Freiherr oder Baron?

Wie schwierig es sein kann, ohne (Adels-)Titel mit einer Bibliothek in Kontakt zu treten, beschreibt Oliver Obst nebenan bei Medinfo.

Das Formular geht davon aus, dass jeder einen Titel hat und wenn es bloss ein Bachelor ist. Es kann nicht ohne Angabe eines Titel abgesandt werden.

Leider verrät er nicht, wo er dieses schöne Formular gefunden hat.

GoeScholar wagt erste Schritte zum Dokumentenserver 2.0

Vor knapp 2 Wochen hat die Universität Göttingen ihren Dokumentenserver GoeScholar freigeschaltet. An sich nicht weiter bemerkenswert, haben doch inzwischen zahlreiche Hochschulen ein solches Angebot. Bemerkenswert sind allerdings die Dienste, die unter „Mein GoeScholar“ firmieren. Dort gibt es nämlich eine „Publikationsliste“, ein Feature, das ständig und immer wieder von Autoren nachgefragt wird. Bei GoeScholar ist das nicht ganz so chic durchdesignt wie im Web 2.0 gewohnt, der Dienst ist aber durchaus zweckmäßig. In der Demo-Version kann man sich die Funktionen ansehen. Hübsch auch die Einbindung der „Google-Zitationsrate“.

Ich konnte leider nicht herausfinden, ob die Liste auch als Widget funktioniert. Von Slideshare ist man ja so etwas gewohnt:

Bis dahin dauert es wohl noch ein wenig. Mit ca. 5-10 Jahren Verzug pflegen solche Nützlichkeiten irgendwann ja doch Einzug ins Bibliothekswesen zu halten. Dabei handelt es sich um handfeste Vorteile für Autoren, die die Akzeptanz von OA-Servern weiter verbreiten können.

Blog zum Bibliotheksumzug an der FH Potsdam

Die uncoolen BibliotekarInnen machen auf ein Weblog aufmerksam, dass den Umzug der Fachbereichsbibliotheken Informationswissenschaften und Sozialarbeit in Potsdam diskutiert und dokumentiert. Wirklich ein Musterbeispiel für den sinnvollen Einsatz von Social Software in Bibliotheken, wie schon aus der regen Anteilnahme der Nutzer in den Kommentaren ersichtlich ist.

Goethe-Institute haben wieder Bibliotheken

Brigitte Doellgast schreibtim Librarian in Residence Blog über ihr ganz persönliches Bibliotheks-Highlight 2008:

Das Goethe-Institut hat sich Anfang November 2008 entschlossen, dass seine Bibliotheken wieder Bibliotheken heißen dürfen. Die letzten Jahre hatte man großen Wert darauf gelegt, dass wir ‚Informationszentren‘ haben und nicht ‚nur‘ Bibliotheken. Die Begründung für die nun erfolgte Rückbesinnung lautet ebenso simpel wie zutreffend, dass Bibliotheken schon längst keine Bücherspeicher sind, sondern ‚ein breites Spektrum an Dienstleistungen (anbieten), das alle realen und virtuellen
Möglichkeiten umspannt.‘

Im Sinne der Öffentlichkeitsarbeit eine sinnvolle Entscheidung, ist der Begriff „Bibliothek“ doch gut eingeführt und meist das, wonach Nutzer suchen dürften.