Stefan Münz im Mashup

Programmable Web hat die so genannte Booksearch als präsentierwürdig empfunden.

Anläßlich der Ankündigung von Stefan Münz, dem grandiosen SelfHTML-Projekt den Rücken zu kehren, ein kleiner Testlauf mit der Suche nach „Stefan Münz Professionelle Websites„. Nur Google bringt drei Treffer, die anderen beiden Dienste keinen einzigen. Dummerweise verschwinden, wenn ich versuche, nach „Professionelle Websites“ als Phrase (in Anführungszeichen) zu suchen, beide Worte aus der Suchmaske und werden auch nicht als Suchstring weitergegeben. Ein unausgereiftes Instrument.

Zum bedauerlichen Abgang von Stefan Münz gibt es im SelfHTML-Blog noch eine längere und subjektive Erläuterung des Vorgangs.

[Via Programmable Web und Heise.de]

DLF über Windows Vista

Im Deutschlandfunk wurde ein sehr kritischer Beitrag zu Windows Vista gesendet. Es wurde sinngemäß als anachronistisches Betriebssystem bezeichnet, was Einfluß auf die Monopolstellung Microsofts auf dem Betriebssystemmarkt haben wird.

Per MP3 kann man es sich hier anhöhren..

Update:
Ich habe soeben noch ein DLF-Interview mit André Spiegel zum gleichen Thema gefunden (hier als MP3-Stream), in dem in Kritik in aller Deutlichkeit nicht gespart wird. Es ist ausdrücklich von Spyware die Rede, und von Vista als „längstem Abschiedsbrief der Geschichte“. Beide Ausdrücke wurden wohlgemerkt vom DLF-Redakteur Dieter Kassel benutzt. Sehr erfrischend, wenn man die sonst überall auftauchenden Jubelarien betrachtet, liest oder hört.

APE 2007

Das Börsenblatt meldet: In Berlin findet die Konferenz „Academic Publishing in Europe (APE 2007) – Innovation & Publishing“ statt, die sich mit den „Möglichkeiten des Publizierens in Zeiten des Internets“ befasst. Gemeint sind unter anderem Open-Access-Strategien.

Schirmherrin ist Anette Schavan und in der sehr kurzen Meldung steht natürlich wieder eine Meldung, dass „Der Schutz des Urheberrechts […] die unverrückbare Basis aller Planungen und künftigen Projekte sein“ muss. Warum dass dauernd betont werden muss, ist mir schleierhaft.

EU-Petitions: Wer unterzeichnet?

Ein kleines Lob an die Bibliothekare: Von den ersten 3000 Unterzeichnern der EU-Petition für offenen Zugang zu Forschungsergebnissen in der EU (inzwischen sind es schon 8430) haben sich immerhin 413 als BibliothekarInnen zu erkennen gegeben. Sehr schwach ist die Beteiligung der Physiker (211) und Geisteswissenschaftler (167).

337 der Unterzeichner stammen aus Deutschland. Damit stellt Deutschland die bis dato in absoluten Zahlen zweitgrößte Unterzeichnergruppe nach Großbritannien mit 379 Unterzeichnern.

[Quelle: Summary Statistics at c3000 signatures (PDF)]

Zur Petition lässt sich sonst noch sagen:

Unterschreiben und weitersagen!

Open-Access-Petition unterschreiben

Anmerkung: Ja, dieses Posting hat den Charakter einer Wasserstandsmeldung.

Ella, elle l'a

WordPress gibt es nun in einer neuen Version (2.1), die nicht nach France Gall, sondern nach Ella Fitzgerald benannt wurde.

Es gibt eine Menge Neues zu bestaunen, näheres am besten direkt in der offiziellen Ankündigung.

So gibt es nun eine sehr nützliche Autosave-Funktion (die mir gerade sagt: „Saved at 3:43:14“), verbesserte Im- und Exportmöglichkeiten und einen neuen und gleich integrierten Akismet-Spamfilter.

