Beyond the API: Why Companies Should Have a Presence on All Major Platforms

Beyond the API: Why Companies Should Have a Presence on All Major Platforms

Web sites are only one kind of presence that companies can have today. Social Networks like Facebook and MySpace, mobile platforms like iPhone and Blackberry, browser extensions and RIA Applications all have an equal – sometimes considerably larger – share of users attention. Figuring out which presence should be delivered by the website vs. a third party is an important question that each company should ask.

Studie: Studieren im Web 2.0

HD Zimmermann und Danilo Vetter machen sich Gedanken über die HIS-Studie „Studieren im Web 2.0“.

HD Zimmermann schreibt unter anderem:

Interessant wäre in diesem Zusammenhang natürlich auch zu wissen, in welcher Form z.B. ‚Bibliothek 2.0‘ – Angebote, die inzwischen von Hochschulbibliotheken angeboten werden – z.B. angereicherte Bibliothekskataloge – oder als Webanwendung verfügbar sind – z.B. CiteULike, BibSonomy, Connotea, zotero, etc. – von Studierenden genutzt werden. Auch das sind ‚Web 2.0‘ – Anwendungen!

Ein äußerst interessanter Punkt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass viele Angebote gut genutzt werden, wenn man Studierende und Dozenten immer wieder darauf aufmerksam macht, dass es sie gibt. Das gilt für Datenbanken genauso wie für Social Bookmarking. Aktuelles Beispiel ist die Toolbar der FHH. Nach etwas zögerlichem Start werden Bibliothekseinführungen nun mit der Toolbar als „Informationszentrale“ durchgeführt, was zu einer Vervielfachung der Nutzung führte. Der Effekt setzt sich auch fort, wenn gerade weniger Schulungen stattfinden. Offensichtlich spricht sich die Nützlichkeit der Toolbar unter Studenten herum.

Auch wenn es nicht im Focus der Studie ist, mich würde sehr auch ein Vergleich bzgl. der Nutzung und Einschätzung von Fachdatenbanken wie elektronischen Zeitschriftenkatalogen interessieren. Vielleicht ist das ja dann der Inhalt der nächsten Studie!

Hierfür gilt das gleiche wie für Social-Bookmarking-Tools. Es sind, und darüber muss man sich als Bibliothekar immer klar sein, Nischenangebote. Selbst die beste Datenbank eines Fachgebiets wird nur von einigen Bibliotheksnutzern wirklich häufig benutzt. Das gilt zumindest für Hochschulbibliotheken und für die meisten Fachgebiete. WiSo in den Wirtschaftswissenschaften und PubMed sind da sicherlich Ausnahmen.

Danilos Analyse kann ich nur teilweise zustimmen:

überrascht haben mich die antworten auf die frage nach der nutzungshäufigkeit von weblogs. diese werden von 24,6 % der studierenden sehr selten und von 46,4 % überhaupt nicht genutzt. 7,2 % der studierenden kennen weblogs nicht (vgl. s. 24). ähnlich sieht es bei der nutzung von rss-feeds aus. hier nutzen 36,8 % der studierenden rss-feeds überhaupt nicht und 36,5 % kennen das angebot nicht. ein weiteres ergebnis, dass mich überrascht hat, war die geringe nutzung von social bookmarking-angeboten. 45,2 % der studierenden nutzen das angebot nicht und 37,8 % kennen die möglichkeiten von social bookmarking seiten nicht (vgl. s. 25).

das rss, weblogs und social-bookmarking so wenig bekannt und genutzt werden lässt vermuten, dass die vorteile dieser web 2.0 angebote bisher zu wenig bekannt sind.

Wenig genutzt? 6% der Befragten sind anscheinend intensiv Blogkundige. Das mag wenig erscheinen. Bei einem sehr großen Teil gehe ich jedoch davon aus, dass Blogs zumindest regelmäßig gelesen werden. Man frage mal in seinem Bekanntenkreis, wieviele Netbib lesen, oder wenn es keine Bibliothekare sind, vielleicht Cute Overload oder Spreeblick. Vorher sollte man jedoch fragen, wieviele denn Blogs lesen. Die Zahlen werden sicherlich nicht identisch sein. Zumindest in Bibliotheken stoße ich immer wieder auf Kollegen, die mit großer Selbstverständlichkeit bibliothekarische Blogs lesen, aber keine Ahnung haben, dass es sich um Blogs handelt.

