nicht einfach, den einen, speziellen, alles überragenden Nutzen von Blogs zu definieren. Zu vielfältig sind die Blogs, zu unterschiedlich die Zielgruppen und Intentionen, für die und mit denen Blogs eingerichtet werden.
„Weblogs in Wissenschaft und Bildung“ weiterlesen

Klimaskeptiker reingelegt

Im Fischblog ist es nett beschrieben:

Wie im Nature-Blog „The Great Beyond“ zu lesen ist, hat der Brite David Thorpe[1] eine auf den ersten Blick ziemlich eindrucksvolle Fake-Website zusammengestellt. Auf dieser präsentierte das nichtexistente Journal of Geoclimatic Studies ein Paper mit dem Titel „Carbon dioxide production by benthic bacteria: the death of manmade global warming theory?“[2], zu deutsch: „Kohlendioxid-Produktion durch benthische Bakterien: Der Tod der Theorie von der menschengemachten globalen Erwärmung?“.

[1] David Thorpe ist nach eigenen Angaben nur der Webdesigner und scheint mit dem Hoax selbst nichts zu tun zu haben.
[2] Die Website scheint seither vom Netz gegangen zu sein, deswegen nur der Link zum Google Cache.

Diese Theorie wurde von Leuten wie US-Senator James Inhofe, der Klimaschützer gerne mal mit Nazis vergleicht, gerne und unkritisch aufgegriffen. Und dies, obwohl es sich gerade die selbsternannten Skeptiker auf die Fahne schreiben, der Klimapanik mit wissenschaftlicher Objektivität entgegen zu treten.

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