Neuer DBV-Newsletter erschienen

Ab heute ist die 113. Ausgabe des DBV-Newsletters online.

Darin findet sich unter anderem der Hinweis auf das von der AG Informationskompetenz NRW entwickelte Online-Tutorial Informationskompetenz. Das Tutorial wurde zur Nachnutzung, insbesondere für die Bibliotheken, die keine finanziellen oder personellen Kapazitäten für die Erstellung eines eigenen E-Learning-Tools haben, konzipiert. Es lässt sich ohne technische Hürden in das eigene Webangebot einbinden und an die lokalen Gegebenheiten anpassen und ergänzen. Mehr Infos dazu gibt es hier.

Geschichte der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek

Gestern abend stellte Annette Seemann ihr Buch „Die Geschichte der Herzogin Anna Amalia Bibliothek“ bei einer Lesung in einer Weimarer Buchhandlung vor. Das Buch, das pünktlich zur Wiedereröffnung der Anna-Amalia-Bibliothek (die am 24. Oktober stattfindet) erschienen ist, beschreibt die Geschichte der Bibliothek von der Geburtststunde über den Nationalsozialismus (Säuberung der Bestände), bis hin zur Feuerkatastrophe. Ausführlich geht sie dabei auf die DDR-Zeit ein.

Dass Seemann mit dem Präsidenten der Klassik-Stiftung verehelicht ist, macht ihre publizistischen Projekte nicht zum Familienunternehmen. Es mag ihr jedoch den leichten Zugang zu allen Quellen geöffnet und den Blick auf eine geneigte Sichtweise von Sachverhalten gelenkt haben.

[via tlz.de]

Bibliothek als "ideologisches Privileg"?

Die NRZ berichtet heute über die Streichung der Bibliothekarinnen-Stelle an der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Düsseltal.
Dass mit Eintritt der bisherigen Stelleninhaberin in den Ruhestand der Rotstift angesetzt wurde, überrascht heutzutage wohl niemanden mehr. Die Argumente dafür aber sehr wohl:

Sylvia Pantel (CDU): Es könne doch nicht sein, dass eine Schule „bevorzugt werde“. Sie plädiert für ehrenamtliches Engagement. Gerhild Kocks (FDP) bezeichnete die Stelle für die Bibliothek sogar als „jahrzehntelanges ideologisches Privileg“ für eine Gesamtschule, das man nicht weiter „zementieren“ dürfe.

Und dann ist da noch der Tunnel

NZZ.online berichtet heute über den Gebäudekomplex der Zentralbibliothek Zürich, der eine Besonderheit hat, nämlich einen fast vergessenen Tunnel:

Die Zentralbibliothek Zürich ist einer der betriebstechnisch interessantesten und auch herausforderndsten Gebäudekomplexe der Stadt. Und sie ist bestimmt die einzige Bibliothek der Schweiz, die einen eigenen Tunnel besitzt. Allerdings kann man in ihm keine Bücher lagern.

Bibliotheksnacht in Potsdam

Anlässlich des Doppeljubiläums „15 Jahre Stadt- und Landesbibliothek und 85 Jahre Landesbibliothek Potsdam“ findet am 15. September in der Hauptbibliothek die 1. Bibliotheksnacht statt. Unter dem Motto „“Nachtwandlung – Lesungen, Musik, Modenschau und Kulinarisches“ – Sehen, Hören, Erleben und Genießen – wird ein buntes Programm angeboten.

Bücherdieb mit bibliothekarischer Sorgfalt

Die FAZ berichtet heute auf ihrer Seite 12 (online leider nur kostenpflichtig) über einen der größten Fälle von Bücherklau der vergangenen Jahre:
Über 1000 Werke entwendete der Bücherdieb vorwiegend aus der Bibliothek des John F. Kennedy-Instituts in Berlin-Dahlem, aber auch aus Bibliotheken und Amerika-Häusern in Essen, Köln, Duisburg, Düsseldorf und Bochum. Dabei ging es ihm offenbar nicht darum, aus dem Diebesgut Profit zu schlagen. Denn die Bücher, hauptsächlich zum Thema amerikanische Geschichte im Allgemeinen sowie Biographien von Präsidenten und anderen wichtigen Persönlichkeiten, waren zum Teil so stark beansprucht, dass eine Rückgabe an die besitzenden Bibliotheken nicht mehr möglich war. Bezüglich der Rückgabe an die Besitzer hat der Dieb – fast nach Bibliothekarsmanier – der Polizei einige Arbeit abgenommen: „In jedes der entwendeten Bücher vermerkte er handschriftlich das Datum des Diebstahls sowie die bestohlene Bibliothek.“