Daher scheint mir die Fragestellung nicht sehr glücklich. „Frage 2: Wie häufig nutzen Sie die folgenden Internetangebote?“ Die Blog-Option lautet: „Weblogs/Blogs (z.B. blog.de)“
Wenn ich nicht weiß, dass Netbib ein Blog ist, dann überlege ich, ob mir die Domain Blog.de was sagt. Den meisten sicherlich nichts, und daher ist die Zahl der geringen Resonanz hier vorprogrammiert.

Weiter im Text:

bibliotheken, als wichtige akteurinnen im feld der informations- und medienkompetenz sind hier besonders gefragt, um bei den studierenden diese wichtigen internetangebote bekannter zu machen. hierzu ist es notwendig schnellstmöglich ein spannendes und vor allem in die hochschullehre integriertes (also auch studienpunkt(e) relevantes) kursangebote zum web 2.0 an den universitätsbibliotheken anzubieten.

Jein. Bibliotheken müssen sich da sicherlich positionieren und auch aktiv in die Fakultäten gehen. Wichtig ist jedoch auch, dass die Hochschulleitungen erkennen, welches Potential im sogenannten Web 2.0 liegt. Die Möglichkeiten sind noch längst nicht erschöpft. Und wenn eventuelle Pioniere unter den Dozenten von der Bibliothek unterstützt und als leuchtende Beispiele von der Hochschulleitung herumgezeigt werden, kommt der Erfolg von ganz alleine.

E-LIS mit E-Prints 3.0

E-LIS – the open archive for Library and Information Science wird vom 17. bis zum 21. November nicht zur Verfügung stehen, da ein Upgrade der Repository-Software E-Prints ansteht. Unter den Features von E-prints 3.0 wird u.a. aufgelistet:

  • Time saving deposits
  • Import data from other repositories and services
  • Autocomplete-as-you-type for fast data entry

Gerade Verbesserungen für Autoren sind dringend notwendig gewesen. Wie das ungefähr aussehen wird, kann man auf dem Demo-Server ausprobieren.

Die Nachricht ging über verschiedene Mailinglisten, aber auf der E-Lis-Seite selbst kann ich keinen Hinweis entdecken.

Studie: "Open Content – Open Access : Freie Inhalte als Herausforderung für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik"

Bernd Hartmann und Felix Jansen haben im Rahmen des Forschungsprojekts FAZIT die Studie „Open Content – Open Access : Freie Inhalte als Herausforderung für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik“ (PDF) veröffentlicht.

Hinter Open Content steht der Gedanke, Medieninhalte wie Texte, Musik, Bilder oder Filme grundsätzlich freizugeben und kostenlos verfügbar zu machen. Dieser trifft dabei auf die traditionelle Medienindustrie, die sich durch verändertes Mediennutzungsverhalten gerade im Umbruch befindet und neue Geschäftsmodelle sucht. Die Lösung, klassische Inhalte-Anbieter und Open Content zu verbinden, klingt einfacher als sie ist. Um sich zu etablieren, müssen freie Inhalte noch einige Hürden nehmen. Das zeigt die neue Studie „Open Content – Open Access“ der MFG Stiftung Baden-Württemberg im Rahmen des Forschungsprojekts FAZIT.

Als Fallstudie dient der Einsatz von Open Access am Beispiel der Universitätsbibliothek Konstanz.

[via Do IT]

Lange Papers werden häufiger zitiert

Nature News weist auf eine Studie hin, nach der die Zitationshäufigkeit zu einem gewissen Grad mit der Länge des Werkes korreliert.

There is, however, a limit to the benefits of size: citations start to tail off when papers reach lengths of 80 pages or so, perhaps because fewer people have the stamina to read them.

Bei der Menge an Studien, die es inzwischen über Zitationshäufigkeiten gibt, erscheint es mir nicht unwahrscheinlich, dass manch einer seine Publikation nach diesen Kriterien „optimiert“. Statt SEO (Search Engine Optimization) wäre das dann SIO (Scientific Impact Optimization). Vielleicht ist da sogar eine neue berufliche Nische für Publikationsberater?

Nein, lassen Sie die Rohdaten in Kapitel 2 lieber weg, laut der Studie XY senkt das die Zitationshäufigkeit.

