PDF/A mit Open Office 2.4

Beeindruckend locker flockig funktioniert die PDF/A-Erzeugung mit OpenOffice 2.4. Preflight meldet bei der Validierung: Keine Probleme gefunden. Das sollte bei der Erzeugung von PDF-Dateien eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Wer noch nach Argumenten sucht, warum man OpenOffice als wissenschaftlich Schreibender einsetzen sollte, müsste spätestens jetzt überzeugt sein. Hochschuldokumentenserver nehmen oft (und berechtigterweise) nur Dateien im PDF/A-Format an.

Online zu PDF/A konvertieren und überprüfen

Neevia bietet einen kostenfreien, web-basierten Dokumentenkonvertierer an. Unterstützt werden zahlreiche Formate der Kategorien Generic Formats (z.B. Adobe PDF oder Adobe PostScript), Word Processing Formats (ASCII Text, ANSI Text, Microsoft RTF, Microsoft Word for PC v2 bis u.a. Microsoft Word for Windows 2000, Microsoft Works, Microsoft Windows Write, WordPerfect), Spreadsheet Formats (Corel QuattroPro, Lotus 1-2-3, Microsoft Excel, Microsoft Works Spreadsheet), Presentation Formats (Lotus Freelance, Microsoft PowerPoint) und Graphic Formats (BMP, GIF, JP2, JPEG, JPG, PGM, PICT, PNG, TIFF und wirklich viele mehr) als Ursprungsdatei. Umgewandelt werden kann in verschiedene graphische Formate und – hier wird es interessant für Gelegenheits-Selbstarchivierer – in PDF/A.

Neevia Document Converter eXpress makes it possible for anyone to instantly convert files to PDF or Image without the need of installing special software.

Das ist richtig, allerdings gibt es eine Begrenzung auf 1 MB pro Datei. Für Aufsätze mit nur wenigen Darstellungen ist das ausreichend, für die Dissertation muss man dann schon zu einer Programminstallation greifen.

Man sollte stets prüfen, ob das erhaltene Dokument auch wirklich dem PDF/A-Standard entspricht. Intarsys bietet einen entsprechenden Online-Check an. Ein von mir testweise mit dem Neevia Document Converter erzeugtes PDF/A bestand den Test ohne Beanstandungen, eine andere Datei (PDF 1.7), die ich zu Vergleichszwecken validieren ließ, erhielt folgende Fehlermeldung:

Document information dictionary ohne korrespondierende XMP-Struktur
Stream Objekt mit ungültigem Endstream
Unkalibrierter Farbraum ohne passenden OutputIntent
Font Times-Bold muss eingebunden sein
Font Helvetica muss eingebunden sein
Font Times-Roman muss eingebunden sein
Font Helvetica-Bold muss eingebunden sein
Font Helvetica-BoldOblique muss eingebunden sein
Font Helvetica-Oblique muss eingebunden sein
Keine gültige PDF/A Versionsinformation vorhanden

Links

Verworbenes PDF

Heise berichtet über Ads for Adobe PDF Powered by Yahoo:

Adobe Systems hat heute Ads for Adobe PDF Powered by Yahoo in sein Angebot aufgenommen. Bei dem Service, der momentan noch in einer Betaphase läuft, können registrierte Kunden ihre Dokumente auf einen Server hochladen, wo sie vor der Veröffentlichung mit Werbeblöcken versehen werden. Diese Werbung könne jeweils an den Kontext der Dokumente angepasst werden, heißt es in einer Mitteilung. Sie wird nur angezeigt, wenn die PDF-Dokumente mit Adobes Reader oder Acrobat betrachtet werden.

Der letzte Satz ist ein eindeutiges Argument für alternative PDF-Viewer. Eine kleine Auswahl ist hier zu finden. Wer einen schnellen Viewer für Windows sucht, sollte Foxit probieren. Dieses Progrämmchen ist um Größenordnungen schneller als der Adobe Acrobat Reader

PDF/A Quick Master

In der aktuellen c’t, die wie immer ihren Preis mehr als wert ist, findet sich ein Hinweis auf den PDF/A Quick Master, dass über den Druckbefehl aus jeder beliebigen Anwendung heraus PDF/A-Dateien [erzeugt], die nach ISO 19005 vor allem der Langzeitarchivierung von Daten dienen; verwendet vordefinierte PDF-Einstellungen, die jedoch auch in den wichtigsten Variablen konfigurierbar sind.

Da es nur für Windows verfügbar ist, konnte ich es leider noch nicht testen.

“Wissenschaftskommunikation der Zukunft”

Das IBI-Weblog berichtet heute, dass die Beiträge der Jülicher Tagung “Wissenschaftskommunikation der Zukunft” online abrufbar sind.
Auf der Tagung, die Anfang November stattfand, gab es u.a. Vorträge zum Thema Web 2.0, Langzeitarchivierung und Open Access.

Hier gibt es den Volltext des Tagungsbandes und hier das Inhaltsverzeichnis.

Die Zukunft des PDF

Vom 8.-9. März 2007 findet die 1. PDF/A-Konferenz (Konferenzprogramm) in Stuttgart statt. Derweil sorgt sich Jürgen Lübeck um die zukünftige Eignung des Formates für die Langzeitarchivierung:

Mit der Version 8 wird Adobes Format interaktiv! Wenn Dokumente veränderbar sind, wie können diese dann noch eindeutig referenziert werden? Ein Zeitstempel wird nicht genügen, wenn ältere Versionen nicht verfügbar bleiben.

„Die Zukunft des PDF“ weiterlesen

PDF kann Schädlinge enthalten

Heise berichtet:

Durch einen Designfehler im PDF-Format können präparierte Dokumente zum Absturz einer PDF-Anwendung oder zur Infektion eines Systems mit Schädlingen führen

Über PDF (und auch XPS) wird hier in den nächsten Tagen und Wochen häufiger zu lesen sein.