Nacht der Bibliotheken 2007

Die Nacht der Bibliotheken 2007 steht unter dem Motto „Bibliotheken sind mordsspannend!“

Die Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen – ob öffentlich oder wissenschaftlich – sind in jeder Minute Schauplätze des Wissens, des Verstehens und nicht zuletzt der gepflegten kriminalistischen Unterhaltung. „Opfer“ sind die getötete Langeweile und ausgemerzte Unwissenheit.

Mehr Informationen und eine Veranstaltungsübersicht gibt es auf der Homepage der Nacht der Bibliotheken.

[via inetbib]

OpenID in der Kritik

Stefan Brands von Credentica kritisiert OpenID sehr ausführlich. Kurzfassung:

OpenID is pretty much useless. The reasons for this are many: OpenID is highly vulnerable to phishing and other attacks, creates insurmountable privacy problems, is not a trust system, suffers from usability problems, and makes it unappealing to become an OpenID “consumer.” Many smart people have already elaborated on these problems in various forums. In the rest of this post I will be quoting from and pointing to their critiques.

[via Netzpolitik]

Ask for What You Want

When was the last time someone said lawyers or doctors needed to update their images into the 21st century? How many skits on Prairie Home Companion or Saturday Night Live have you seen where doctors appear as outdated, dowdy spinsters in need of love or romance? None. Yet Garrison Keillor’s “Adventures of Ruth Harrison, Reference Librarian” parades antiquated and stereotyped images of librarians as humor.

Dies und mehrüber das bibliothekarische Selbstbewusstsein und Berufsbild gibt es in folgendem Artikel: Ask for What You Want von Michael Casey & Michael Stephens (Library Journal, 15. August 2007)

Panterpreis 2007

An kleinen und großen Heldentaten mangelt es in diesem Lande nicht. So viele Menschen sind hier für andere aktiv, ob in der Nachbarschaft, im Gefängnis, im Internet oder in der sogenannten Dritten Welt. Die Heldinnen und Helden des Alltags geben viel Zeit und Energie, um anderen zu helfen. Und viele haben schon lange einen Preis verdient

Unter den Nominierten für das Jahr 2007 ist auch die Bibliothekarin Helga Römer. Sie setzt sich im speziellen für Gefangene ein, so dass diese Medien und Bücher ihrer Wahl nutzen können, auch wenn es diese im Gefängnis nicht gibt.
Ein Porträt über Helga Römer und auch eines über den Literaturverein für Gefangene gibt es hier.

[via taz]

Onleihe bei Telepolis

Gerade bei Netbib gesehen: Rainer Sladek schreibt über die Onleihe nur für Microsoft-User. In den Kommentaren zum Telepolis-Artikel wird auch klar, wie sehr man sich mit dem unreflektierten Einsatz von DRM-Technologien den Ruf bei der Minderheit von Heiseforeneinwohnern versauen kann. Doob stellt dort fest, dass Bibliotheken was tolles sind, aber das wird gleich von firedancer gekontert:

Sind sie jetzt nicht mehr – wenn das Angebot a) der Monopolisierung
dient (denn darum geht es hier nämlich), b) weite Teile der
Bevölkerung ausgeschlossen werden (alles > 5% sind bereits weite
Teile: Wir reden hier von sehr großen Usermassen).

So stark formuliert das sicher nur ein kleiner Bevölkerungsteil, aber wie firedancer richtig bemerkt, sind auch 5% der Bevölkerung schon durchaus relevant. Wir reden hier von sehr großen Bibliotheksbenutzermassen.

Die Divibib-Mitarbeiter sind der anfangs eingeforderten Diskussion in der Biblioblogosphäre übrigens sehr offensichtlich überdrüssig geworden. Sie belassen es jetzt beim Posten von Werbeartikeln in ihrem eigenen Blog. Zumindest in den einschlägigen Biblioblogs (z.B. Netbib, Bibliothek 2.0 oder auch hierzublog) konnte ich sie lange nicht mehr sichten. Es ist vermutlich nicht lukrativ genug, sich mit Kritik auseinanderzusetzen.

Library 2.0 and beyond – innovative technologies and tomorow's user

Heute auf meinem Schreibtisch gelandet:

Library 2.0 and beyond : innovative technologies and tomorrow’s user / Courtney, Nancy. – Westport, Conn : Libraries Unlimited, 2007

Die Lektüre muss leider noch ein wenig warten. Ein erster Blick verspricht nicht viel Neues für den geneigten 2.0-Interessierten, jedoch eine sehr gute Auswahl der Autoren und Beiträge. Michael Casey beispielsweise schreibt über „Looking toward catalog 2.0“, wo er sehr schön zusammenfasst, was ein wirklich guter Katalog so zu bieten haben muss.

" the World’s Most Beloved Cat"

Für die Biographie der Bibliotheks-Katze Dewey hat ein Verlag 1,25 Mio. Dollar gezahlt. Die Katze wurde 1988 in der Buchrückgabebox der Stadtbücherei von Spencer, Iowa gefunden und lebte seitdem in der Bibliothek.

Als Dewey im vergangenen Winter 19jährig starb, war er längst eine Berühmtheit. So berühmt, dass seine Memoiren für rund 1,25 Millionen Dollar an den Verlag Grand Central verkauft worden sind.

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