Albern? Ja. Abwegig? Nein. Krzysztof Stanek, der Autor der eingangs erwähnten Studie meint dann auch:

„There is definitely too much obsession with citations and other indices,“ Stanek says. This is partly because they are easy to calculate regardless of whether they actually mean very much. But he confesses to using them himself.

Wer sich für die ganze Studie interessiert, der kann den Preprint bei Arxiv einsehen.

Verde – Schnittstelle zwischen ERM und EZB

ExLibris hat einen RSS-Feed. Dort kann man lesen, dass ExLibris von Leeds Equity gekauft wurde. Zweifellos eine wichtige Nachricht. Für deutsche ExLibris-Kunden zumindest kurz- und mittelfristig weitaus interessantere Nachrichten kann man dort leider nicht erfahren. Dazu muss man schon verschiedene Google-Alerts bemühen [1] seitdem dieser Text angefangen wurde, ist mit Inetbib-K ein Angebot an den Start gegangen, dass diesen Mißstand zu beheben versucht. Siehe auch hier. , die z.B. diese Pressemitteilung ans Tageslicht befördert:

Die Ex Libris (Deutschland) GmbH hat in Kooperation mit der EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek) in Regensburg eine Schnittstelle zwischen der Electronic Resource Management (ERM) Lösung Verde und der EZB entwickelt. Durch diese Schnittstelle entfällt die bisher erforderliche, doppelte Pflege von elektronischen Zeitschriften in Verde und parallel in der EZB. Die Daten werden jetzt nur noch in Verde gepflegt und dann über ein automatisches Update an die Bestände der EZB geliefert.

„Mit dieser neuen Funktionalität bietet Ex Libris seinen Verde-Kunden einen wichtigen Produktivitätsgewinn und untermauert seine Position als führender Anbieter von ERM Lösungen für Bibliotheken und Forschungsinstitutionen“, erklärt Ullrich Jüngling, Sales und Marketing Direktor der Ex Libris (Deutschland) GmbH.

Nähere Informationen gibt es hier. Wie ExLibris auf Anfrage mitteilte, ist Verde in Deutschland schon an der FU Berlin und an der Jacobs University in Bremen im Einsatz. Auf die Frage, ob man Verde auch mit Nicht-Ex-Libris-Produkten verwenden kann, wurde mir mitgeteilt:

Für die Einbindung zu Nicht Ex Libris-Systemen stellt Ex Libris Verde-Kunden ein Dokument zur Verfügung, welches beschreibt, wie Deeplinks nach Verde generiert werden können, bzw. wie auch die Kommunikation mit den vorhandenen SOAP Services genutzt werden kann. Somit ist die gezielte Abfrage z.B. von Lizenzinformationen möglich, und kann systemunabhängig implementiert werden.

Es wurde in diesem Zusammenhang auf ExLibris Open-Platform-Strategie verwiesen, die eine generelle Öffnung der Produkte auch für Fremdanbieter vorsieht.

ExLibris begeht anscheinend nicht den Fehler, Offenheit nur technisch zu verstehen. Es wurde (oder wird?) eine Plattform geschaffen, auf der auch Ideen Externer in die Entwicklung an ExLibris-Produkten einfließen können. Es gehe um:

  1. Die Prozesse zu formalisieren, mit denen wir unsere Schnittstellen entwerfen, implementieren, dokumentieren und veröffentlichen, um eine Kontinuität bei allen Produkten zu erhalten und ein umfassendes Angebot zu erzielen.
  2. Verstärkung unserer Betonung von Prinzipien der serviceorientierten Architektur (SOA) in unseren zukünftigen Produktdesigns. Dabei möchten wir sicherstellen, dass unsere Lösungen Services als Kernbausteine für Applikationen zur Verfügung stellen, die von uns oder anderen Unternehmen entwickelt werden.
  3. Eine Platform bieten, die als Mittelpunkt für Zusammenarbeit dient und als solcher die Initiativen von Institutionen und Communities aktiv fördert und erleichtert, unsere Produkte zu verbessern oder sie auf eine Weise zu nutzen, die wir nicht vorhergesehen haben.

Klingt vielversprechend.

References

References
↑1 seitdem dieser Text angefangen wurde, ist mit Inetbib-K ein Angebot an den Start gegangen, dass diesen Mißstand zu beheben versucht. Siehe auch hier.