Schaufenster der Biblioblogosphäre

Lambert Heller (u.a. Netbib) hat ein neues Tool für die deutschsprachige Biblioblogosphäre geschaffen:

Dies hier könnte ein interessantes Schaufenster der deutschsprachigen Biblioblogosphäre werden. Ich habe einfach das in der Open-Source-Welt bewährte Konzept der Planet-Aggregatoren mittels MySyndicaat auf die von Jin Tan betreute OPML-Liste der deutschsprachigen Biblioblogs angewendet. Wem das zu kompliziert klingt: Das ist es keineswegs, einfach angucken und sofort verstehen.

Hier geht’s zum Tool, hier geht’s zum Artikel.

Bibliothekarischer Imagegewinn

In Nebraska gibt es eine spezielle Webseite nur für die bibliothekarische Nachwuchsrekrutierung: http://nowhiringatyourlibrary.com/

Ich neige zum Pessimismus, was die Personalpolitik in deutschen Bibliotheken angeht. Dass sich jemand hier in Deutschland ein Beispiel daran nimmt, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist die Variante nowfiringatyourlibrary.com. Zu diesem Thema siehe auch diesen Artikel, dessen Kommentare leider gelöscht wurden.

[via Netbib und Bibliotan]

ZB Medizin informiert über Urheberrechtsänderung

Die Deutschen Zentralbibliothek für Medizin startet eine Infokampagne in Sachen Urheberrechtsnovelle:

In großer Sorge wegen der Einschränkung bzw. des Verbots dieses Services durch die vorgesehene aktuelle Urheberrechtsanpassung fragt die Bibliothek derzeit bei einer anfallenden Email-Auslieferung ihre Kunden an: „Möchten Sie zukünftig 30 Euro für die elektronische Lieferung eines Zeitschriftenartikels zahlen? Diese Gefahr ist Realität!“.

Quelle: Medinfo. Lesen und nachmachen!

Suchmaschinensuche

Der “Suchmaschinenspezialist” veröffentlichte per OpenPR eine kleine Zusammenstellung der Funde, die man macht, wenn man in Suchmaschinen nach Suchmaschinen sucht.

Alltheweb.com und Altavista.de platzieren beide den Anbieter Suchen.de auf der heiß begehrten Poleposition im Rennen um die Gunst des Suchenden. Kein Kunststück, sondern Overture besorgt hier die Suchtricks. Folgen wir doch einmal der Suchspur. Was findet nun Suchen.de bei seiner „Websuche“ mit dem Begriff „Suchmaschine“? Antwort: Blinde-Kuh.de. Das passt doch.

Zum Artikel.

Zypries stellt UrhG-Änderungen in Aussicht

Laut heute.de hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) Änderungen am Urheberrecht in Aussicht gestellt.

“Aber ich sage ganz klar: Unser Gesetzentwurf war schon ein ausgewogener Entwurf, der die verschiedenen Interessen berücksichtigt. So einfach wird es nicht sein, an den Stellschrauben zu drehen”, sagte Zypries. “Man muss versuchen, einen fairen Mittelweg zu finden.”

Die “verschiedenen Interessen” der Filmindustrie, der Musikindustrie…

[via Netzpolitik]

Warum Vista nicht in Bibliotheken und Archiven eingesetzt werden darf

Golem.de berichtet über einen Artikel von Peter Gutmann von der Universität von Auckland (Neuseeland).

Die für Bibliotheken, Archive und auch Firmen relevante Passage aus einem Microsoft-Dokument (Zitat nach Golem.de, Microsoft scheint das Dokument aus dem Netz genommen zu haben):

Die geschützte Umgebung in Windows Vista wird, nach Verstreichen einer angemessenen Warn- und Wartefrist, jeden Treiber blockieren, der Premium-Inhalte nicht ausreichend schützt […] Wenn ein- und derselbe Treiber für alle Chips eines Herstellers eingesetzt wird, dann könnte die Blockade des Treibers dazu führen, dass alle Produkte eines Herstellers einen neuen Treiber benötigen.

Was das für Krankenhäuser, Notrufzentralen und andere sicherheitsrelevante Bereiche bedeutet, ist klar. Für Bibliotheken bedeutet es erstmal nur Mehraufwand. Wirklich kritisch ist – gerade für Digitalisierungsunternehmungen – folgende Passage:

Ein anderes, gravierendes Problem sieht Gutmann in der automatischen Verschlechterung von Bildinformationen, falls Premium-Inhalte verarbeitet werden. Die Spezifikation von Vista sieht vor, dass die Darstellungsqualität von digitalen Bildern automatisch verringert wird, sobald eine Komponente des Systems geschützte Inhalte, zum Beispiel Musik, verarbeitet.

Ein Digitalisierer hört nebenbei ein bißchen Musik aus dem Rechner, und – schwupps – sind die in den letzten Tagen digitalisierten Bilder nur noch in einer schlechteren Qualität vorhanden. Man darf gespannt sein, wie die Hersteller von Digitalisierungssoftware darauf reagieren. Folgt der große Umschwung gen Linux/Mac?

Librarian 2.0

2.0 wohin man sieht. Nun auch die Bibliothekare. Stephen Abram versucht sich m Sirsi Newsletter an einer Definition des Librarian 2.0. Zitat:

First and foremost, Librarian 2.0 understands his or her users at a deep level – not just as pointers and clickers. Librarian 2.0 understands end users deeply in terms of their goals and aspirations, workflows, social and content needs, and more. Librarian 2.0 is where the user is, when the user is there.

Hier wird kein Librarian 2.0 beschrieben, das sollte eigentlich der/die durchschnittliche BibliothekarIn sein.

[via Bibliotan]