Besucherrekord in Weimar

Nach Angaben der Klassik-Stiftung Weimar haben sich die Nutzungszahlen der Anna-Amalia-Bibliothek im Vergleich zu den Jahren vor dem Brand im Jahr 2006 verdreifacht.
Gründe hierfür seien vermutlich „die besucherfreundlichen Arbeitsbedingungen im neuen Gebäude und die erweiterten Öffnungszeiten“ und die Tatsache, dass mittlerweile wieder deutlich mehr Werke zugänglich sind.

[via MDR 1 RADIO THÜRINGEN]

Schaufenster der Biblioblogosphäre

Lambert Heller (u.a. Netbib) hat ein neues Tool für die deutschsprachige Biblioblogosphäre geschaffen:

Dies hier könnte ein interessantes Schaufenster der deutschsprachigen Biblioblogosphäre werden. Ich habe einfach das in der Open-Source-Welt bewährte Konzept der Planet-Aggregatoren mittels MySyndicaat auf die von Jin Tan betreute OPML-Liste der deutschsprachigen Biblioblogs angewendet. Wem das zu kompliziert klingt: Das ist es keineswegs, einfach angucken und sofort verstehen.

Hier geht’s zum Tool, hier geht’s zum Artikel.

Hat die Bibliothek der Katholischen Universität Eichstätt eine Tonträgersammlung verscherbelt?

Diesem Vorwurf von Dr. Hans Schneider muss sich die Bibliothek in diesen Tagen stellen. Die Frau des Verlegers hatte der Universitätsbibliothek im Jahr 2000 die rund 3000 Schallplatten umfassende Tonträgersammlung ihres verstorbenen Vaters geschenkt.
Diese Schenkung sollte „eine wertvolle Hilfe in der Ausbildung von Studenten auf dem Gebiet der Musik“ leisten. Nun hat Carola Schneider erfahren, dass der Bestand vor einigen Monaten an ein sächsisches Antiquariat verkauft worden sein soll. Auch ihr Mann ist nun in großer Sorge, dass der von ihm gespendete Bücherbestand im Wert von rund 150.000 Euro verkauft werden könnte.

Die Bibliothesdirektorin Dr. Angelika Reich weist diese Vorwürfe zurück. Nach ihren Angaben, wurden lediglich die Tonträger, die bereits in der Bibliothek vorhanden sind, an ein Antiquariat abgegeben, so können von „verscherbeln des kompletten Bestands“ keine Rede sein.
Als Grund führte sie Platzprobleme der Bibliothek an, außerdem könne die Bibliothek selbst entscheiden, wie sie mit Geschenken verfahre.

Nun bleibt abzuwarten wie sich der Streit entwickelt, die Unileitung strebt eine hausinterne Klärung an.

[via Eichstätter Kurier]

mehr dazu auch bei Archivalia

Frankfurter Stadtbibliotheken erhalten Unterstützung

Nach dem schlechten Abschneiden der Stadtbücherei Frankfurt (Platz 30 von 32) beim BIX sehen die Ortsbeiräte Handlungsbedarf. Insbesondere die Stadtteilbibliotheken Niederrad und Nordweststadt sollen ausgebaut und die Etats aufgestockt werden.

Durch den Umzugs der Zentralbibliothek wird zwar mit 800 000 Euro Ersparnis gerechnet. „Bislang soll davon jedoch ausschließlich die Zentralbibliothek zusätzliche 250 000 Euro erhalten, um die neue Jugendbibliothek „freestyle“ aufzubauen. Die SPD-Fraktion im Römer beabsichtigt, einen Antrag einzubringen, das Stadtbücherei-Budget schon dieses Jahr deutlich zu erhöhen: Die eingesparten 800 000 Euro sollen in Gänze der Bücherei zugute kommen.“

[via Frankfurter Rundschau]

Bibliothekarischer Imagegewinn

In Nebraska gibt es eine spezielle Webseite nur für die bibliothekarische Nachwuchsrekrutierung: http://nowhiringatyourlibrary.com/

Ich neige zum Pessimismus, was die Personalpolitik in deutschen Bibliotheken angeht. Dass sich jemand hier in Deutschland ein Beispiel daran nimmt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist die Variante nowfiringatyourlibrary.com. Zu diesem Thema siehe auch diesen Artikel, dessen Kommentare leider gelöscht wurden.

[via Netbib und Bibliotan]

Neuer DBV-Newsletter erschienen

Die Ausgabe 103 des DBV-Newsletters berichtet u.a. über die Ausschreibung zur Bibliothek des Jahres 2007, das DFG-Programm „Kulturelle Überlieferung“, eine EU-Umfrage zum Thema Medien- kompetenz und die bundesweite Online-Informationsplattform zum Thema Open Access.

Schweizerische Nationalbibliothek

Zum neuen Jahr änderte die Schweizerische Landesbibliothek in Bern ihren Namen in „Schweizerische Nationalbibliothek“.

Wer mehr über die Bibliothek erfahren möchte, sollte am 17. Januar 2007, ab 14.05 Uhr Schweizer Radio DRS1 einschalten. Dort erkundet Christian Schmid die Schweizerische Nationalbibliothek: „Die Institution und ihre Geschichte, den Betrieb vor und hinter den Kulissen und er folgt dem Weg eines Buchs, vom Posteingang bis es im Regal zur Ausleihe bereitsteht.“