Scan-Stifte und -Apps

Scans werden gegenüber Kopien zumindest in unserer Bibliothek immer beliebter. Einmal sicherlich, weil sie – anders als Kopien – nichts kosten. Andererseits aber auch, weil Scans leicht zu versenden und speichern sind. Kombiniert man die Scanfunktion mit OCR, kann man die eingescannten Texte noch dazu komfortabel weiternutzen. Die dafür erforderlichen Geräte sind schon längere Zeit in übersichtlichem und tragbarem Format erhältlich.

Da wären zuerst die Scanstifte zu nennen. Es gibt viele verschiedene Produkte, die sich in etlichen Details unterscheiden, davon sind einige schon recht lange auf dem Markt. Der aktuell in der Version 7 verfügbare IRISPen zum Beispiel wurde bereits 2004 in der c’t getestet.

Ich konnte drei Bibliotheken ausmachen, in denen der C-Pen (in der USB-Variante TS1) verliehen wird:

  1. Bibliothek der Hochschule Augsburg (besten Dank für die vielen Infos!)
  2. Universitätsbibliothek Augsburg
  3. Bibliothek der Hochschule Neu-Ulm

Etwas neuer sind Apps, mit denen man Text abfotografieren und dann in OCR wandeln kann. Der Scanbot – PDF Dokument Scanner zum Beispiel ist solch eine App. Der “Scan” erfolgt in diesem Fall durch Abfotografieren der entsprechenden Vorlagen. Je nach Fotoqualität des verwendeten Smartphones und der Lichtverhältnisse beim Fotografieren sind die Ergebnisse ganz gut bis untauglich. Die dazugehörige OCR-Funktion habe ich nicht getestet.

Kein Scan-Stift (CC-BY: Greg Lloyd)

Fragen an die werte Leserschaft:

  1. Gibt es irgendwo einen halbwegs seriösen und neutralen Vergleich von Scans-Apps?
  2. Gibt es irgendwo einen halbwegs seriösen und neutralen Vergleich von Scanstiften?

Auch über persönliche und subjektive Erfahrungsberichte freue ich mich natürlich sehr!

UB Augsburg übernimmt Bibliothek der verbrannten Bücher

Sueddeutsche.de berichtet das die rund 12.000 Bände umfassende Sammlung, die Georg P. Salzmann in 30 Jahren zusammengetragen hat an die Universitätsbibliothek Augsburg geht. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Autoren deren Werke bei Bücherverbrennungen durch die Nazis zerstört wurden.

Am vergangenen Freitag haben der Sammler Georg P. Salzmann, der bayerische Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch, Alois Loidl (Vizepräsident der Universität Augsburg) sowie der Vorsitzende des Vereins Patenschaften für verbrannte Bücher, Wolfram P. Kastner, den Vertrag über den Ankauf der Büchersammlung unterzeichnet.

"Bibliothek der verbrannten Bücher" soll nach Augsburg

Die berühmte «Bibliothek der verbrannten Bücher» soll in Augsburg
eine dauerhafte Bleibe finden. Mit knapper Mehrheit sprach sich am
Mittwoch der Kulturausschuss des Bayerischen Landtages für die
schwäbische Stadt als Standort der Privatsammlung des Münchners
Georg Salzmann aus. Die Stadt Nürnberg, die sich ebenfalls um die
Bibliothek beworben hatte, hätte damit das Nachsehen.

[via pr.inside]

"Bibliothek der verbrannten Bücher"

Die private “Bibliothek der verbrannten Bücher” des Kaufmanns Georg P. Salzmann in seinem Wohnhaus in Garching umfasst rund 10.000 Bände. Sie wurde in Jahrzehnten intensiver Sammeltätigkeit zusammengetragen und ist als Quellensammlung in dieser Bestandsdichte nicht nur in Deutschland, sondern weltweit einmalig. Sie versammelt nahezu vollständig die Erstausgaben sowie alle weiteren Werke jener rund 100 deutschen Schriftsteller und Publizisten, deren Bücher bei der von den Nazis organisierten sog. Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 in zahlreichen Städten Deutschlands ins Feuer geworfen wurden. Diese Bücher wurden kurz darauf in offiziellen Listen publiziert und ihr Verkauf wurde verboten.

Morgen gibt es eine Pressekonferenz, mit dem Thema warum die Universitätsbibliothek Augsburg als künftigen Standort der Privatsammlung von Georg P. Salzmann geeignet wäre.

[via idw]