Code v2 von Lawrence Lessig veröffentlicht

Da habe ich gerade die erste Version auf dem Schreibtisch liegen, informiert mich Heise auch schon über die gerade von Lawrence Lessig mit Hilfe eines Wiki kollaborativ überarbeite zweite Auflage seines Klassikers “Code and Other Laws of Cyberspace” über die drohende Totregulierung des Internet.

Man findet das Buch komplett zum Download unter der Adresse http://codev2.cc. Wer Creative Commons unterstützen möchte, möge es dennoch erwerben.

All royalties from Code v2 go to Creative Commons, in recognition of the work done by those who helped with the wiki version of Code v1.

(Lessig.org)

Glück im Unglück

Heise.de titelt: Blogg.de löscht versehentlich alle Kommentare, und übertreibt dabei nur leicht. Sämtliche Kommentare der letzten 4 Monate sind vermutlich komplett weg. Was natürlich besonders schade ist, wenn explizit auf sie verlinkt wurde. Wie zum Beispiel von Jürgen Lübeck auf die Diskussion zu seinem Posting in unserem “Vorgängerblog“, der jetzt auch kommentarfrei ist.

Wieder ein Grund mehr, sich über das Eigenheim Infobib zu freuen.

Deutschsprachige Biblioblogsuche

Irgendwo in den Netbib-Kommentaren wurde mal über die Möglichkeit diskutiert, Google Coop für eine Suche über deutschsprachige Biblioblogs zu nutzen. Unter https://infobib.de/blog/biblioblogsuche/ ist jetzt ein erstes Ergebnis zu sehen. Es sind zwar erst ca. 15 Blogs enthalten, aber das kann man relativ schnell erweitern. Wer dabei mitwirken möchte, melde sich bitte im Kommentar oder per Email.

Cui bono? Kann ich nicht beantworten. Bei der Suche nach der Netbib-Diskussion bin ich mit der Suche schon einmal gescheitert. Aber als Spielzeug allemal einen Blick wert.

Libreas würdigt Umstätter

In der neuen Libreas-Ausgabe, in deren Schwerpunkt es um einen Blick über den deutschen Tellerrand – unter anderem nach Polen, Südkorea oder Island – geht, wird Walther Umstätter ausführlich gewürdigt.

Wofür man Walther Umstätter in jedem Fall die Zeit und Muße eines jung gebliebenen Emeritus wünscht, ist die Wiederaufnahme eines Unterfangens aus den 1970er Jahren: Damals schrieb er ein Kinderbuch, in dem die Bibliothek, „verpackt in eine Art Kästner-Krimi“ kindgerecht erklärt wurde.

Dem kann ich mich anschließen.

Microsoft Live Search Books

Seit gestern online: Live Search Books von Microsoft.

Ein paar Anmerkungen:

  • Im Schnitt ca. 5-20 Sekunden Ladezeit pro Webseite ist wirklich ein bißchen viel. Oder habe ich gerade einen ungünstigen Moment erwischt?
  • Gebrochene Schriften sind auch hier nicht die Stärke des Angebots. Man suche nach Bibliothek und schaue sich den ersten Treffer an. Gefunden wird die Phrase “den Spenctern der Bibliothek”. Die Spencter sind aber eigentlich Spender.
  • Es werden keine Permalinks für die Buchfunde angeboten.
  • Es gibt die Möglichkeit, das gesamte Buch als PDF herunterzuladen. Sehr schön! Rechtliche Hinweise fehlen leider, zumindest habe ich sie nicht entdeckt.

Mal sehen, was daraus wird.

DRM und Europäische Digitale Bibliothek

Wie auch Karl-Heinz Rödiger meint EU-Medienkommissarin Viviane Reding, dass “es von größer Bedeutung [ist], dass wir das Problem der Interoperabilität zwischen Geräten angehen.”

Sie äußert sich weiterhin noch zur Europäischen Digitalen Bibliothek:

Als eine ihrer Herzensangelegenheiten bezeichnete Reding nicht zuletzt auch ihr Projekt “digitale Bibliothek”, um die Zugänglichkeit “verwaister” und beispielsweise nicht mehr im Druck verfügbarer Werke zu sichern. Für diese Inhalte müssten alsbald eigene Datenbanken von Verwaltungen, Kreativen, der Wirtschaft und den Bibliotheken eingerichtet werden.

[via Heise]

Illegales "Librarying"

Über eine illegale Aktivität namens “Librarying” (im Zusammenhang mit dem neuen australischen Urheberrecht) berichtet Heise:

In seiner [Anm.: Generalstaatsanwalt Philip Ruddock] FAQ heißt es, es müsse bei Radio- und Fernsehaufnahmen zwischen “librarying” und “time-shift recording” unterschieden werden. Das erste diene dazu, eine Sammlung zum wiederholten Anschauen anzulegen und sei nicht zulässig; das zweite dazu, eine Fernsehsendung zu einem versetzten Termin zu schauen. Das sei legitim und dabei dürften Familienmitglieder und Freunde dabei sein.