Zypries stellt UrhG-Änderungen in Aussicht

Laut heute.de hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) Änderungen am Urheberrecht in Aussicht gestellt.

“Aber ich sage ganz klar: Unser Gesetzentwurf war schon ein ausgewogener Entwurf, der die verschiedenen Interessen berücksichtigt. So einfach wird es nicht sein, an den Stellschrauben zu drehen”, sagte Zypries. “Man muss versuchen, einen fairen Mittelweg zu finden.”

Die “verschiedenen Interessen” der Filmindustrie, der Musikindustrie…

[via Netzpolitik]

Warum Vista nicht in Bibliotheken und Archiven eingesetzt werden darf

Golem.de berichtet über einen Artikel von Peter Gutmann von der Universität von Auckland (Neuseeland).

Die für Bibliotheken, Archive und auch Firmen relevante Passage aus einem Microsoft-Dokument (Zitat nach Golem.de, Microsoft scheint das Dokument aus dem Netz genommen zu haben):

Die geschützte Umgebung in Windows Vista wird, nach Verstreichen einer angemessenen Warn- und Wartefrist, jeden Treiber blockieren, der Premium-Inhalte nicht ausreichend schützt […] Wenn ein- und derselbe Treiber für alle Chips eines Herstellers eingesetzt wird, dann könnte die Blockade des Treibers dazu führen, dass alle Produkte eines Herstellers einen neuen Treiber benötigen.

Was das für Krankenhäuser, Notrufzentralen und andere sicherheitsrelevante Bereiche bedeutet, ist klar. Für Bibliotheken bedeutet es erstmal nur Mehraufwand. Wirklich kritisch ist – gerade für Digitalisierungsunternehmungen – folgende Passage:

Ein anderes, gravierendes Problem sieht Gutmann in der automatischen Verschlechterung von Bildinformationen, falls Premium-Inhalte verarbeitet werden. Die Spezifikation von Vista sieht vor, dass die Darstellungsqualität von digitalen Bildern automatisch verringert wird, sobald eine Komponente des Systems geschützte Inhalte, zum Beispiel Musik, verarbeitet.

Ein Digitalisierer hört nebenbei ein bißchen Musik aus dem Rechner, und – schwupps – sind die in den letzten Tagen digitalisierten Bilder nur noch in einer schlechteren Qualität vorhanden. Man darf gespannt sein, wie die Hersteller von Digitalisierungssoftware darauf reagieren. Folgt der große Umschwung gen Linux/Mac?

Librarian 2.0

2.0 wohin man sieht. Nun auch die Bibliothekare. Stephen Abram versucht sich m Sirsi Newsletter an einer Definition des Librarian 2.0. Zitat:

First and foremost, Librarian 2.0 understands his or her users at a deep level – not just as pointers and clickers. Librarian 2.0 understands end users deeply in terms of their goals and aspirations, workflows, social and content needs, and more. Librarian 2.0 is where the user is, when the user is there.

Hier wird kein Librarian 2.0 beschrieben, das sollte eigentlich der/die durchschnittliche BibliothekarIn sein.

[via Bibliotan]

Allegro die Wolfgango Mozart

Wolfgang Amadeus Mozart

Das Ende des Mozartjahres bringt noch eine bislang unbekannte Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart ans Tageslicht. Wie Drehpunkt Kultur berichtet, handelt es sich dabei um ein 91 Takte umfassendes Klavierstück mit dem Titel “Allegro di Wolfgango Mozart”, das dieser mutmaßlich im Kindesalter komponierte.

Gefunden wurde das unbekannte Werk von Ernst Hintermaier (Leiter des Erzbischöflichen Konsistorialarchivs (hoffnungslos veraltete Homepage)) in einer vor kurzem erworbenen Handschrift. Enthalten war dort unter anderem auch ein bislang unbekanntes Werk von Johann Michael Haydn.

Vorschlagsfunktion und Popularitätsranking im KUG

Oliver Flimm stellt in Inetbib zwei neue Funktionen des Kölner UniversitätsGesamtkatalog (KUG) vor:

1. Recommender-Funktion

Durch statistische Auswertungen des Ausleihverhaltens im Bestand der USB sowie des Nutzungsverhaltens im KUG Recherche-Portal werden zu einem gegebenen Titel nutzer- bzw. sessionspezifische Überschneidungsmengen mit anderen ausgeliehenen/-gewählten Titeln bestimmt.

2. Popularitaets-Funktionen

Durch aehnliche Auswertungen wird die Popularitaet einzelner Titel
bestimmt. Auf dieser Grundlage werden im KUG nun Top 20 Auswertungen
der meist aufgerufenen Titel fuer alle Kataloge (separat) angeboten
(ueber Recherche->Top 20 oder dem Icon ‘Top 20’ in der
Einzeltrefferanzeige).

Näheres auf der Seite “Der Kölner UniversitätsGesamtkatalog (KUG) – Einsatz und technischer Aufbau“.

Die KUG-Funktionen sind realisiert mit der Open-Source-Software OpenBib. Mehr über OpenBib unter anderem hier und hier.

Leser, Nutzer oder Kunde?

Die Unsitte, von Bibliothekskunden zu sprechen und zu schreiben, beschäftigt mich schon etwas länger. Hans-Christoph Hobohm bot sogar eine Fortbildung zum Thema (“König Kunde in der Bibliothek?“) an, die sich allerdings eher auf Bibliotheksmarketing konzentriert hat. Auf der siebten Seite seiner Begleitmaterialien (PDF) zu dieser Veranstaltung stellt er “alte” und “neue” Begriffe gegenüber. Zum Beispiel “Leser” vs. “Kunde”. Leider wird der Begriff des Kunden auf den Folien nicht definiert. Ich vermute, dies geschah auch während der Fortbildung nicht. Zumindest wird ebd. auch der Begriff “Nutzerbindung” gebraucht; eine einheitliche Begriffsverwendung ist nicht zu erkennen. Im ebenfalls von Hobohm erstellten SERVQUAL-Fragebogen ist die Rede von Benutzern. Das sind dann schon 3,5 Begriffe für ein und die selbe Person.
„Leser, Nutzer oder Kunde?“ weiterlesen

Trackback-Test

Da anscheinend weder ein- noch ausgehende Trackbacks funktionieren, schreibe ich dieses kleine Artikelchen, um mal ein bißchen zu testen. Der/die geneigte Leser/in möge das hier also geflissentlich ignorieren.

Testlink.