Für die Zukunft gilt:

More exciting for most of our users, though, is our new development cycle. Based on everything we’ve learned in the past 3 years of doing WordPress, we’ve decided to shift to a more frequent release schedule like Ubuntu, with major releases coming several times a year. So, for the first time in WordPress’ history, I have an answer to when the next version is coming out: April 23rd.

Dank unseres flotten Providers Ecobytes ging das Update fast unbemerkt an mir vorbei.

Citizendium ist online

Manche geben Wikipedia noch längstens 4 Jahre Überlebenszeit und starren gebannt auf den prophezeiten Niedergang. Larry Sanger, Wikipedia-Mitbegründer, hat sich zum Handeln entschlossen. Sein Gegenentwurf zur Wikipedia ist nun online: Citizendium.

Wie Heise schreibt, ist das Konzept dem der stabilen Version in Wikipedia recht ähnlich.

Der ursprüngliche Ansatz, einen Fork der Wikipedia zu begründen, um darauf aufbauend die Qualität zu verbessern, wurde aufgegeben:

We decided in mid-January to delete all unedited articles sourced from Wikipedia–as an experiment. While we’ve been quite happy with the activity on the pilot project, we think contributors might be more motivated if they were focused on writing their own articles and thereby creating their own culture. See this blog post for more.

Sucht man in der Wikipedia nach Citizendium, wird man nur auf den Artikel über Larry Sanger weitergeleitet.

Die Biblioblogsuche ist da schon etwas ergiebiger:

  1. Wikipedia für Intellektuelle (CiberaBlog)
  2. WOS 4: Citizendium – Eine bessere Wikipedia? (Bibliothek 2.0 und mehr)
  3. Citizendium: Wikipedia 2.0? (Wikipedistik)
  4. Shirky über Unterschiede zwischen Britannica, Citizendium und Wikipedia (Netbib)

Wikipedia gefährdet?

„Wikipedia will fail in four years, crushed under the weight of an automated assault by marketers and others seeking online traffic“ meint Eric Goldman, Rechtsprofessor an der Santa Clara University School of Law in einem Blogposting. Er gibt dem Projekt noch vier Jahre. Bei dem Blogposting handelt es sich um die Aktualisierung einer letztjährigen Prognose.

[Via Informationweek]

Modulare und gemeinsame bibliothekarische Podcasts

Anne Christensen sammelt in Ihrem Netbib-Artikel 10 Ideen für den Bibliotheks-Podcast einige schöne Vorschläge, wie man einen bibliothekseigenen Podcast gestalten kann. In der sehr lebhaften Diskussion, die auf den Artikel folgt(e), bildete sich die Idee heraus, ein modulares, von oder für mehrere Bibliotheken gestaltetes Angebot könne sinnvoll sein. Klaus Graf wies darauf hin, dass in Wikisource schon einige Audiodateien zur freien Verfügung stünden. Beispielsweise gelesene Gedichte, wie das von Fontanes Herr Ribbeck auf Ribbeck im Haveland.
„Modulare und gemeinsame bibliothekarische Podcasts“ weiterlesen

David Rumsey Historical Map Collection

In der vierten Version von Google Earth sind historische Karten in sehr guter Qualität enthalten. Es handelt sich dabei um einzelne Stücke der David Rumsey Historical Map Collection. Die Rumsey-Kollektion umfasst insgesamt fast 15.000 Karten, in Google Earth sind allerdings nur 16 verfügbar. Die Karten stehen unter einer BY-NC-SA-Lizenz.

Leider werden spezielle Plugins benötigt, um die Karten anzeigen zu können.

Das folgende Bild zeigt ein Beispiel für die an die Geodaten angepassten historischen Karten in Google Earth, in diesem Fall eine Karte von Buenos Aires im Jahre 1892.

Google Earth Historical Map