Das britische Schatzamt hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Auslauffrist für Copyrights auf Musikaufnahmen von 50 auf 95 Jahre ab Datum der Veröffentlichung zu verlängern.
[Via Heise]
Interessantes aus Informations- und Bibliothekswesen
Das britische Schatzamt hat sich gegen Pläne ausgesprochen, die Auslauffrist für Copyrights auf Musikaufnahmen von 50 auf 95 Jahre ab Datum der Veröffentlichung zu verlängern.
[Via Heise]
Archivalia weist auf
Informationsangebote zum Thema Open Access von deutschen Bibliotheken hin. Die Liste ist in den letzten Jahren schon deutlich gewachsen. Einzelne Bibliotheken haben inzwischen gar spezielle Beauftragte für elektronisches Publizieren und Open Access.
Der Service der UB Innsbruck „Digitalisierung-on-Demand„, den die UB seit 2004 anbietet, soll nun mit Unterstützung der Europäischen Union auf ganz Europa ausgedehnt werden.
Bücher aus dem Bestand der dreizehn teilnehmenden Bibliotheken (unter ihnen die Bibliothek der Humboldt-Universität, die Universitätsbibliothek Regensburg, die Universitätsbibliothek Greifswald und die Bayerische Staatsbibliothek), die im Buchhandel vergriffen und vor 1930 erschienen sind, können als eBooks bestellt werden.
Die Bücher werden von der jeweiligen Bibliothek digitalisiert, als eBook im pdf-Format an den Besteller verschickt und dann online gestellt. Die UB Innsbruck stellt ihre Digitalisate z.B. in die digitale Bibliothek Austrian Literature Online.
[s.a. IB Weblog]
Heute fanden Workshop und Vollversammlung des Aktionsbündnisses „Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft“ in der SUB Hamburg statt, ich war dort und möchte im folgenden einen kleinen Überblick über die Einführungsreferate geben. Da aufgrund akuter Zeitnot sehr viel in enormer Geschwindigkeit abgehandelt wurde, möchte ich mich auf einige wenige Aspekte beschränken.
„Workshop des Aktionsbündnisses "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft"“ weiterlesen
Martin Kruse berichtet heute bei Zeit Campus online über Universitätsabsolventen, die mangels Job aus ihrer Not eine – wenn auch etwas zweifelhafte – „Tugend“ machten und als Ghostwriter in den Dienst von Studenten, Unternehmen oder Behörden treten.
Wenn es darum geht, Geld zu sparen, kommen manche Leute auf merkwürdige Ideen. Futurezone hat eine neue Möglichkeit entdeckt: Durch gezieltes Weglassen von Vokalen kann man bei einer Domain-Anmeldung Unsummen sparen:
Die Domain Plugged.com [hätte] rund 10.000 Dollar gekostet, während Pluggd für rund neun Dollar zu haben war.
Wir haben zwar auch ein bißchen suchen müssen, bis wir eine noch nicht vergebene Domain mit eindeutigem
thematischen Bezug gefunden haben. Finanzielle Aspekte scheinen aber im bibliothekarischen Bereich zumindest bei der Domain-Anmeldung noch keine Rolle zu spielen.
Gestern wies das Frankfurter Landgericht die Unterlassungsklagen der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) und der Süddeutsche Zeitung (SZ) wegen Verletzung ihrer Urheberrechte gegen das Online-Kulturmagazin Perlentaucher zurück.
Perlentaucher hatte in der Vergangenheit Resümees von Buchkritiken großer Tageszeitungen – neben den Klägern übrigens auch Zeit, taz und FR – veröffentlicht. Stein des Anstosses war die kommerzielle Weitergabe der Rezensionen seitens Perlentaucher an Internet-Buchhändler. FAZ und SZ sahen dadurch nicht nur ihre Urheberrechte verletzt, sondern auch die Gefahr von Geschäftsschädigung. Dabei werden die Leser der Perlentaucher-Zusammenfassungen vermutlich eher durch die Verlinkung auf die Texte von SZ und FAZ geleitet, als dass den Tageszeitungen Leser abtrünnig gemacht werden.
Neben der entscheidenden Frage des Urheberrechts sahen die Richter auch keinen Verstoß gegen das Marken- und Wettbewerbsrecht. FAZ und SZ können nun beim Oberlandesgericht Frankfurt innerhalb eines Monats Berufung einlegen.
Wie die „Schwäbische Zeitung online“ berichtet, wird die im 2. Weltkrieg zerstörte Bibliothek des Erfurter Augustinerklosters, nach über 60 Jahren seit Montag wieder aufgebaut.
Die Klosterbibliothek zählt mit seltenen Bibel-Ausgaben und zahlreichen alten Handschriften zu den bedeutendsten kirchlichen Sammlungen in Deutschland.
400 Millionen Euro soll die sagenumwobene Google-Alternative Quaero kosten. Über das undurchsichtige Vergabeverfahren an verschiedene Unternehmen (Führend ist die Bertelsmann-Tochter Empolis) wurde viel gemunkelt und die grüne Bundestagsfraktion stellte eine Kleine Anfrage an die Regierung bezüglich des Procederes, das keine Ausschreibung vorsah.
Über das Ergebnis berichtet Heise.de:
„Bei der Aufsetzung von strategischen Großprojekten mit grundlegender Bedeutung sind Ausschreibungen nicht üblich, da hier – auf der Grundlage von vorgegebenen Zielen – die Projektpartner durch die stringente Projektführung ausgewählt werden und das notwendige Projektmanagement durch den Konsortialführer vorgenommen wird.“
Gab es etwa kein Vergabeverfahren für die LKW-Maut? Oder sind nicht viel eher solche Verfahren außer Kraft gesetzt, wenn Bertelsmann im Spiel ist? Hierzu ein immer noch sehr aktueller Artikel in Telepolis: „Ohne Bertelsmann geht nichts mehr“.
Cordula Noetzelmann machte in Inetbib vor drei Tagen auf eine Bundesweite Online-Informationsplattform zum Thema Open Access aufmerksam. Inhaltlich ist noch nicht viel zu sehen, die Ankündigung klingt jedoch vielversprechend:
Sämtliche Inhalte und Best-Practice-Lösungen werden langfristig zur Nachnutzung verfügbar sein.