Bibliothek der RWTH Aachen zwischen Elend und Elite

In einem Artikel der Aachener Zeitung wird recht detailliert an den Zuständen in der Bibliothek der RWTH Aachen herumgenmäkelt. Ulrike Eich, ebendort Direktorin:

«Das alles wurde in den 60er Jahren für 5000 Studierende konzipiert. Und jetzt? 400 Mitarbeiter in den 218 Bibliotheken der RWTH für mehr als 30.000 Studierende – das ist ein Scherz!» Mindestens 2000 Angestellte brauche die RWTH, um ihre Bibliotheken auf Vordermann zu bringen, schätzt Dr. Eich […].

1600 zu schaffende Stellen alleine im Aachener Bibliothekswesen! Hoffentlich nicht nur Grüßer…

Handbuch zum Copyright/Urheberrecht für Bibliotheken

Electronic Information for Libraries (eifl.net) präsentiert das „Handbook on Copyright and Related Issues for Libraries“ (PDF). Es ist unter einer Creative-Commons-Lizenz publiziert und wurde von der UNESCO-Programm „information for all“ unterstützt.
„Handbuch zum Copyright/Urheberrecht für Bibliotheken“ weiterlesen

EU-Studie zum Urheberrecht

Unter der Leitung von Bernt Hugenholtz wurde eine EU-Studie mit dem Titel „‘Recasting of copyright and related rights for the knowledge economy“ (PDF) erstellt. Auszug aus dem executive summary:

The authors of this study are not convinced by the arguments made in favour of a term extension. The term of protection currently laid down in the Term Directive (50 years from fixation or other triggering event) is already well above the minimum standard of the Rome Convention (20 years), and substantially longer than the terms that previously existed in many Member States. Stakeholders have based their claim mainly on a comparison with the law of the United States, where sound recordings are protected under copyright law for exceptionally long terms (life plus 70 years or, in case of works for hire, 95 years from publication or 120 years from creation). Perceived from an international perspective the American terms are anomalous and cannot serve as a legal justification for extending the terms of related rights in the EU…

[via Netzpolitik]

Open Source in öffentlichen Einrichtungen und als soziale Bewegung

Nicht nur Bibliotheken lohnen sich, auch Open Source zahlt sich aus.

Über Open Source als soziale Bewegung gibt es nun – wie Heise berichtet – eine Broschüre der Bundeszentrale für Politische Bildung (BPB).

Ein schönes Beispiel für die Möglichkeiten, die Offenheit bietet, findet sich gleich auf der Seite der BPB. Dort ist folgendes Bild zu finden, mit dem Untertitel „Bild: Jordan Nielsen, www.digitalexplorer.ca. by-nc-nd/2.0“:

Open by Jordan Nielsen www.digitalexplorer.ca. by-nc-nd/2.0

Blackwells Korb in Norwegen

Norwegische Wochen bei Infobib: Wegen inakzeptabler Vertragskonditionen haben sich vier norwegische Bibliotheksdirektoren dazu entschlossen, ein Vertragsangebot von Blackwell abzulehnen. Das bedeutet, dass 778 E-Journals ab 1. Januar 2007 in diesen Bibliotheken nicht mehr zur Verfügung stehen. Auszug aus einer Mail im SPARC-Newsletter von Peter Suber:

“Blackwell has journals covering all universities disciplines, so this will affect all our users,” says library director Helge Salvesen of Tromsø University Library. Libraries experience that publishers no longer negotiate but dictate prices and access conditions. The university library directors are in unanimous agreement that this situation is no longer acceptable.

[Via Medinfo]

PDF kann Schädlinge enthalten

Heise berichtet:

Durch einen Designfehler im PDF-Format können präparierte Dokumente zum Absturz einer PDF-Anwendung oder zur Infektion eines Systems mit Schädlingen führen

Über PDF (und auch XPS) wird hier in den nächsten Tagen und Wochen häufiger zu lesen sein.

Schaufenster der Biblioblogosphäre

Lambert Heller (u.a. Netbib) hat ein neues Tool für die deutschsprachige Biblioblogosphäre geschaffen:

Dies hier könnte ein interessantes Schaufenster der deutschsprachigen Biblioblogosphäre werden. Ich habe einfach das in der Open-Source-Welt bewährte Konzept der Planet-Aggregatoren mittels MySyndicaat auf die von Jin Tan betreute OPML-Liste der deutschsprachigen Biblioblogs angewendet. Wem das zu kompliziert klingt: Das ist es keineswegs, einfach angucken und sofort verstehen.

Hier geht’s zum Tool, hier geht’s zum Artikel.