Die Bibliothek als Ort

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

http://blog.goethe.de/librarian/archives/375-Bibliothek-nur-noch-als-Ort.html

[via Lesewolke]

Blogstöckchen: Das beste/wichtigste LIS-Werk der letzten Jahre

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Eigentlich wollte ich ausführlich begründen, warum das Buch so lesenswert ist. Das mache ich jetzt nicht mehr. Ich werfe das Stöckchen auch niemandem zu. Wer es aufheben möchte, soll das natürlich dennoch gerne machen!

Vor kurzem fragte ich:

Was mich zu der Frage bringt, ob Blogstöckchen schon so sehr außer Mode sind, dass man eine Vintage-Retro-Renaissance-Auflage mit der Frage starten kann, welche drei Bücher der letzten fünf Jahre für den LIS-Bereich persönlich am besten/wichtigsten gefunden wurden. Kann man?

Die Reaktion war einstimmig positiv. Ich erweitere die Auswahl allerdings auf Zeitschriftenartikel, Blogpostings und so weiter. Gleichzeitig reduziere ich die Anzahl auf ein einziges Werk. Mein Favorit, der mir nach nicht allzu langem Überlegen eingefallen ist:

Weinberger, David: Das Ende der Schublade : die Macht der neuen digitalen Unordnung. München: Hanser.

Dieses Buch sollte jeder lesen, der in irgendeiner Art und Weise mit Ordnungssystemen zu tun hat. Bibliothekswesen auf jeden Fall. Und auch jedem, der einfach gerne gut geschriebene Sachbücher liest, kann ich es ans Herz legen.

Langzeitarchivierung für Atommülldokumentationen

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden.

Wie Spiegel Online berichtet sprechen sich verschiedene Mitglieder des Arbeitskreises Energie der Deutschen Physikalischen Gesellschaft für den Neubau von Atomkraftwerken aus. Martin Keilhacker wird zitiert:

„Wir vom Arbeitskreis Energie sind keine Kernkraftbefürworter“, betonte der emeritierte Professor. Man müsse den Anteil des Atomstroms in Deutschland nicht erhöhen. Es gehe vielmehr darum, ihn zu halten.

Im Artikel werden natürlich auch die üblichen Einwände genannt. Anreicherung und Proliferation von waffenfähigem Uran, explodierende Kosten und Atomkraftwerke. Auch die Endlagerfrage wird gestellt. Es gebe weltweit noch kein Endlager für Atommüll, dessen Betrieb langfristig sichergestellt sei.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang langfristig? Ich bin weder Experte für Atommüll, noch für Langzeitarchivierung. Aber schon kurzes Wikipedia-Gestöber und ein paar Zeitungsartikel zur Asse lassen mich stutzig werden.

Zuerst einmal scheint nicht klar zu sein, was überhaupt in der Asse liegt. In einem Zeit-Dossier ist zu lesen, dass das Forschungsministerium Siemens zugesichert habe,

»einen Teil« von »ca. 25 Fässern mit hochradioaktivem Abfall (Kernbrennstoff)« in der Asse einlagern zu dürfen. »Wir danken Ihnen für diese Möglichkeit zur Entlastung unserer Lagerkapazität«, antwortete Siemens, »und erwarten bei gelegentlichen Anfragen einen Ihnen günstigen Termin für die Anlieferung in Asse II.« Ob der strahlende Abfall tatsächlich angeliefert wurde, so behauptet Siemens, wisse man nicht mehr – die Akten seien nicht mehr vorhanden, da die vorgeschriebene Aufbewahrungszeit von 30 Jahren abgelaufen sei.

Siegmar Gabriel bezeichnete den Zustand der Dokumentation zur Asse als deutsche Verhältnisse ungewöhnlich. Die Vorgänge sind noch kein halbes Jahrhundert alt. Radioaktiver Abfall hat eine weitaus längere Lagerzeit. Setzen wenn wir den Idealfall einer lücken- und fehlerlosen Dokumentation voraussetzen, müsste man sich also ansehen, wie lange diese Dokumentation überhaupt überdauern kann.

Google Minus: Immer weniger Suchmaschine. -1

Teil der Operation Frühjahrsputz, in deren Verlauf angefangene und nie beendete Postings einfach so veröffentlicht werden. Die hier erwähnten Beispiele funktionieren teils nicht mehr, da Google das Pluszeichen nun anderweitig verwendet.

Alle reden über Google+, dabei ist Google- mindestens ebenso spektakulär. Und von der Bedeutung für die Google-Nutzer zum jetzigen Zeitpunkt als wesentlich gravierender einzuschätzen. Gemeint ist damit die schleichende Verschlechterung der Suchmaschine, die Google einst auszeichnete.

1. Exakte Suche

Suche ich nach Informationen zum Markt in der französischen Gemeinde Schwoben, ist mir Google keine Hilfe. Gebe ich „markt schwoben“ in den Suchschlitz, wird nach „markt schwaben“ gesucht. Nicht das, was ich wollte.

Nun wird mir – wie im Screenshot ersichtlich – angeboten, nach „markt schwoben“ zu suchen. Wie gelesen, so geklickt. Was passiert?

Immerhin die drei der ersten zehn Treffer enthalten die gewünschten Suchbegriffe. Bei den restlichen sieben werden ähnliche Begriffe wie „Schwoba“ oder wieder „Schwaben“ in die Ergebnisse gemischt.

Eine exakte Suche in Google ist nur noch möglich, wenn man entweder die Phrasensuche (in Anführungszeichen) verwendet oder ein Plus-Zeichen vor den gewünschten Begriff setzt. Mit „+markt +schwoben“ erhält man tatsächlich Seiten, in denen beide Begriffe auftauchen.